Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“, Anführer des mächtigen Jalisco Nueva Generación-Kartells, ist getötet worden am Sonntag während einer Operation mexikanischer Spezialeinheiten. Sein Tod löste eine beispiellose Vergeltungswelle in 20 Bundesstaaten aus, die das Land mit Straßensperren und Brandstiftungen lähmte. Diese Ereignisse werfen einen Schatten auf die Sicherheit der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft 2026, trotz der Zusicherungen der Regierung und der FIFA-Behörden über die volle Kontrolle der Lage.
Eliminierung von El Mencho
Der meistgesuchte Drogenbaron Mexikos wurde bei einer Spezialeinsatzoperation getötet, die vom US-Geheimdienst CIA unterstützt wurde.
Vergeltungswelle des Kartells
Über 250 Straßensperren, Brandstiftungen und Angriffe auf Sicherheitskräfte in 20 Bundesstaaten führten zum Tod mehrerer Dutzend Menschen.
Bedrohung für die Weltmeisterschaft
Makabre Entdeckungen von Massengräbern in der Nähe des Stadions in Guadalajara wecken Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Fußball-Weltmeisterschaft 2026.
Absage der Schwimmwettbewerbe
Der Weltverband World Aquatics hat den Weltcup im Wasserspringen in Mexiko aufgrund der Eskalation der Drogengewalt abgesagt.
Die militärische Operation am Sonntag im Touristenort Tapalpa beendete die jahrelange Suche nach dem meistgesuchten Drogenbaron Mexikos. Nemesio Oseguera Cervantes, mit dem Pseudonym „El Mencho“, wurde dank der Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst und dem Einsatz einer Predator-Drohne geortet. Er starb bei einem Gefecht mit Spezialeinheiten, was die Herrschaft des Anführers des Cártel Jalisco Nueva Generación beendete. In der Villa des Capos wurden religiöse Altäre und Psalmenhandschriften gefunden, was ein neues Licht auf seinen privaten spirituellen Bereich wirft. Die Reaktion des Kartells auf den Tod seines Anführers war unmittelbar und äußerst brutal. Mitglieder der Gruppe organisierten über 250 Straßensperren in 22 Bundesstaaten, zündeten Fahrzeuge, Banken und Tankstellen im größten Teil des Landes an. Bei den Gefechten kamen über 70 Menschen ums Leben, darunter 25 Angehörige der Nationalgarde. Besonders dramatisch ist die Lage in Guadalajara, wo rund um das Akron-Stadion, das WM-Spiele beherbergen soll, Hunderte Säcke mit menschlichen Überresten in Massengräbern gefunden wurden. Seit Beginn des sogenannten Drogenkriegs im Jahr 2006 sind in Mexiko über 100.000 Menschen getötet oder verschwunden, und der Staat kämpft regelmäßig mit Gewaltwellen nach der Ausschaltung weiterer Kartellführer. Trotz des Chaos versichern die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum und FIFA-Chef Gianni Infantino die Sicherheit des Turniers. Am Mittwoch fand in Querétaro ein Freundschaftsspiel gegen Island statt, das bei erhöhten Sicherheitsvorkehrungen mit einem 4:0-Sieg der Gastgeber endete. Allerdings hat sich der Weltverband World Aquatics bereits entschieden, den Weltcup im Wasserspringen in Zapopan abzusagen und dies mit mangelnder Sicherheit für die Sportler zu begründen. Die Lage bleibt angespannt, und Experten warnen vor möglichen Nachfolgekämpfen innerhalb des geschwächten Kartells. „Of course, we are monitoring the situation in Mexico these days, but I want to say from the outset that we have complete confidence in Mexico, in its president, Claudia Sheinbaum, and in the authorities.” (Natürlich beobachten wir die Lage in Mexiko in diesen Tagen, aber ich möchte von vornherein sagen, dass wir vollstes Vertrauen in Mexiko, in seine Präsidentin Claudia Sheinbaum und in die Behörden haben.) — Gianni Infantino Im Schatten der Machtkämpfe tauchen Informationen über die Rolle der Ehefrau des verstorbenen Anführers, Rosalinda González Valencia, bekannt als „La Jefa“, auf, die angeblich die Finanzen und das Loyalitätsnetzwerk des Kartells verwaltet habe. Dokumente, die im Versteck von El Mencho beschlagnahmt und als „Narconómina“ bezeichnet werden, enthüllen das Ausmaß der Korruption sowie eine Gehaltsliste, die Politiker, Staatsanwälte und Militärs umfasst, was zu weiteren Erschütterungen an den Machtzentren führen könnte.
Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen das Leid der Familien von Vermissten und kritisieren die FIFA dafür, Gewalt in der Nähe von WM-Arenen zu ignorieren. Konservative und regierungsnahe Medien heben den Erfolg des Militärs bei der Ausschaltung des Kriminellen und die effektive Sicherheitsgewährleistung während des Spiels gegen Island hervor.
Mentioned People
- Nemesio Oseguera Cervantes — Anführer des CJNG-Kartells, bekannt als El Mencho, von mexikanischem Militär getötet.
- Claudia Sheinbaum — Präsidentin von Mexiko, die nach dem Tod des Drogenbarons die Stabilität des Landes versichert.
- Gianni Infantino — Präsident der FIFA, der volles Vertrauen in die mexikanischen WM-Organisatoren ausdrückt.
- Rosalinda González Valencia — Ehefrau von El Mencho, verdächtigt, die Finanzen des CJNG-Kartells zu verwalten.