Innerhalb von zwei Tagen wurden in Italien eine Serie tödlicher Arbeitsunfälle verzeichnet, bei denen vier Arbeitnehmer in verschiedenen Regionen des Landes ums Leben kamen. Die Tragödien ereigneten sich am 20. und 21. Februar 2026 in den Ortschaften: Pieve Santo Stefano (Arezzo), Bernate Ticino (Lombardei) sowie im Wald bei Calabritto (Avellino). Die Opfer sind Männer im Alter von 37-38 Jahren. Alle Vorfälle sind Gegenstand von Ermittlungen.

Sturz von einem Oberlicht in Arezzo

Der 38-jährige Marco Cacchiani starb, als er aus einer Höhe von etwa sieben Metern stürzte, nachdem das Plexiglas-Oberlicht, auf dem er bei der Klimaanlagenwartung arbeitete, eingebrochen war.

Zwei Vorfälle in Bernate Ticino

In einem Betrieb in der Lombardei starben am selben Tag zwei Arbeitnehmer: einer wurde in einen Trichter und auf ein Förderband gezogen, der andere zwischen einem Gabelstapler und einer Maschine eingeklemmt.

Tödlicher Unfall bei Baumfällarbeiten

Ein 38-jähriger rumänischer Staatsbürger kam in einem Wald in Kampanien ums Leben, als er von einem hohen Baum, den er selbst in der Nähe eines Industriegebiets fällte, erschlagen wurde.

Gemeinsamer Kontext Arbeitssicherheit

Die Unfälle veranschaulichen das chronische Problem Italiens mit einer hohen Zahl tödlicher Arbeitsunfälle, insbesondere im Baugewerbe, in der Industrie und in der Forstwirtschaft.

Italienische Medien berichten in den letzten Tagen über eine Serie tragischer und voneinander unabhängiger tödlicher Arbeitsunfälle, die in kurzem zeitlichem Abstand geschahen. Insgesamt verloren innerhalb von zwei Tagen, am 20. und 21. Februar 2026, vier Arbeitnehmer ihr Leben. Diese Ereignisse, die sich in verschiedenen Teilen des Landes abspielten, lenkten erneut die Aufmerksamkeit auf das drängende Problem der Arbeitssicherheit in Italien. Die ersten Meldungen erschienen am Freitag, dem 20. Februar. In der Ortschaft Pieve Santo Stefano in der Provinz Arezzo (Region Toskana) führte der 38-jährige Marco Cacchiani gegen 13:00 Uhr Wartungsarbeiten an einer Klimaanlage im Betrieb aus. Der Mann arbeitete auf dem Hallendach, stehend auf einem aus Plexiglas gefertigten Oberlicht. Diese Konstruktion brach plötzlich ein, was den Sturz des Technikers aus einer Höhe von etwa sieben Metern verursachte. An den Ort wurden Rettungsdienste gerufen, die lediglich den Tod aufgrund der erlittenen Verletzungen feststellen konnten. Die Ermittlungen zu den Ursachen des Konstruktionsversagens und den Umständen des Unfalls führen die zuständigen Behörden. Italien kämpft seit Jahren mit einer hohen Rate tödlicher Arbeitsunfälle und belegt in dieser Statistik einen unrühmlichen Spitzenplatz unter den Ländern der Europäischen Union. Dieses Problem, das in der öffentlichen Debatte mit dem Begriff „weiße Tode” („morti bianche”) bezeichnet wird, ist besonders gravierend in Sektoren wie Bauwesen, Landwirtschaft, Logistik und Industrie. Trotz verschärfter Arbeitsschutzvorschriften und Präventionskampagnen bleibt die Zahl tragischer Vorfälle eine ernsthafte gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung. Am selben Tag, in den Nachmittagsstunden, ereigneten sich zwei separate tödliche Unfälle in der Ortschaft Bernate Ticino in der Region Lombardei. Laut der Nachrichtenagentur ANSA starb gegen 17:00 Uhr ein 38-jähriger Mann pakistanischer Herkunft, Bewohner des nahegelegenen Arconate, in einem Abfallverarbeitungsbetrieb.

Mentioned People

  • Marco Cacchiani — 38-jähriger Arbeiter, der bei einem Sturz von einem Oberlicht in Pieve Santo Stefano ums Leben kam.