Die Eskalation des bewaffneten Konflikts im Iran hat eine heftige Reaktion auf den Finanz- und Energiemärkten ausgelöst. Der deutsche Index DAX verzeichnete einen schmerzhaften Rückgang von fast sieben Prozent innerhalb von zwei Tagen und fiel unter die Marke von 24.000 Punkten. Gleichzeitig erreichten die Preise für Benzin, Diesel und Heizöl in Europa die höchsten Stande seit zwei Jahren, was Befürchtungen über einen anhaltenden Inflationsschock und eine Lähmung der Lieferketten im Lebensmittelsektor weckt.
Plötzlicher Rückgang des DAX-Index
Der deutsche Index verlor in zwei Tagen fast 7%, als Reaktion auf geopolitische Risiken im Zusammenhang mit dem Iran.
Rekordpreise für Kraftstoffe
Die Kosten für Benzin und Diesel erreichten die höchsten Stande seit zwei Jahren, was Verbraucher und Logistik trifft.
Stabilität von LNG fraglich
Trotz der Zusicherungen von Uniper über keine Störungen erwartet der Markt langfristig höhere Gaspreise.
Die Lage im Nahen Osten hat zu einem plötzlichen Einbruch der Anlegestimmung in Europa geführt. Der deutsche Börsenindex DAX, der als Barometer für die Gesundheit der größten Volkswirtschaft des Kontinents gilt, verlor in nur zwei Handelstagen fast 1000 Punkte, was einem Rückgang von fast sieben Prozent entspricht. Analysten von Franklin Templeton warnen, dass die wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Iran Europa viel stärker treffen werden als die Vereinigten Staaten, aufgrund der größeren Abhängigkeit von regionalen Energieversorgungen und der geografischen Nähe zum Kriegsschauplatz. Der Verkauf auf den Parketten erfasste auch andere europäische Börsen, die auf das Chaos in den Luftkorridoren und die steigenden Transportkosten reagieren. Pilotenverbände prognostizieren bereits einen drastischen Anstieg der Flugticketpreise aufgrund der Notwendigkeit, die Konfliktzone zu umgehen. Der Nahe Osten ist für die Lieferungen von etwa einem Drittel des weltweit auf dem Seeweg transportierten Erdöls verantwortlich, und die historischen Kraftstoffkrisen von 1973 und 1979 haben gezeigt, dass die Destabilisierung dieser Region das globale BIP-Wachstum dauerhaft bremst. An den Tankstellen in Deutschland und der Schweiz herrscht Nervosität, und lokale Medien berichten über Panikvorfälle unter Autofahrern. Die Kraftstoffpreise steigen in einem seit zwei Jahren nicht gesehenen Tempo, was sich direkt auf die Prognosen für die Lebensmittelindustrie auswirkt. Experten prognostizieren einen „Preisschock“, also einen Preisschock für Produkte des täglichen Bedarfs, verursacht durch den Sprung der Logistik- und Energiekosten. Obwohl das Unternehmen Uniper beruhigt, dass die LNG-Lieferungen derzeit nicht direkt bedroht sind, erwartet die deutsche Bundesnetzagentur, dass die hohen Rohstoffpreise längerfristig anhalten werden. Als Reaktion auf die Krise planen Vertreter der Landesregierungen dringende Gipfel mit Industrieführern, um Schutzmechanismen für die energieintensivsten Branchen zu erarbeiten. „Ruhe bewahren ist die erste Anlegerpflicht” — Robert Halver Trotz der tragischen Situation an der Marktfront weisen einige Analysten auf potenzielle Chancen hin, die sich aus der heftigen Abwertung ergeben. Es wird betont, dass die Fundamentaldaten vieler Unternehmen stark bleiben und die aktuellen Rückgänge emotionaler Natur sind, angetrieben von der Angst vor einer Eskalation. Vertreter der Heizungsbranche appellieren ihrerseits an private Verbraucher, beim Kauf von Heizöl Zurückhaltung zu üben, in der Hoffnung auf eine Stabilisierung der Preise nach dem Abklingen der ersten Panikwelle. Die Situation bleibt jedoch dynamisch, und jeder weitere Angriff in der Region des Persischen Golfs schlägt sich sofort in einer erhöhten Volatilität an den Börsen in London, Paris und Frankfurt nieder.
Mentioned People
- Martin Lück — Investmentstratege bei Franklin Templeton, analysiert die Auswirkungen des Konflikts auf Europa.
- Robert Halver — Marktexperte, der Anleger dazu aufruft, während des Crashes Ruhe zu bewahren.