In der Schweizer Stadt Lausanne wurde das Musée d'Art Féminin (MAF), das Museum für Frauenkunst, eröffnet. Es ist die erste Institution des Landes, die ausschließlich dem Schaffen von Künstlerinnen gewidmet ist. Die Einrichtung, die in einer denkmalgeschützten Villa aus dem Jahr 1900 untergebracht ist, zielt darauf ab, das Ungleichgewicht in der Repräsentation von Frauen in der Kunstwelt auszugleichen und ihnen ihren gebührenden Platz in der Geschichte zu sichern. Die Eröffnungsausstellung "Pionierinnen" zeigt Werke von über fünfzig Schweizer und internationalen Künstlerinnen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Die Museumsdirektorin Isabelle Boller betont, dass die Initiative einen Bildungsauftrag hat und darauf abzielt, zukünftige Generationen zu inspirieren.
Erstes Museum dieser Art in der Schweiz
Das Musée d'Art Féminin (MAF) in Lausanne ist die erste Kulturinstitution in der Schweiz, die vollständig dem Schaffen von Künstlerinnen gewidmet ist. Es belegt eine restaurierte denkmalgeschützte Villa im Stadtteil Ouchy und zielt darauf ab, Frauen dauerhaft in den Kanon der Kunstgeschichte einzuschreiben.
Eröffnungsausstellung "Pionierinnen"
Die Eröffnung des Museums wird durch die Ausstellung "Pionierinnen" gekrönt, die Werke von über fünfzig Künstlerinnen aus verschiedenen Epochen präsentiert. Die Exposition umfasst Werke vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Kunst und zeigt die Vielfalt der Techniken und Themen, die von Frauen aufgegriffen werden.
Antwort auf Ungleichheiten in der Kunst
Die Initiative ist eine direkte Reaktion auf die Marginalisierung von Frauen in der Kunstwelt. Statistiken zeigen, dass in Schweizer Museen nur etwa 20 % der ausgestellten Werke von Künstlerinnen stammen, während ihre Arbeiten auf Auktionen durchschnittlich 47 % niedrigere Preise erzielen.
Bildungsauftrag und Zukunft
Das Museum plant eine intensive Bildungsarbeit, einschließlich Workshops, Vorträgen und Programmen für Schulen. Die Direktion kündigt auch die Organisation von Wechselausstellungen und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen an, um Werke auszuleihen und die Sammlung zu erweitern.
In der Schweizer Stadt Lausanne, im Stadtteil Ouchy am Genfersee, wurde das Musée d'Art Féminin (MAF), das Museum für Frauenkunst, eröffnet. Es ist das erste Museum in der Schweiz, das vollständig dem Schaffen von Künstlerinnen gewidmet ist. Sitz des neuen Museums ist eine denkmalgeschützte Villa aus dem Jahr 1900, die einer umfassenden Renovierung unterzogen wurde, um die Sammlung aufzunehmen und modernen Ausstellungsstandards zu entsprechen. Die Eröffnung der Einrichtung am 6. März 2026 stieß auf großes Medieninteresse und fand Beachtung in Kulturkreisen. Die Mission des Museums, wie seine Direktorin Isabelle Boller betont, ist es, historische Ungleichgewichte auszugleichen und Künstlerinnen ihren gebührenden Platz in der Kunstgeschichte zu sichern. Boller weist darauf hin, dass Frauen zwar seit Jahrhunderten bedeutende Werke geschaffen haben, aber oft im Mainstream der Kunstgeschichte übersehen wurden und ihre Arbeiten in Depots oder Privatsammlungen landeten. Das MAF soll ein Raum sein, der ihr Vermächtnis dauerhaft in den Kanon einschreibt. Die Eröffnungsausstellung mit dem Titel "Pionierinnen" präsentiert Werke von über fünfzig Schweizer und internationalen Künstlerinnen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Die Ausstellung zeigt die Vielfalt der Techniken – von Malerei und Skulptur bis hin zu Fotografie und Installationen – sowie der Themen, die von Frauen aufgegriffen werden und sich oft von denen in der von Männern dominierten Kunst unterscheiden. Der Kampf um die Anerkennung von Frauen in der Kunstwelt hat eine lange Geschichte. Über Jahrhunderte hinweg wurden Künstlerinnen oft von offiziellen Akademien und Gilden ausgeschlossen, und ihr Schaffen wurde als amateurhaft oder weniger wertvoll angesehen. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit der Entwicklung feministischer Bewegungen, begann eine systematische Erforschung vergessener Künstlerinnen und eine Kritik an den patriarchalischen Strukturen der Kulturinstitutionen. Die Gründung des Museums ist eine Antwort auf eklatante statistische Ungleichheiten in der Schweizer und globalen Kunstwelt. Nach den in Artikeln zitierten Daten stammen in Schweizer Museen nur etwa 20 % der ausgestellten Werke von Künstlerinnen. Auf dem Auktionsmarkt sind die Diskrepanzen noch größer – Werke von Frauen erzielen durchschnittlich 47 % niedrigere Preise als Werke von Männern mit ähnlichem künstlerischem Rang. Das MAF soll nicht nur ein Ausstellungsort sein, sondern auch ein Forschungs- und Bildungszentrum. Geplant sind Vortragsreihen, Workshops für Kinder und Jugendliche sowie Kooperationsprogramme mit Schulen, die darauf abzielen, zukünftige Generationen von Künstlerinnen zu inspirieren und die gesellschaftliche Wahrnehmung zu verändern. „Ce musée est plus qu’un espace d’exposition ; c’est un acte de justice historique. Nous voulons montrer que l’art des femmes n’est pas une niche, mais une partie intégrante du patrimoine culturel.” — Direktorin des Musée d'Art Féminin (MAF) in Lausanne. Die Aktivitäten des Museums beschränken sich nicht auf die ständige Sammlung. Die Direktion kündigt ein dynamisches Programm mit Wechselausstellungen an, die verschiedene Epochen, Stile und geografische Räume der Kunst von Frauen erkunden werden. Geplant ist auch eine intensive Zusammenarbeit mit anderen Museen in der Schweiz und im Ausland, um das Ausleihen selten gezeigter Werke und die Organisation gemeinsamer Forschungsprojekte zu ermöglichen. Die Eröffnung des MAF in Lausanne reiht sich in einen breiteren, internationalen Trend der Entstehung von Institutionen ein, die sich auf die Kunst von Frauen konzentrieren, wie das National Museum of Women in the Arts in Washington, D.C. oder das Museum in Hamburg, was auf ein wachsendes Bewusstsein für die Notwendigkeit einer solchen Repräsentation hindeutet.
Mentioned People
- Isabelle Boller — Direktorin des Musée d'Art Féminin (MAF) in Lausanne.