Die globale Schifffahrtsbranche hat die Straße von Hormus und den Persischen Golf nach der Eskalation des Konflikts im Iran offiziell zu Kriegszonen erklärt. Diese Entscheidung erlaubt Seeleuten, die Einfahrt in die gefährliche Region zu verweigern, was zu einer logistischen Lähmung geführt hat. Derzeit befinden sich fast 20.000 Seeleute auf den in der Region feststeckenden Schiffen, und der Verkehr von Tankern ist fast vollständig zum Erliegen gekommen, was die größten Exporteure, darunter Saudi-Arabien, zwingt, alternative Routen über das Rote Meer zu suchen.

Status als Kriegszone

Der Persische Golf und Hormus wurden offiziell zu Kriegsgebieten erklärt, was den Seetransport lähmt und Besatzungen das Recht gibt, die Arbeit zu verweigern.

Humanitäre Krise auf See

Etwa 20.000 Seeleute sind auf Schiffen im Golf feststecken; es laufen Versuche, Mechanismen für ihre sichere Rückkehr zu entwickeln.

Routenänderung von Saudi Aramco

Saudi-Arabien leitet im Notfallmodus den Ölexport zum Roten Meer um, um einen vollständigen Lieferstopp zu vermeiden.

Problem mit Versicherungen und Garantien

Der Lloyd's-Markt verhandelt mit den USA über die Regeln für die Versicherung von Schiffen, während Länder wie Indien direkte Garantien aus Washington fordern.

Die Lage in der Straße von Hormus, einem zentralen Transitpunkt für die Weltenergieversorgung, hat einen kritischen Punkt erreicht. Organisationen von Reedern und Seemannsgewerkschaften haben die Gewässer des Persischen Golfs offiziell als Kriegszone anerkannt. Diese Entscheidung folgt auf eine Reihe von Angriffen auf zivile Schiffe, darunter die jüngste Explosion eines Tankers vor der Küste Kuwaits, die zu einem Ölauslauf führte. Infolgedessen ist der Schiffsverkehr in der Meerenge fast zum Erliegen gekommen, was Satellitenaufnahmen und Telemetriedaten zeigen. Schätzungen zufolge sind etwa 1000 Schiffe mit einer Gesamtfrachtwert von über 25 Milliarden Dollar in einer logistischen Falle stecken geblieben. An Bord dieser Schiffe befinden sich 20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere, deren Evakuierung durch den andauernden Konflikt erschwert wird. Die Eskalation der Spannungen hat eine sofortige Reaktion der globalen Ölkonzerne erzwungen. Das saudi-arabische Saudi Aramco hat begonnen, den Ölexport massiv zu Häfen am Roten Meer umzuleiten, um die blockierte Meerenge zu umgehen. Die Kapazitäten der Landpipelines sind jedoch begrenzt, und die Lagerhäuser im Golf füllen sich schnell. Diese Situation weckt reale Befürchtungen vor einem neuen Ölpreisschock, da durch Hormus normalerweise 20 Prozent des weltweiten Ölbedarfs fließen. Parallel dazu appellieren die Golfstaaten und die Europäische Union an die Rückkehr zur Diplomatie, da sie befürchten, dass eine anhaltende Blockade zu einem drastischen Anstieg der Lebensmittelpreise in der Region führen wird, die stark von Importen auf dem Seeweg abhängig ist. Die Straße von Hormus, an ihrer engsten Stelle nur 33 Kilometer breit, war historisch ein strategischer Druckpunkt in jeder Konfrontation mit Beteiligung des Iran, beginnend mit dem sogenannten Tankerkrieg in den Jahren 1980–1988. Auf dem Seeversicherungsmarkt herrscht Chaos, obwohl einige Makler von Lloyd’s ihre Bereitschaft erklären, mit der US-Regierung zusammenzuarbeiten, um spezielle Garantiefonds zu schaffen. Indien und andere asiatische Länder haben Washington aufgefordert, ihre Energieversorgung unter amerikanische Sicherheitsgarantien zu stellen. Unterdessen hält die Regierung von Donald Trump einen harten Kurs gegenüber Teheran bei, was nach Ansicht einiger Analysten den Druck auf die Weltwirtschaft erhöht. Die lokalen Auswirkungen sind bereits spürbar: Griechische Seeleute haben einen Solidaritätsstreik mit ihren im Golf feststeckenden Kollegen angekündigt, und Häfen im Mittelmeerraum wie Gioia Tauro verzeichnen langsame Rückgänge des Umschlagvolumens in Erwartung der weiteren Entwicklungen. „Seafarers can refuse to sail through Mideast Gulf region without fear of professional consequences.” (Seeleute können die Durchfahrt durch die Region des Nahen Ostlichen Golfs verweigern, ohne berufliche Konsequenzen befürchten zu müssen.) — Vertreter der Seemannsgewerkschaft

Perspektywy mediów: Betonung der humanitären Kosten der Blockade und des Risikos einer Hungersnot aufgrund aggressiver Politik der Großmächte. Konzentration auf die militärische Sicherung der Handelswege und den Schutz der Energieinteressen vor der Aggression des Iran.

Mentioned People

  • Donald Trump — Der US-Präsident, dessen Politik gegenüber dem Iran als einer der Faktoren für die Eskalation der Marktspannungen genannt wird.