In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde das Zentrum von Lwiw von einer Serie von Sprengstoffexplosionen erschüttert. Infolge des Angriffs wurde eine 23-jährige Polizeibeamtin getötet und 24 Personen wurden verletzt. Die Explosionen erfolgten nach einer Meldung über einen Einbruch in ein Geschäft, was auf einen geplanten Hinterhalt für Einsatzkräfte hindeutet. Die Stadtbehörden bezeichnen den Vorfall eindeutig als terroristischen Akt, während Ermittler mögliche Diversionstaktiken untersuchen.

Hinterhalt für Polizisten

Die Explosionen erfolgten nach einer falschen Einbruchsmeldung, was auf eine gezielte Lockung von Beamten an den Ort der Bombenlegung hindeutet.

Opfer und Verletzte

Eine 23-jährige Polizistin wurde getötet und 24 Personen wurden verletzt; die hospitalisierten Opfer befinden sich in unterschiedlichem Zustand, darunter auch kritisch.

Ermittlungen laufen

Die Staatsanwaltschaft hat den Vorfall als terroristischen Akt eingestuft; es werden Verbindungen der Täter zu ausländischen Geheimdiensten untersucht.

Die dramatischen Ereignisse begannen kurz nach Mitternacht, als die Dienste in Lwiw einen Anruf über einen angeblichen Einbruch in ein Geschäft in der Danilyschyna-Straße in der Nähe des Einkaufszentrums Magnus erhielten. Als der erste Streifenwagen eintraf, wurde der erste improvisierte Sprengsatz gezündet. Kurz darauf, als Verstärkung eintraf, erfolgte eine zweite Explosion. Infolge der erlittenen Verletzungen verlor eine 23-jährige Polizistin ihr Leben, und die Zahl der Verletzten stieg auf 24 Personen, von denen sich einige in einem kritischen Zustand befinden. Verletzt wurden sowohl Beamte als auch unbeteiligte Personen in der Nähe des Epizentrums des Geschehens. Seit dem Ausbruch des Vollkrieges im Jahr 2022 galt Lwiw als relativ sicherer Zufluchtsort für Binnenflüchtlinge, obwohl es regelmäßig Ziel von Raketenangriffen wurde. Der Vorfall am Samstag ist jedoch der erste derart brutale Fall des Einsatzes von Sprengsätzen am Boden, die direkt auf die örtlichen Ordnungskräfte im Herzen der Stadt abzielten. Die Staatsanwaltschaft des Gebiets Lwiw leitete eine Untersuchung gemäß dem Artikel über terroristische Akte ein. Das Ausbleiben eines Fliegeralarms zum Zeitpunkt der Explosionen bestätigte, dass die Gefahr nicht aus der Luft kam, sondern das Ergebnis von Sabotage vor Ort war. Beschädigt wurden die Fassaden nahegelegener Mietshäuser, Funkstreifenwagen und zivile Fahrzeuge. Der Bürgermeister der Stadt, Andrij Sadowy, sprach der Familie des Opfers sein tiefes Mitgefühl aus und betonte, dass sich die Stadt dem Terror nicht beugen werde. Gleichzeitig war es eine unruhige Nacht auf dem Gebiet der Ukraine; russische Angriffe trafen auch Kiew und die Region Fastiw, wo es Todesopfer unter der Zivilbevölkerung gab. „Це однозначно терористичний акт. У нас 15 людей отримують медичну допомогу. Дехто перебуває у дуже важкому стані. Одна поліцейська загинула.” (Dies ist eindeutig ein terroristischer Akt. Bei uns erhalten 15 Menschen medizinische Hilfe. Einige befinden sich in einem sehr schweren Zustand. Eine Polizistin ist ums Leben gekommen.) — Bürgermeister von Lwiw Die Lage in Lwiw bleibt angespannt, und das Stadtzentrum wurde mit einem Sicherheitskordon abgeriegelt. Technische Dienste und Pyrotechniker überprüfen umliegende Gebäude auf das Vorhandensein weiterer gefährlicher Gegenstände. Die Ermittlungen sollen klären, ob hinter dem Anschlag russische Diversionsgruppen oder lokale kriminelle Zellen mit politischem Charakter stehen. Dieser Vorfall hat das Sicherheitsgefühl in der grenznahen Region zu Polen erheblich beeinflusst.

Mentioned People

  • Andrij Sadowy — Bürgermeister von Lwiw, der die Information über den Terroranschlag und die Opfer bestätigte.
  • Robert Fico — Premierminister der Slowakei, erwähnt im Kontext der Energiespannungen mit der Ukraine.