Britische Behörden führen intensive Ermittlungen zu widerwärtigen rassistischen Akten durch, deren Opfer vier Spieler der englischen Premier League während des vergangenen Wochenendes wurden. Die Angriffe trafen Wesley Fofana von Chelsea, Hannibal Mejbri von Burnley, Tolu Arokodare von Wolverhampton sowie Romaine Mundle von Sunderland. Die Vereine und die Ligabehörden verurteilten den Online-Hass scharf und kündigten strenge Konsequenzen für die Täter an, darunter lebenslange Stadionverbote und harte strafrechtliche Sanktionen.
Vier Spieler im Visier von Angriffen
Opfer rassistischer Beleidigungen wurden Spieler von Chelsea, Burnley, Wolverhampton und Sunderland während eines einzigen Spielwochenendes.
Polizei leitet Ermittlungen ein
Die spezialisierte Einheit UKFPU begann mit der Identifizierung von Tätern, die Hassnachrichten in sozialen Medien verschicken.
Vereine kündigen Verbote an
Die Behörden der Premier League sowie der einzelnen Vereine kündigen lebenslange Stadionverbote für Personen an, die sich rassistisch verhalten.
Das vergangene Wochenende im englischen Fußball wurde von einer Serie skandalöser rassistischer Vorfälle überschattet, die Spieler verschiedener Spielklassen betrafen. Die britische Polizeieinheit für Fußballangelegenheiten UKFPU bestätigte offiziell die Einleitung von Ermittlungen nach Meldungen über Hassnachrichten, die über soziale Medien an Spieler gerichtet wurden. Die ersten Angriffe erfolgten nach dem Samstagsspiel zwischen Chelsea und Burnley, als der Abwehrspieler der „The Blues” Wesley Fofana und der Mittelfeldspieler der Gäste Hannibal Mejbri sich entschieden, Beweise für die erhaltenen Beleidigungen öffentlich zu teilen. Die Situation verschlechterte sich am Sonntag weiter, als Tolu Arokodare von Wolverhampton Wanderers und Romaine Mundle von Sunderland ins Visier von Angriffen gerieten. Alle beteiligten Vereine gaben scharfe Erklärungen ab, in denen sie das Verhalten anonymer Internetnutzer als „widerwärtig und rechtswidrig” bezeichnen. Besonders empörend war der Fall von Arokodare, der nach einem nicht verwandelten Elfmeter im Spiel gegen Crystal Palace zum Ziel rassistischer Beschimpfungen wurde. Die Behörden der Premier League und der EFL betonten, dass in der digitalen Ära die von Tätern hinterlassenen Spuren eine effektive Identifizierung ermöglichen. Die Polizei arbeitet derzeit mit den Administratoren der Social-Media-Plattformen zusammen, um Beweise zu sichern und die Schuldigen vor Gericht zu bringen. Antirassistische Organisationen weisen auf die Notwendigkeit einer strengeren Moderation im virtuellen Raum hin. Seit 2021 gelten im Vereinigten Königreich verschärfte gesetzliche Regelungen, die es Gerichten erlauben, Stadionverbote für alle Spiele im Land auch für im Internet begangene Straftaten zu verhängen. Dies war eine direkte Reaktion der Regierung auf die Hasswelle nach dem Finale der EM 2020. Experten weisen darauf hin, dass trotz zahlreicher Kampagnen wie „No Room For Racism” das Problem des Hasses im Netz nicht ab-, sondern zunimmt. Die Vereine selbst erklären ihre volle psychologische Unterstützung für die betroffenen Spieler. Vertreter der Wolverhampton Wanderers betonten, sie würden nicht ruhen, bis die für die Angriffe auf ihren Stürmer verantwortlichen Personen vollständig vor dem Justizsystem zur Verantwortung gezogen werden. Die Haltung der Spieler selbst, die Rassisten zunehmend mutiger anprangern, wird als entscheidendes Element im Kampf um einen Wandel der Fan-Kultur im Internet angesehen. „2026, it’s still the same thing, nothing changes. These people are never punished.” — Wesley Fofana 4 — Spieler wurden an einem Wochenende Opfer von Rassismus
Mentioned People
- Wesley Fofana — Abwehrspieler von Chelsea, der als einer der ersten rassistische Angriffe meldete.
- Hannibal Mejbri — Mittelfeldspieler von Burnley, Opfer von Angriffen nach dem Spiel gegen Chelsea.
- Tolu Arokodare — Stürmer von Wolverhampton Wanderers, angegriffen nach dem Spiel gegen Crystal Palace.
- Romaine Mundle — Spieler von Sunderland, Opfer von Rassismus im Internet.