Der spanische Immobiliensektor schloss das Jahr 2025 mit dem besten Ergebnis seit 18 Jahren ab und erreichte ein Volumen von 714.237 Kauf-Verkauf-Transaktionen. Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE) weisen auf einen Anstieg von 11,5 % im Jahresvergleich hin, was die derzeitige Aktivität fast mit der Zeit der Immobilienblase von 2007 gleichsetzt. Trotz steigender Preise und begrenztem Angebot bleibt die Nachfrage rekordverdächtig, angetrieben durch günstigere Finanzierung und einen dynamischen Markt im Landesinneren.
Rekordumsatz bei Wohnungsverkäufen
Im Jahr 2025 wurden 714.237 Immobilien verkauft, was einem Anstieg von 11,5 % entspricht und das höchste Ergebnis seit dem Höhepunkt der Blase im Jahr 2007 darstellt.
Historische Höchststände bei Erbschaften
Die Zahl der im Erbweg übertragenen Wohnungen erreichte einen Rekordwert von 208.000, was die demografischen und vermögensbezogenen Veränderungen in der spanischen Gesellschaft widerspiegelt.
Anstieg der Gesamtkriminalität
Trotz eines Rückgangs der Diebstähle stieg die Gesamtkriminalität um 0,8 %, mit einem signifikanten Anstieg der Zahl der Tötungsdelikte (+7,7 %) und der Cyberkriminalität (+5 %).
Der spanische Immobilienmarkt zeigt eine beispiellose Dynamik und erreichte im Jahr 2025 die Marke von 714.237 Transaktionen. Dies ist das höchste Ergebnis seit 2007, als sich der Markt auf dem Höhepunkt der historischen Blase befand. Den neuesten Daten des INE zufolge stieg der Hausverkauf um 11,5 % im Jahresvergleich. Bemerkenswert ist, dass der Haupttreiber des Wachstums nicht die traditionellen Metropolen sind, sondern das sogenannte Spanische Inland, angeführt von der Region Kastilien und León, wo ein Sprung um 18,9 % verzeichnet wurde. Parallel zum Rekordumsatz verzeichnet Spanien historische Höchststände im Bereich der Immobilienerbschaften. Im Jahr 2025 wurden über 208.000 Wohnungen im Wege der Erbschaft übertragen, was einem Anstieg von 3 % entspricht und das höchste Ergebnis in der Geschichte der Statistik darstellt. Experten des Unternehmens Solvia prognostizieren, dass die erste Hälfte des Jahres 2026 weiteren Preisdruck bringen wird, mit erwarteten Steigerungen von 6 % bis 9 %, die sich aus einem tiefgreifenden Mangel an neuem Angebot bei unvermindertem Käuferinteresse ergeben. Der spanische Immobilienmarkt brach 2008 nach dem Platzen der Spekulationsblase abrupt ein, was das Land in eine langjährige Rezession und Bankenkrise führte. Die derzeitige Rückkehr zu den Volumina aus jener Zeit wirft Fragen zur Stabilität der Wachstumsgrundlagen auf, obwohl Analysten auf eine bessere Finanzierungsstruktur als vor zwei Jahrzehnten hinweisen. Im Schatten des Immobilienbooms wurde auch die jährliche Sicherheitsbilanz veröffentlicht. Das Innenministerium meldete einen Anstieg der Gesamtkriminalität um 0,8 % im Jahr 2025. Obwohl in einigen Regionen wie Murcia ein minimaler Rückgang von 0,3 % verzeichnet wurde, sind die Statistiken zu den schwersten Straftaten besorgniserregend. Die Zahl der Tötungsdelikte stieg landesweit um 7,7 % und die Sexualstraftaten um 2,8 %. Der Haupttreiber der Kriminalstatistik bleibt jedoch die Cyberkriminalität, die einen Anstieg von über 5 % verzeichnete. „Das Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot wird den Markt während des größten Teils des Jahres 2026 bestimmen, was Käufer zwingen wird, höhere Preise zu akzeptieren.” — Vertreter von Solvia
Mentioned People
- Fernando Grande-Marlaska — Innenminister Spaniens, der von Polizeigewerkschaften für seine optimistische Interpretation der Kriminalitätsdaten kritisiert wird.