Weltmeisterin und Fahnenträgerin des deutschen Teams, Katharina Schmid, beendete ihre olympische Karriere unter dramatischen Umständen. Im Debütwettbewerb der Frauen auf der Großschanze in Predazzo belegte die erfolgreiche Athletin nur einen enttäuschenden 42. Platz und qualifizierte sich nicht für den zweiten Durchgang. Für die siebenfache Weltmeisterin ist dies ein schmerzhafter Schlag, der einen Schatten auf ihre reiche Bilanz wirft, die zwei olympische Silbermedaillen von 2018 und 2022 umfasst.

Bitterer Abschied einer Legende

Katharina Schmid beendete ihren letzten olympischen Auftritt auf Platz 42, was ihr den Start in der Finalrunde auf der Schanze in Predazzo unmöglich machte.

Debüt der Großschanze

Der Wettbewerb war der historische, erste olympische Wettkampf der Frauen auf der Großschanze, endete für die Deutschen jedoch ohne Medaille.

Trainerzukunft für Schmid

Trotz des Endes ihrer aktiven Karriere plant Schmid, Trainerin zu werden, wobei sie sich anfangs wahrscheinlich außerhalb der Strukturen des DSV engagieren wird.

Der Sonntagswettbewerb im Skispringen der Frauen auf der Großschanze bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Predazzo brachte eine enorme Enttäuschung für die deutsche Mannschaft. Katharina Schmid, die bei der Eröffnungsfeier die Fahne trug, beendete ihren letzten olympischen Start auf Platz 42. Die 30-jährige Athletin, früher unter ihrem Mädchennamen Althaus bekannt, erreichte nur 96,5 Meter, was ihr bei den schwierigen Windbedingungen den Aufstieg in die finale Top 30 unmöglich machte. Für eine Athletin dieses Kalibers, die in ihrer Sammlung sieben Weltmeistertitel hat, ist dies ein Ergebnis, das als sportliche Niederlage gewertet wird. Katharina Schmid, die jahrelang als Althaus antrat, ist eine der Pionierinnen des Frauen-Skispringens. Ihre Erfolge, darunter Silber in Pyeongchang und Peking, trugen maßgeblich zur Popularisierung dieser Disziplin in Deutschland und zur Aufnahme des Wettbewerbs auf der Großschanze ins olympische Programm bei. Das gesamte deutsche Frauenteam verlässt die Spiele ohne Medaillengewinn, eine beispiellose Situation in der Geschichte ihrer Teilnahmen. Die beste Deutsche war Agnes Reisch, die den zehnten Platz belegte, während sich auch Selina Freitag nicht in den Kampf um die Podestplätze einmischen konnte. Schmid verbarg ihre Rührung nach ihrem Sprung nicht und gab vor den Kameras zu, dass der Schmerz über ein solches Karriereende enorm sei. Trotz des sportlichen Dramas gab es bereits erste Informationen über ihre berufliche Zukunft. Horst Hüttel, Sportdirektor des DSV, deutete an, dass die Athletin ein Jobangebot als Trainerin erhalten habe, wobei sie sich zu Beginn ihres neuen Weges höchstwahrscheinlich nicht direkt mit dem nationalen Verband verbinden werde. „Das tut sehr, sehr weh. Ich bin froh, dass meine ganze Familie und meine Freunde hier bei mir sind.” — Katharina Schmid Der Wettkampf in Predazzo stand im Schatten von Kontroversen über die lotteriehaften Wetterbedingungen. Starke Windböen machten den Wettbewerb unberechenbar, was nicht nur die Deutschen, sondern auch andere Favoritinnen traf. Zur Halbzeit dominierten die Norwegerinnen mit Eirin Maria Kvandal an der Spitze. Für Schmid, die jahrelang das Rückgrat des deutschen Kaders war, sollten diese Spiele ein freudiger Höhepunkt einer großen Karriere sein, doch die Realität erwies sich als außergewöhnlich hart. Die Athletin bedauerte, dass sie sich nicht so von der Schanze verabschieden konnte, wie sie es sich erhofft hatte, betonte aber den Wert der Unterstützung ihrer Lieben in diesen schwierigen Momenten. Ergebnisse der deutschen Vertreterinnen in Predazzo (Großschanze): 10. Agnes Reisch — Top 10; 42. Katharina Schmid — Kein Aufstieg

Mentioned People

  • Katharina Schmid — Deutsche Skispringerin, siebenfache Weltmeisterin, die nach den Spielen 2026 ihre sportliche Karriere beendete.
  • Agnes Reisch — Deutsche Vertreterin, die den 10. Platz im Wettbewerb auf der Großschanze belegte.
  • Horst Hüttel — Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV).