Ein britisches Gericht hat vier Männer wegen der Führung einer organisierten kriminellen Vereinigung verurteilt, die darauf abzielte, persönliche und finanzielle Daten von Fahrgästen der Londoner U-Bahn zu erbeuten. Die Täter nutzten speziell modifizierte Geräte, sogenannte SMS-Blaster, die in rollenden Koffern versteckt und durch Bahnhöfe und Tunnel bewegt wurden. Gefälschte SMS-Nachrichten, die sich als Kurierdienste ausgaben, verleiteten die Opfer dazu, ihre Kreditkartendaten preiszugeben. Die auf diese Weise erbeuteten über 600.000 Pfund wurden durch den Kauf von Geschenkkarten gewaschen. Drei Angeklagte erhielten Freiheitsstrafen, einer eine Bewährungsstrafe.

Innovative kriminelle Methode

Die Bande nutzte modifizierte Geräte namens SMS-Blaster, die in gewöhnlichen Rollkoffern versteckt waren. Diese Geräte, die durch Bahnhöfe und Tunnel der U-Bahn bewegt wurden, sendeten automatisch Tausende gefälschte Textnachrichten an Mobiltelefone im Bereich des Mobilfunknetzes.

Mechanismus des Betrugs

Die Nachrichten gaben sich als Kurierdienste aus, informierten über eine angebliche nicht zugestellte Sendung und enthielten einen Link zu einer gefälschten Website. Die Opfer gaben dort, in der Annahme, eine Lieferung bezahlen oder bestätigen zu müssen, ihre persönlichen Daten, Adressen sowie vollständige Details ihrer Debit- und Kreditkarten an.

Geldwäsche und Urteile

Die erbeuteten Daten wurden für unbefugte Transaktionen genutzt. Der Gesamtwert der erbeuteten Mittel überstieg 600.000 Pfund. Das Geld wurde durch den massenhaften Kauf von Geschenkkarten gewaschen. Das Gericht verurteilte vier Bandenmitglieder; drei kommen ins Gefängnis, der vierte erhielt eine Bewährungsstrafe.

Umfang und Reichweite der Operation

Die kriminelle Aktivität dauerte mindestens acht Monate, von März bis Oktober 2023. Die Betrüger operierten an vielen Bahnhöfen im Zentrum Londons, darunter stark frequentierte Verkehrsknotenpunkte, wo die Dichte potenzieller Opfer am größten war.

Im Februar 2026 fällte die britische Justiz Urteile in einem aufsehenerregenden Fall einer organisierten kriminellen Gruppe, die acht Monate lang eine ausgeklügelte Phishing-Kampagne gegen Fahrgäste der Londoner U-Bahn durchführte. Die Ermittlungen ergaben, dass das Schlüsselinstrument der Betrüger speziell modifizierte Geräte, sogenannte „SMS-Blaster”, waren, die im Inneren gewöhnlicher Rollkoffer versteckt waren. Diese Koffer wurden auf verschiedenen Bahnhöfen und in Tunneln der U-Bahn bewegt, was die automatische Versendung Tausender gefälschter Textnachrichten an Mobiltelefone im Bereich des Mobilfunknetzes ermöglichte. Der Inhalt der Nachrichten betraf eine angebliche nicht zugestellte Paketlieferung und enthielt einen Link, der auf eine präparierte Website weiterleitete, die das Portal bekannter Kurierdienste imitierte. Die Opfer gaben dort, in der Annahme, eine Lieferung bestätigen oder bezahlen zu müssen, ihre persönlichen Daten, Adressen sowie vollständige Details ihrer Debit- und Kreditkarten an. Die so erlangten Informationen wurden sofort für unbefugte Transaktionen genutzt. Die auf diese Weise angesammelten Mittel, die nach endgültigen Feststellungen der Staatsanwaltschaft über 600.000 Pfund betrugen, wurden anschließend „gewaschen”. Diese Methode der Geldwäsche bestand im massenhaften Kauf von Geschenkkarten, was die Verfolgung des Geldflusses und die Identifizierung der Begünstigten erschwerte. Im Zuge des Prozesses, der mit Urteilen im Februar 2026 endete, verurteilte das Gericht vier direkt am Treiben beteiligte Männer. Drei von ihnen – der 24-jährige Yaseen Mahmood, der 24-jährige Abdulah Mohammed und der 23-jährige Sadeck Amrani – erhielten Freiheitsstrafen. Mahmood und Mohammed wurden zu jeweils vier Jahren Gefängnis verurteilt, Amrani zu zweieinhalb Jahren. Der vierte Angeklagte, der 25-jährige Mohammed El-Megrioui, der sich des Vorwurfs der Teilnahme an organisierter krimineller Tätigkeit schuldig bekannte, wurde zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung für zwölf Monate verurteilt. Die Aktivitäten der Bande, die von März bis Oktober 2023 stattfanden, konzentrierten sich auf zentrale und stark frequentierte U-Bahnhöfe, wo die Dichte potenzieller Opfer am größten war. Der Fall zeigt nicht nur die Anpassung klassischer Cyberkriminalitätsmethoden an den physischen öffentlichen Raum, sondern auch die Nutzung der Verkehrsinfrastruktur als Kanal für die Verbreitung bösartiger Nachrichten. Betrugsmethoden basierend auf SMS-Nachrichten, sogenanntes „Smishing”, wurden zu Beginn des 21. Jahrhunderts, parallel zur Verbreitung von Mobiltelefonen, zu einem verbreiteten Werkzeug von Cyberkriminellen. In Großbritannien werden jährlich Zehntausende solcher Vorfälle registriert, und die Behörden warnen regelmäßig vor gefälschten Nachrichten von Kurierdiensten, Banken und Behörden. Die Metropolitan Police und die British Transport Police führen gemeinsame Informationskampagnen unter dem Motto „Take Five to Stop Fraud” durch. Vertreter der Strafverfolgungsbehörden betonten, dass dieser Fall ein Beispiel für die wachsende Innovationskraft krimineller Gruppen sei. „This case shows how offenders are using technology in a way that bypasses traditional security measures and how vital public vigilance is.” (Dieser Fall zeigt, wie Täter Technologie auf eine Weise nutzen, die traditionelle Sicherheitsmaßnahmen umgeht, und wie wichtig die Wachsamkeit der Öffentlichkeit ist.) — Detective Sergeant Victoria McParland Sie warnen auch davor, dass ähnliche Taktiken an anderen stark frequentierten öffentlichen Orten wie Einkaufszentren oder Bahnhöfen repliziert werden könnten. Sie raten, bei Erhalt einer unerwarteten Nachricht über eine Lieferung niemals auf beigefügte Links zu klicken, sondern sich direkt beim Absender über verifizierte Telefonnummern oder Websites zu erkundigen.

Mentioned People

  • Yaseen Mahmood — 24-jähriges Bandenmitglied, zu 4 Jahren Gefängnis wegen SMS-Betrugs in der U-Bahn verurteilt.
  • Abdulah Mohammed — 24-jähriges Bandenmitglied, zu 4 Jahren Gefängnis wegen SMS-Betrugs in der U-Bahn verurteilt.
  • Sadeck Amrani — 23-jähriges Bandenmitglied, zu 2,5 Jahren Gefängnis wegen SMS-Betrugs in der U-Bahn verurteilt.
  • Mohammed El-Megrioui — 25-jähriges Bandenmitglied, das sich schuldig bekannte; zu 2 Jahren auf Bewährung verurteilt.
  • Detective Sergeant Victoria McParland — Beamtin der Metropolitan Police, die den Fall kommentierte und vor den Methoden der Täter warnte.