Neueste internationale Studien zu sozialen Einstellungen offenbaren einen tiefgreifenden weltanschaulichen Rückschritt unter Männern der Generation Z. Die Daten zeigen, dass jeder dritte junge Mann der Ansicht ist, die Ehefrau solle dem Ehemann gehorchen. Dieses Phänomen, das als „Retro-Generation“ bezeichnet wird, zeigt einen stärkeren Konservatismus bei Zwanzigjährigen als bei ihren Vätern oder Großvätern, was einen beispiellosen Wertekonflikt mit progressiven Altersgenossinnen schafft.

Renaissance des Patriarchats bei Jungen

Jeder dritte Mann der Generation Z ist der Ansicht, dass die Ehefrau dem Ehemann gehorchen sollte, ein konservativeres Ergebnis als bei älteren Generationen.

Ideologische Kluft zwischen den Geschlechtern

Während junge Männer sich dem Traditionalismus zuwenden, werden ihre Altersgenossinnen zur liberalsten Gruppe der Geschichte.

Einfluss sozialer Medien

Algorithmen, die Inhalte über toxische Männlichkeit fördern, werden als Hauptfaktor für die Herausbildung archaischer Ansichten junger Menschen genannt.

Die Ergebnisse der neuesten internationalen Studie zu sozialen Einstellungen haben eine heftige Debatte über den Zustand der modernen Männlichkeit und der Geschlechterbeziehungen ausgelöst. Die Daten zeigen eine deutliche Renaissance traditioneller Werte unter Männern der Generation Z. Dieses Phänomen, das von Kommentatoren als Rückkehr zu patriarchalen Mustern bezeichnet wird, deutet darauf hin, dass junge Männer sich angesichts der fortschreitenden Emanzipation von Frauen verloren fühlen. Jeder dritte Befragte in dieser Altersgruppe erklärt direkt, dass eine Frau in der Ehe sich dem Willen des Ehemanns unterordnen sollte. Dies ist ein höherer Wert als bei der Babyboomer-Generation, was die Theorie eines linearen Fortschritts des Liberalismus und einer unvermeidlichen Säkularisierung der Einstellungen infrage stellt. In der Soziologie wird dieses Phänomen oft mit der Theorie des sozialen Pendels in Verbindung gebracht, wonach auf Phasen intensiver Sittenwandel ein plötzlicher Schwenk zum Konservatismus als Form der Suche nach Stabilität folgt. Die Analyse der Einstellungen zeigt, dass junge Frauen derselben Altersgruppe sich genau in die entgegengesetzte Richtung bewegen und zur progressivsten Kohorte der Geschichte werden. Dies schafft eine beispiellose ideologische Kluft zwischen den Geschlechtern, die die Zukunft der Institution der Ehe und die Demografie beeinflussen könnte. Experten weisen darauf hin, dass Algorithmen sozialer Medien, die Inhalte basierend auf sogenannter toxischer Männlichkeit fördern, zur Radikalisierung junger Männer beitragen. Diese Muster, die oft komplexe soziale Probleme auf einen Geschlechterkampf reduzieren, finden bei Personen fruchtbaren Boden, die den Verlust ihres sozialen und wirtschaftlichen Status fürchten. „Siamo di fronte a una generazione retro che cerca rifugio in un passato che non ha mai conosciuto.” (Wir stehen vor einer Retro-Generation, die Zuflucht in einer Vergangenheit sucht, die sie nie gekannt hat.) — Italienischer Journalist und Schriftsteller, Autor einer Kolumne über die 'Retro-Generation'. Das Phänomen beschränkt sich nicht auf ein Land, sondern hat einen globalen Charakter und umfasst Westeuropa, Polen sowie die Vereinigten Staaten. Die steigende Unterstützung für eine traditionelle Rollenverteilung geht einher mit einer Abneigung gegen feministische Bewegungen, die von einem bedeutenden Teil junger Männer als Bedrohung für ihre Identität wahrgenommen werden. Publizisten betonen, dass das Fehlen eines konstruktiven Modells moderner Männlichkeit junge Menschen in Richtung extremer, archaischer Haltungen drängt, was letztlich zu einer Zunahme sozialer Spannungen und politischer Polarisierung führen könnte. Vieles deutet darauf hin, dass traditionelle Familienmodelle für sie zu einer attraktiven Alternative gegenüber der Unsicherheit des modernen Arbeitsmarkts und der Krise sozialer Bindungen werden. 33% — junger Männer erwartet Gehorsam von ihren Ehefrauen Die Schlussfolgerungen des Berichts legen eine Neudefinition der Bürgerbildung und psychologischen Unterstützung für junge Männer nahe. Ohne einen auf gegenseitigem Respekt basierenden Dialog könnte die wachsende Kluft zwischen der Weltanschauung von Frauen und Männern zu einem dauerhaften Zerfall des sozialen Gefüges führen. Medien betonen, dass die aktuelle Situation das Ergebnis von Versäumnissen in der öffentlichen Debatte ist, die die Ängste und Bedürfnisse junger Männer zu lange ignoriert und sie den radikalen Internetkräften überlassen hat, die einfache Antworten auf schwierige Fragen bieten.

Mentioned People

  • Massimo Gramellini — Italienischer Journalist und Schriftsteller, Autor einer Kolumne über die 'Retro-Generation'.