Die neuesten internationalen Studien zu sozialen Einstellungen enthüllen einen überraschenden Trend unter jungen Männern der Generation Z. Entgegen der allgemeinen Erwartung einer fortschreitenden Liberalisierung zeigt diese Altersgruppe die konservativsten Ansichten zu Geschlechterrollen seit Jahrzehnten. Die Daten deuten darauf hin, dass jeder dritte junge Mann der Meinung ist, die Ehefrau solle dem Ehemann gehorchen – ein höherer Wert als bei der Nachkriegs-Babyboom-Generation.

Renaissance traditioneller Werte

Männer der Generation Z zeigen konservativere Ansichten zur Ehe als ältere Generationen, einschließlich der Babyboomer.

Ideologische Geschlechterkluft

Während junge Männer nach rechts tendieren, werden Frauen derselben Generation zunehmend liberaler und progressiver.

Einfluss sozialer Medien

Algorithmen, die Inhalte über Dominanz und traditionelle Geschlechterrollen fördern, werden als Hauptfaktor für den Einstellungswandel genannt.

Die Ergebnisse der neuesten internationalen Studie zu sozialen Einstellungen haben eine hitzige Debatte über den Zustand der modernen Männlichkeit und der Geschlechterbeziehungen ausgelöst. Die Daten zeigen eine deutliche Renaissance traditioneller Werte unter Männern der Generation Z. Dieses Phänomen, von Kommentatoren als Rückkehr zu patriarchalischen Mustern bezeichnet, deutet darauf hin, dass sich junge Männer angesichts der fortschreitenden Emanzipation von Frauen verloren fühlen. Jeder dritte Befragte in dieser Altersgruppe erklärt direkt, dass eine Frau in der Ehe sich dem Willen des Mannes unterordnen sollte. Dies ist ein höheres Ergebnis als bei der Babyboom-Generation und stellt die Theorie eines linearen Fortschritts des Liberalismus und einer unvermeidlichen Säkularisierung der Einstellungen in Frage. Das Phänomen beschränkt sich nicht auf ein Land, sondern hat einen globalen Charakter und umfasst Westeuropa, Polen und die Vereinigten Staaten. In der Soziologie wird dieses Phänomen oft mit der Theorie des sozialen Pendels in Verbindung gebracht, wonach auf Perioden intensiver kultureller Veränderungen eine plötzliche Wende zum Konservatismus als Form der Suche nach Stabilität folgt. Die Analyse der Einstellungen zeigt, dass junge Frauen derselben Altersgruppe sich genau in die entgegengesetzte Richtung bewegen und zur progressivsten Kohorte der Geschichte werden. Dies schafft eine beispiellose ideologische Kluft zwischen den Geschlechtern, die die Zukunft der Institution der Ehe und die Demografie beeinflussen könnte. Experten weisen darauf hin, dass Algorithmen in sozialen Medien, die Inhalte fördern, die auf sogenannter toxischer Männlichkeit basieren, zur Radikalisierung junger Männer beitragen. Diese Muster, die oft komplexe soziale Probleme auf einen Geschlechterkampf reduzieren, finden fruchtbaren Boden bei Personen, die den Verlust ihres sozialen und wirtschaftlichen Status fürchten. Die zunehmende Unterstützung für eine traditionelle Rollenverteilung geht einher mit einer Abneigung gegen feministische Bewegungen, die von einem Großteil der jungen Männer als Bedrohung ihrer Identität wahrgenommen werden. „Siamo di fronte a una generazione retro che cerca rifugio in un passato che non ha mai conosciuto.” (Wir stehen vor einer Retro-Generation, die Zuflucht in einer Vergangenheit sucht, die sie nie gekannt hat.) — Italienischer Schriftsteller und Journalist, Kolumnist der Corriere della Sera, der das Phänomen der 'Retro-Generation' kommentiert. Publizisten betonen, dass das Fehlen eines konstruktiven Modells moderner Männlichkeit junge Menschen in Richtung extremer, archaischer Einstellungen drängt, was letztlich zu einer Zunahme sozialer Spannungen und politischer Polarisierung führen kann. Vieles deutet darauf hin, dass traditionelle Familienmodelle für sie zu einer attraktiven Alternative gegenüber der Unsicherheit des modernen Arbeitsmarktes und der Krise sozialer Bindungen werden. Forscher stellen fest, dass dieser Trend besonders stark in entwickelten Ländern ist, wo traditionelle soziale Strukturen am schnellsten erodiert sind. Die Erwartung von Gehorsam von Partnerinnen wird nicht nur als Wunsch nach Dominanz interpretiert, sondern vor allem als Ausdruck der Angst vor einer sich verändernden Welt, in der frühere Privilegien von Männern nicht mehr selbstverständlich sind. 33% — junger Männer erwartet Gehorsam von der Ehefrau

Perspektywy mediów: Hervorhebung der Emanzipation der Frauen als Erfolg und Hinweis auf den toxischen Einfluss von Algorithmen auf die Radikalisierung junger Männer. Darstellung des Phänomens als natürliche Abwehrreaktion auf eine Krise der männlichen Identität und Suche nach stabilen Fundamenten der Familie.

Mentioned People

  • Massimo Gramellini — Italienischer Schriftsteller und Journalist, Kolumnist der Corriere della Sera, der das Phänomen der 'Retro-Generation' kommentiert.