Die Lage an der pakistanisch-afghanischen Grenze eskalierte abrupt, nachdem Islamabad einen „offenen Krieg“ gegen die afghanischen Taliban erklärt hatte. Pakistan führte massive Luftangriffe auf Ziele innerhalb Afghanistans durch, darunter Kabul und Dschalalabad, und behauptet, über 300 Kämpfer getötet zu haben. Als Reaktion darauf sollen afghanische Kräfte angeblich ein pakistanisches Kampfflugzeug abgeschossen und den Piloten gefangen genommen haben. Die internationale Gemeinschaft, einschließlich der USA und der EU, ruft zur Deeskalation auf, während Washington das Recht Pakistans auf Selbstverteidigung gegen Terrorismus anerkennt.

Erklärung des offenen Krieges

Pakistan hat offiziell einen Kriegszustand mit den Taliban erklärt, nachdem es massive Luftangriffe auf Kabul und andere afghanische Städte durchgeführt hatte.

Abschuss eines Kampfjets

Afghanische Kräfte behaupten, ein pakistanisches Kampfflugzeug abgeschossen und den Piloten gefangen genommen zu haben, was eine ernste militärische Eskalation darstellt.

US-Unterstützung für Pakistan

Washington hat offiziell das Recht Pakistans auf Selbstverteidigung gegen aus Afghanistan ausgeführte Terroranschläge unterstützt.

Hunderte Opfer der Luftangriffe

Pakistanischen Quellen zufolge kamen bei den Luftangriffen über 300 mit den Taliban-Kräften in Verbindung stehende Personen ums Leben.

Die Spannungen zwischen Pakistan und dem von Taliban regierten Afghanistan haben nach einer Reihe blutiger Grenzzwischenfälle und Luftangriffe einen kritischen Punkt erreicht. Die Regierung in Islamabad hat offiziell einen Zustand des „offenen Krieges“ gegenüber den Taliban-Kräften erklärt, was eine radikale Wende in der bisherigen regionalen Politik darstellt. Laut offiziellen Mitteilungen der pakistanischen Armee und Regierung kamen bei den Luftoperationen zwischen 72 und 133 Mitglieder der Taliban-Kräfte ums Leben. Die Luftangriffe umfassten strategische Punkte in den Grenzprovinzen sowie Ziele in der Hauptstadt Kabul, was Panik in der Zivilbevölkerung und Infrastrukturschäden auslöste. Die Situation wurde am Samstagmorgen noch komplizierter, als das afghanische Verteidigungsministerium einen Erfolg bei der Abschuss eines pakistanischen Kampfjets verkündete. Obwohl Islamabad den Verlust des Flugzeugs offiziell nicht bestätigte, berichten Quellen in Afghanistan von der Gefangennahme eines Piloten, der sich über von Taliban kontrolliertem Gebiet abgesetzt haben soll. Unterdessen kam es in der Stadt Dschalalabad zu einer Reihe heftiger Explosionen, die zeitlich mit verstärkten Infanteriegefechten entlang der Durand-Linie zusammenfielen. Diese Linie bleibt seit Jahrzehnten ein Konfliktherd, da sie von Kabul als in Kolonialzeiten gezogene Grenze nicht anerkannt wird. Die Beziehungen zwischen Islamabad und den Taliban haben sich seit der Rückkehr der Fundamentalisten an die Macht im Jahr 2021 drastisch verschlechtert. Pakistan wirft Kabul vor, der Gruppe Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) Unterschlupf zu gewähren, die eine Terrorkampagne gegen den pakistanischen Staat führt.Die internationale Reaktion auf diese Ereignisse ist zweigleisig. Der Rat der Europäischen Union forderte beide Seiten auf, die Kampfhandlungen sofort einzustellen und zum Dialog zurückzukehren, und warnte vor einer Destabilisierung der gesamten südasiatischen Region. Die Vereinigten Staaten haben sich ihrerseits, durch den Sprecher des Außenministeriums, auf die Seite Pakistans gestellt und betonten dessen Recht, sein eigenes Territorium vor Angriffen von in Afghanistan basierenden bewaffneten Gruppen zu verteidigen. Durand-Linie bleibt der Ort der heftigsten Kämpfe, wo beide Armeen schwere Ausrüstung zusammenziehen. Trotz aggressiver Rhetorik gibt es Anzeichen für mögliche diplomatische Kanäle. Vertreter der Taliban signalisierten Verhandlungsbereitschaft, während Pakistan jedoch jeden direkten Dialog mit den derzeitigen Machthabern in Kabul ausschloss, solange diese keine TTP-Führer ausliefern. Experten weisen darauf hin, dass Pakistan sich in seinen Kalkulationen verschätzt hat, als es nach Jahren der Unterstützung ihres Aufstands gegen NATO-Truppen auf die Loyalität der Taliban zählte. Die derzeitige Eskalation zeigt, dass die Interessen beider Seiten völlig auseinandergegangen sind, was einen langwierigen konventionellen Konflikt mit unvorhersehbaren Folgen für die globale Sicherheit droht. „This is no longer just a counter-terrorism operation; it is an open war against those who violate our sovereignty.” (Dies ist nicht länger nur eine Anti-Terror-Operation; es ist ein offener Krieg gegen diejenigen, die unsere Souveränität verletzen.) — Regierungssprecher Pakistans

Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die humanitäre Katastrophe und die Ineffektivität der Politik Islamabads, die einst die Taliban unterstützte. Konservative Medien unterstreichen die Notwendigkeit eines harten Durchgreifens gegen Terrorismus und das Recht des Staates, seine Grenzen zu schützen.