Der französische Haushaltsgeräte-Gigant Groupe Seb hat einen Restrukturierungsplan angekündigt, der weltweit bis zu 2100 Arbeitsplätze abbauen soll, angesichts des starken Wettbewerbs aus Asien. Gleichzeitig kündigte der Vatikan eine diplomatische Offensive von Papst Leo XIV. an, die unter anderem einen historischen Besuch in Monaco und eine Pilgerreise nach Algerien umfasst. Im Hintergrund der wirtschaftlichen und religiösen Ereignisse kämpft Frankreich mit den Folgen von Rekordüberschwemmungen, die in den westlichen Départements des Landes langsam zurückgehen.
Stellenabbau bei der Groupe Seb
Das Unternehmen wird bis 2027 weltweit 2100 Arbeitsplätze abbauen und strebt Einsparungen in Höhe von 200 Millionen Euro an.
Historische Papstreisen
Leo XIV. wird Ende März Monaco und im April Algerien besuchen, was eine diplomatisch bedeutsame Bewegung ist.
Ende der Hochwasseralarme
Die französischen Wetterdienste haben die höchste Alarmstufe aufgehoben, doch der Wasserstand im Westen des Landes sinkt nur langsam.
EU-Unterstützung für Winzer
Die Europäische Kommission wird 40 Millionen Euro Hilfsgelder für den Weinsektor freigeben, der unter geopolitischem Druck steht.
Die französische Wirtschaft steht vor schweren strukturellen Herausforderungen, wie die jüngsten Entscheidungen der Groupe Seb, Eigentümerin von Marken wie Tefal, Moulinex oder Rowenta, bestätigen. Das Unternehmen kündigte einen Stellenabbau von fast 7 Prozent an, was weltweit einem Verlust von 2100 Arbeitsplätzen entspricht, darunter 500 in Frankreich. Laut dem Generaldirektor, Stanislas de Gramont, ist dieser Schritt notwendig, um die Rentabilität nach einem schwierigen Jahr 2025 wiederherzustellen und sich an die aggressive Preispolitik asiatischer Handelsplattformen anzupassen. Die Unternehmensleitung betont jedoch, dass die Kürzungen in Frankreich auf dem Prinzip der Freiwilligkeit basieren und nicht direkt die Produktionslinien betreffen werden. Im Bereich der Diplomatie bereitet der Heilige Stuhl eine Reihe beispielloser Ereignisse vor. Papst Leo XIV., der im Mai 2025 gewählt wurde, wird am 28. März einen eintägigen Besuch in Monaco absolvieren. Es wird der erste Besuch eines Oberhaupts der katholischen Kirche in diesem Fürstentum in der Neuzeit sein. Eine noch stärkere politische Bedeutung soll die für April geplante Reise nach Algerien haben, wo der Islam Staatsreligion ist. Der päpstliche Zeitplan umfasst auch Angola, Kamerun und Äquatorialguinea, was eine starke Öffnung des Vatikans gegenüber dem afrikanischen Kontinent signalisiert. Seit den 1960er Jahren, als Papst Paul VI. die modernen Auslandsreisen initiierte, sind apostolische Besuche zu einem Schlüsselinstrument der Vatikan-Diplomatie geworden, das über rein seelsorgerische Ziele hinausgeht.Gleichzeitig lässt die hydrologische Gefahr in Frankreich nach. Die Dekrue im Einzugsgebiet der Charente und der Maine ermöglichte die Aufhebung der höchsten Wetterwarnstufe. Trotz der Wetterverbesserung sind die Verluste der lokalen Unternehmen erheblich, und die Europäische Kommission hat bereits eine Soforthilfe in Höhe von 40 Millionen Euro für französische Weinproduzenten angekündigt, die zusätzlich mit US-Zöllen und einem Nachfragerückgang zu kämpfen haben. „Cette visite s'inscrit dans la continuité des liens séculaires qui unissent la dynastie des Grimaldi aux Successeurs de Pierre.” — Leo XIV.
Mentioned People
- Léon XIV — Papst, der im Mai 2025 gewählt wurde und für 2026 zahlreiche Auslandsreisen plant.
- Stanislas de Gramont — Generaldirektor der Groupe Seb, verantwortlich für den Restrukturierungsplan des Unternehmens.
- Christophe Hansen — EU-Kommissar für Landwirtschaft, kündigte Hilfe für französische Landwirte und Winzer an.
- Gisèle Pelicot — Autorin des Bestsellers "Et la joie de vivre", Opfer eines aufsehenerregenden Vergewaltigungsprozesses.