Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen hat vorgezogene Parlamentswahlen für den 24. März 2026 ausgerufen, was eine Reaktion auf den Streit mit Donald Trump über Grönland ist. Gleichzeitig kündigte die isländische Regierung an, in den kommenden Monaten ein landesweites Referendum über die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union abzuhalten und verwies auf die wachsende Bedeutung regionaler Sicherheit und wirtschaftlicher Stabilität angesichts der Spannungen in der Arktis.
Wahlen in Dänemark am 24. März
Premierministerin Frederiksen zieht die Abstimmung um mehrere Monate vor, als Reaktion auf die diplomatische Krise mit den USA bezüglich des Souveränitätsstatus von Grönland.
Vermögenssteuer
Der Regierungsvorschlag, der eine Milliarde Dollar an Einnahmen aus neuen Belastungen für die Reichsten vorsieht, soll zum Fundament des Wirtschaftsprogramms der Koalition werden.
Island näher an der EU
Die Ankündigung eines Referendums über die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit Brüssel wird durch Sicherheitsbedenken in der Arktis und die wirtschaftliche Stabilität des Landes motiviert.
Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen hat beschlossen, vorgezogene Parlamentswahlen abzuhalten und deren Termin auf den 24. März 2026 festgelegt. Diese Entscheidung, die mehrere Monate vor dem verfassungsrechtlichen Termin bekannt gegeben wurde, wird direkt mit den Spannungen zwischen Kopenhagen und Washington in Verbindung gebracht. Auslöser des Konflikts waren die erneuerten Ansprüche der Regierung von Donald Trump auf Grönland, was die dänische Regierung zwang, nationale Einheit zu demonstrieren und ein neues gesellschaftliches Mandat in Souveränitätsfragen zu erhalten. Frederiksen kündigte außerdem die Einführung einer neuen Vermögenssteuer in Höhe von einer Milliarde Dollar an, die den Haushalt aufstocken und zur Finanzierung sozialer Reformen beitragen soll, was ein zentraler Punkt ihres Wahlkampfs ist. Dänemark übt seit 1814 die Souveränität über Grönland aus, wobei die Insel über weitreichende Autonomie verfügt. Im Jahr 2019 äußerte Donald Trump erstmals öffentlich den Wunsch, die Insel zu kaufen, was von der dänischen Diplomatie damals als absurde Idee bezeichnet wurde. Parallel zu den Ereignissen in Dänemark finden wichtige Veränderungen in der Außenpolitik Islands statt. Der Premierminister des Landes signalisierte eine Beschleunigung der Arbeiten an einem Referendum über die Rückkehr zu Beitrittsgesprächen mit der Europäischen Union. Der Kurswechsel Reykjavíks ergibt sich aus dem Gefühl einer militärischen Bedrohung in der Arktisregion sowie aus Dilemmata bezüglich der Versorgungssicherheit und Währungsstabilität. Das Referendum soll in den kommenden Monaten stattfinden, und sein Ergebnis wird über die geopolitische Zukunft der Insel entscheiden, die derzeit Mitglied der NATO ist, aber nicht zu den Gemeinschaftsstrukturen gehört. „Det er tid til, at danskerne beslutter, hvilken retning vores land skal tage i disse usikre tider.” — Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen In der Region wurden auch auf den Färöer-Inseln Veränderungen angekündigt, wo der Premierminister Wahlen für den 26. März geplant hat, was auf eine koordinierte politische Bewegung im gesamten dänischen Reichsverband (Rigsfællesskabet) hindeutet. Die öffentliche Debatte in Skandinavien konzentriert sich derzeit auf den Schutz der territorialen Integrität und die Stärkung europäischer Bündnisse als Gegengewicht zur unberechenbaren Politik der Großmächte. Experten weisen darauf hin, dass das Ergebnis der März-Abstimmungen das Kräfteverhältnis im Norden des Kontinents dauerhaft verändern könnte.
Mentioned People
- Mette Frederiksen — Die dänische Premierministerin, die angesichts eines territorialen und wirtschaftlichen Streits vorgezogene Parlamentswahlen angekündigt hat.
- Donald Trump — Der US-Präsident, dessen Interesse an Grönland zum Auslöser für politische Veränderungen in Dänemark wurde.