Die europäischen Finanzmärkte wurden von den Jahresberichten der Schlüsselakteure im Telekommunikations-, Energie- und Industriesektor dominiert. Telecom Italia (TIM) kündigte ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 400 Millionen Euro sowie eine Aktienzusammenlegung an und erfüllte damit alle finanziellen Ziele. Gleichzeitig meldete das spanische Unternehmen Endesa, das zur Enel-Gruppe gehört, einen 18-prozentigen Anstieg des Nettogewinns auf 2,35 Milliarden Euro und plant Rekordinvestitionen in Übertragungsnetze bis 2028.
Strategie von Telecom Italia
Das Unternehmen kündigte einen Aktienrückkauf von 400 Millionen Euro, eine Aktienzusammenlegung und eine Schuldenreduzierung auf 6,9 Milliarden Euro nach einem erfolgreichen Jahr 2025 an.
Rekorde des Energieriesen Endesa
Der spanische Gigant steigerte seinen Gewinn um 18 % und plant Investitionen von über 10 Milliarden Euro in die Netzinfrastruktur.
Gute Phase für Saipem
Der Ingenieurskonzern übertraf die Prognosen mit einem Umsatz von 15,5 Milliarden Euro und kündigt eine Dividende an.
Wachstum im Yachtsektor
Die Ferretti Group meldet ein Wachstum des Auftragsbestands und einen Umsatz von über 1,2 Milliarden Euro.
Telecom Italia (TIM) bestätigte eine solide finanzielle Verfassung für das Jahr 2025 mit einem Umsatz von 13,7 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 2,7 Prozent im Jahresvergleich entspricht. EBITDA nach Leasing stieg um 6,5 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Der von CEO Pietro Labriola geführte Vorstand kündigte einen geplanten Buyback in Höhe von 400 Millionen Euro sowie eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 1 zu 10 an. Labriola betonte, das Unternehmen sei nun finanziell stärker, was eine Rückkehr zur Politik der Aktionärsvergütung mit einer möglichen Dividende im Jahr 2027 ermögliche. Seit der Privatisierung im Jahr 1997 kämpfte der italienische Telekommunikationssektor mit hoher Verschuldung und starkem Wettbewerb, was den nationalen Betreiber zu zahlreichen Restrukturierungen und Eigentümerstrategiewechseln zwang. Im Energiesektor konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf das spanische Unternehmen Endesa, das vom italienischen Enel kontrolliert wird. Das Unternehmen verzeichnete einen Nettogewinn von 2,35 Milliarden Euro und kündigte einen ehrgeizigen Investitionsplan im Wert von 10,6 Milliarden Euro für die Jahre 2026–2028 an. Diese Mittel sollen vor allem für die Modernisierung der Stromnetze und die Unterstützung von Rechenzentren verwendet werden, vorausgesetzt, die staatlichen Regulierungen bleiben stabil. Der italienische Ingenieursgigant Saipem schloss das Jahr 2025 mit einem Umsatz von über 15,5 Milliarden Euro ab, was den Vorstand zu Prognosen über eine weitere Rentabilitätssteigerung im kommenden Zyklus veranlasste. 10,6 mld € — betragen die Investitionen von Endesa bis 2028 Positive Signale kamen auch vom Luxusgütermarkt. Die Ferretti Group, ein Yachthersteller, steigerte ihren Umsatz um 5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro und verzeichnete einen starken Anstieg der Aufträge für maßgeschneiderte Einheiten. Trotz einer schwächeren Börsensitzung in Mailand, wo zunächst Banken verloren, verbesserten die Ergebnisse von Ferrari und steigende US-Terminkontrakte die Stimmung. Auch der Konzern Enel kündigte eigene Pläne an und will bis 2028 insgesamt 53 Milliarden Euro investieren, wobei der Schwerpunkt auf der Energiewende und der Digitalisierung der Infrastruktur liegt. Nettogewinne ausgewählter Unternehmen im Jahr 2025: Endesa: 2.35, Saipem: 0.31, Ferretti Group: 0.09
Mentioned People
- Pietro Labriola — CEO von Telecom Italia (TIM)
- Flavio Cattaneo — CEO des Konzerns Enel
- Alberto Galassi — CEO der Ferretti Group