Das chinesische Biotechnologieunternehmen Frontier Biotechnologies hat einen globalen, exklusiven Lizenzvertrag mit dem britischen Pharmariesen GSK geschlossen. Die Vereinbarung betrifft die Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Kommerzialisierung zweier experimenteller Therapien auf Basis kleiner interferierender RNA (siRNA), die auf Nierenerkrankungen abzielen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters könnte der Vertrag bis zu 1 Milliarde US-Dollar wert sein, einschließlich Vorab-, Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren. Beide Unternehmen bestätigten die Unterzeichnung der Dokumente am Montag in einer Pressemitteilung.
Globale exklusive Lizenz
Der britische GSK hat weltweit exklusive Rechte an zwei experimentellen RNA-Therapien des Unternehmens Frontier Biotech erhalten, die auf der Technologie kleiner interferierender RNA basieren.
Vertragswert bis zu einer Milliarde Dollar
Laut Informationen von Reuters könnte die Vereinbarung, einschließlich Vorabzahlungen, Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren aus künftigen Verkäufen, bis zu 1 Milliarde US-Dollar wert sein.
Therapien für Nierenerkrankungen
Die beiden Therapien, die Gegenstand des Vertrags sind, sind für die Behandlung von Nierenerkrankungen bestimmt, obwohl ihre detaillierten Indikationen nicht öffentlich bekannt gegeben wurden.
Kursanstieg bei Frontier Biotech
Das Unternehmen Frontier Biotechnologies ist an der Börse in Shanghai unter dem Symbol 688221.SS notiert. Nach Bekanntgabe der Transaktion könnte es zu erheblichen Veränderungen in der Bewertung seiner Aktien gekommen sein.
Das chinesische Biotechnologieunternehmen Frontier Biotechnologies Inc. hat am Montag einen globalen, exklusiven Lizenzvertrag mit dem britischen Pharmakonzern GSK geschlossen. Die Vereinbarung betrifft die Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Markteinführung zweier experimenteller Therapien auf Basis der kleinen interferierenden RNA (siRNA)-Technologie, die auf die Behandlung von Nierenerkrankungen abzielen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters, die als einzige eine Schätzung des Wertes lieferte, könnte der Vertrag insgesamt bis zu 1 Milliarde US-Dollar wert sein, einschließlich Vorabzahlungen, Meilensteinzahlungen und künftiger Lizenzgebühren aus dem Verkauf.
Die siRNA-Technologie, für deren Entdeckung Andrew Fire und Craig Mello 2006 den Nobelpreis erhielten, revolutionierte die Forschung zur Genregulation. Das erste auf siRNA basierende Medikament, Patisiran, wurde 2018 zur Behandlung der Transthyretin-Amyloidose zugelassen und ebnete den Weg für eine ganze neue Klasse von Therapeutika. Seitdem investieren große Pharmaunternehmen wie Novartis oder Roche aktiv in diesen Bereich durch Partnerschaften und Übernahmen. Die Information über die Vertragsunterzeichnung wurde am Montag, den 24. Februar 2026, über eine von PR Newswire verbreitete Pressemitteilung bekannt gegeben. Der Hauptsitz von Frontier Biotechnologies befindet sich in Nanjing, China, und seine Aktien werden an der Börse in Shanghai (SSE) unter dem Symbol 688221.SS gehandelt. Für das Unternehmen ist dies eine strategische Partnerschaft, die eine bedeutende Finanzierung für weitere Forschung sowie eine globale Reichweite für die Kommerzialisierung sicherstellen kann. Für GSK stellt die Transaktion hingegen einen Teil einer breiteren Strategie zur Stärkung des Portfolios im Bereich fortschrittlicher Therapien und Spezialmedikamente dar. Die detaillierten therapeutischen Indikationen für die beiden RNA-Moleküle, die Gegenstand des Vertrags sind, wurden nicht öffentlich bekannt gegeben.
„Frontier Biotechnologies Inc. (hereinafter referred to as "Frontier Biotech" or "the Company") has entered into an exclusive licensing agreement with GSK, a global biopharma company.” (Frontier Biotechnologies Inc. (im Folgenden ) — Frontier Biotechnologies Inc. Struktur des potenziellen Vertragswertes: Gesamter potenzieller Vertragswert: Nicht offengelegt → bis zu 1 Mrd. USD; Rechte an den Therapien: Frontier Biotech → GSK (globale exklusive Lizenz); Therapeutischer Bereich: Forschungsentwicklung → Nierenerkrankungen (2 siRNA-Therapien) Die Transaktion fügt sich in den globalen Trend ein, bei dem große Pharmaunternehmen innovative Technologien von kleineren, biotechnologischen Partnern, oft aus Asien, erwerben. Diese Zusammenarbeit spiegelt den wachsenden Wettbewerb im Bereich der auf Nukleinsäuren basierenden Medikamente wider, die als eine der wichtigsten zukünftigen therapeutischen Plattformen gelten.
Perspektywy mediów: In auf Investitionen und Technologie ausgerichteten Medien wird der Vertrag als bedeutender Erfolg chinesischer Innovation und Beweis für die globale Wettbewerbsfähigkeit des asiatischen Biotech-Sektors dargestellt werden. Konservative Kommentare könnten sich auf das Risiko der Weitergabe fortschrittlicher Technologien außerhalb des Landes und auf die Abhängigkeit von einem ausländischen Konzern bei der Kommerzialisierung konzentrieren.
Mentioned People
- Sri Hari N S — Journalist der Nachrichtenagentur Reuters aus dem Büro in Bengaluru, der den ursprünglichen Bericht über den Vertrag verfasste.