Nach der Fusion von Sławomir Mentzens Partei Nowa Nadzieja mit der Gruppierung Imperium Kontratakuje trat eine neue Satzung in Kraft. Das von der "Rzeczpospolita" beschriebene Dokument verleiht dem Parteivorsitzenden, also Mentzen, außergewöhnliche Kompetenzen. Ihm zufolge kann er eigenständig Mitglieder aufnehmen, wobei er Standardverfahren umgeht, und einzigartig Disziplinarstrafen verhängen, einschließlich des Ausschlusses aus der Partei. Solche Befugnisse sind in der polnischen Politik beispiellos und lösen Kontroversen unter Aktivisten aus, die sie mit absoluter Macht vergleichen.
Fusion und neue Satzung
Die Partei Nowa Nadzieja von Sławomir Mentzen wurde formell der Partei Imperium Kontratakuje angeschlossen. Infolge dieser technischen Änderung trat die Satzung der neuen Einheit in Kraft, die die Position des Vorsitzenden der Gruppierung erheblich stärkt.
Außergewöhnliche Befugnisse des Vorsitzenden
Die Satzung gewährt dem Vorsitzenden der Partei, Sławomir Mentzen, die Kompetenz, eigenständig Mitglieder unter Umgehung von Prüfungen und Empfehlungen aufzunehmen sowie einzigartig Disziplinarstrafen zu verhängen, einschließlich des Ausschlusses aus der Partei. Diese Entscheidungen treten sofort in Kraft.
Ursprung der Änderungen und Kontroversen
Die Änderungen sind eine Folge der Löschung von Nowa Nadzieja aus dem Parteiregister durch das Gericht im November aufgrund der verspäteten Einreichung des Finanzberichts. Die Fusion und die neue Satzung ermöglichen es Mentzen, die Folgen der Auflösung der alten Partei zu umgehen, während sie ihm gleichzeitig eine Macht verleihen, die Medien mit den Befugnissen autoritärer Führer vergleichen.
Reaktionen und Vergleiche
Mentzens Befugnisse wurden in den Medien mit der Macht der Führer der Hauptparteien in Polen verglichen. Journalisten und Kommentatoren weisen darauf hin, dass der Umfang seiner Kompetenzen sogar den übertrifft, für den Jarosław Kaczyński von PiS oder Donald Tusk von KO bekannt waren, was Bedenken hinsichtlich der innerparteilichen Demokratie aufkommen lässt.
Die neue Satzung der Partei Imperium Kontratakuje, mit der sich Sławomir Mentzens Nowa Nadzieja vereinigt hat, verleiht ihrem Vorsitzenden Befugnisse von beispiellosem Umfang in der polnischen politischen Landschaft. Das Dokument erlaubt es Mentzen, eigenständig beliebige Personen in die Partei aufzunehmen, wobei er das Standardverfahren – bestehend aus Prüfung, Probezeit und Empfehlung der lokalen Gremien – umgeht. Eine auf diese Weise aufgenommene Person erhält automatisch den Status eines Aktivisten. Darüber hinaus erhält der Vorsitzende das Recht, einzigartig Disziplinarstrafen zu verhängen, einschließlich des Ausschlusses von Mitgliedern aus der Gruppierung. Diese Entscheidungen treten am Tag ihrer Verkündung in Kraft, ohne dass eine Konsultation oder ein Einspruch notwendig ist. Wie die "Rzeczpospolita" feststellt, gibt dies dem Führer der Konfederacja die Möglichkeit, gleichzeitig die personelle Zusammensetzung der Partei zu gestalten und interne Gegner zu eliminieren. Die Änderungen sind eine direkte Folge der rechtlichen Probleme von Nowa Nadzieja. Im März 2025 legte die Partei ihren Finanzbericht für das Vorjahr nicht fristgerecht vor. Restriktive Vorschriften sehen die Auflösung der Gruppierung bereits bei geringfügiger Fristüberschreitung vor, was auch geschah – im November strich das Gericht Nowa Nadzieja aus dem Register politischer Parteien. Obwohl die Partei gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt hat, stellen die Fusion mit Imperium Kontratakuje und die Annahme der neuen Satzung eine Absicherung gegen ihre endgültige Auflösung dar. Im polnischen Rechtssystem sind politische Parteien als Vereine registriert und unterliegen dem Gesetz – Vereinsgesetz sowie dem Gesetz über politische Parteien. Die Satzungen der Parteien müssen rechtmäßig sein, lassen jedoch große Freiheit bei der Gestaltung der internen Struktur und der Gewaltenteilung. Traditionell werden in polnischen Parteien, selbst in solchen mit einer starken Führungspersönlichkeit, Schlüsselentscheidungen in Personal- und Disziplinarfragen kollegial getroffen – durch den Vorstand, ein Parteigericht oder die Mitgliederversammlung. Die Medien betonen, dass der Mentzen eingeräumte Machtumfang die Befugnisse übersteigt, für die andere einflussreiche polnische Politiker bekannt waren. Wie die "Rzeczpospolita" schreibt, kann Mentzen auf eine Macht zurückgreifen, "die nicht einmal Jarosław Kaczyński und Donald Tusk haben, denen ein führungsstarker Managementstil vorgeworfen wird". Besonders kontrovers ist der Mechanismus des einstimmigen Ausschlusses, der dazu dienen kann, die Parteireihen von für den Führer unbequemen Personen zu säubern. Aktivisten innerhalb des konföderierten Umfelds sollen Bedenken hinsichtlich dieser Übergangsbestimmungen äußern, insbesondere bezüglich der Wahl neuer nationaler Parteiorgane. Die neue Satzung stellt daher nicht nur eine Lösung für administrative Probleme dar, sondern verändert auch die Machtverhältnisse in einer der Schlüsseloppositionsgruppierungen erheblich.
Mentioned People
- Sławomir Mentzen — Vorsitzender der Partei Nowa Nadzieja, einer der Führer der Konfederacja.
- Jarosław Kaczyński — Vorsitzender der Partei Recht und Gerechtigkeit, oft für seine starke Position in der Partei kritisiert.
- Donald Tusk — Vorsitzender der Bürgerplattform, Führer der Bürgerkoalition.