Präsident Donald Trump hat ein Dekret unterzeichnet, das die Sicherung der nationalen Lieferketten von elementarem Phosphor und Glyphosat anordnet und sich dabei auf nationale Sicherheitserwägungen beruft. Diese auf dem Verteidigungsproduktionsgesetz basierende Entscheidung zielt darauf ab, Lieferketten zu unterstützen, die für das Militär und die Landwirtschaft entscheidend sind. Gleichzeitig führt Washington hinter den Kulissen Gespräche mit dem Umfeld von Raúl Castro über die Zukunft Kubas, das nach der Verhängung US-amerikanischer Sanktionen mit einer drastischen Treibstoffkrise kämpft.

Rohstoffsicherheit der USA

Donald Trump unterzeichnete ein Dekret, das den Defense Production Act nutzt, um die inländische Produktion von Phosphor und dem Herbizid Glyphosat zu schützen.

Geheime Gespräche mit Kuba

Außenminister Marco Rubio führt inoffizielle Gespräche mit dem Enkel von Raúl Castro und umgeht dabei die formalen Strukturen der Regierung in Havanna.

Lähmung der kubanischen Wirtschaft

US-Sanktionen auf Öl haben zum Rückzug des Unternehmens Sherritt und zur Einstellung der Müllabfuhr in der Hauptstadt Kubas geführt.

Präsident Donald Trump unterzeichnete am Mittwoch eine Durchführungsverordnung, die Befugnisse aus dem Defense Production Act (DPA) nutzt. Ziel ist die Sicherung der Lieferungen von elementarem Phosphor und Glyphosat, einem Schlüsselbestandteil von Herbiziden, die in der US-Landwirtschaft massenhaft eingesetzt werden. Das Weiße Haus argumentiert, dass die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten die Ernährungssicherheit des Landes gefährdet, zumal in den USA derzeit nur ein Hersteller von Glyphosat tätig ist. Phosphor ist wiederum für die Produktion von Munition und anderen militärischen Anwendungen unerlässlich, was den Einsatz von Verteidigungsinstrumenten in der Wirtschaft rechtfertigt. Das Verteidigungsproduktionsgesetz wurde 1950 während des Koreakrieges verabschiedet. Im 21. Jahrhundert wurde es unter anderem von den Regierungen Trump und Biden genutzt, um die Produktion von medizinischer Ausrüstung und Impfstoffen während der COVID-19-Pandemie zu beschleunigen. Parallel zu den wirtschaftlichen Maßnahmen intensiviert das Außenministerium unter der Leitung von Marco Rubio den Druck auf das kommunistische Regime in Havanna. Laut Berichten des Portals Axios führt der Außenminister geheime Gespräche mit Raúl Guillermo Rodríguez Castro, dem Enkel und engen Mitarbeiter des 94-jährigen Raúl Castro. US-Beamte bezeichnen diese Kontakte als „Gespräche über die Zukunft”, die die offiziellen Kanäle der Regierung von Präsident Miguel Díaz-Canel umgehen. Die Situation auf der Insel ist kritisch: Beschränkungen der Öllieferungen aus Venezuela haben zu einem Verkehrskollaps und zum Rückzug ausländischer Investoren wie des kanadischen Unternehmens Sherritt International geführt. „Ich würde das nicht als Verhandlungen bezeichnen, sondern eher als Gespräche über die Zukunft der Insel.” — Beamter der Trump-Regierung Die Treibstoffkrise hat den kubanischen Tourismus und die kommunale Wirtschaft direkt getroffen. In Havanna türmen sich aufgrund von Kraftstoffmangel für Müllfahrzeuge Berge von Abfällen auf den Straßen, und die Ferienorte in Varadero sind leer. Der Druck aus Washington scheint darauf abzuzielen, durch die tiefste wirtschaftliche Krise seit Jahrzehnten auf der Insel rasche politische Veränderungen zu erzwingen. Situation in Havanna: Müllfahrzeugflotte: Einsatzfähige Fahrzeuge: 44, Stillgelegte Fahrzeuge: 62 Liberale Medien betonen die Kontroversen um die gesundheitliche Schädlichkeit von Glyphosat und die humanitären Auswirkungen der Energiesperre gegen Kuba. | Konservative Medien legen den Fokus auf die Rohstoffsouveränität der USA und die Wirksamkeit einer harten Politik gegenüber kommunistischen Regimen.

Mentioned People

  • Donald Trump — Präsident der USA, der ein Dekret zum Schutz der strategischen chemischen Produktion unterzeichnete.
  • Marco Rubio — Außenminister der USA, der Hintergrunddiplomatie mit dem Umfeld der Castro-Familie führt.
  • Raúl Guillermo Rodríguez Castro — Enkel von Raúl Castro, bekannt als El Cangrejo, Teilnehmer an geheimen Gesprächen mit Washington.