Die Finanzmärkte in den Vereinigten Staaten und weltweit reagierten mit heftiger Volatilität auf den viralen Bericht von Citrini Research, der eine globale Rezession durch Künstliche Intelligenz vorhersagt. Die Veröffentlichung „Krise der Intelligenz 2028“ prognostiziert Massenarbeitslosigkeit unter Büroangestellten und einen Konsumkollaps. Während Ökonomen des Weißen Hauses diese Prognosen als „Science-Fiction“ bezeichnen, verzeichneten die Kurse von Softwaregiganten wie Workday oder GoDaddy angesichts von Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit ihrer Geschäftsmodelle deutliche Rückgänge.
Dystopische Vision von Citrini Research
Der Bericht prognostiziert Massenentlassungen von White-Collar-Arbeitern und eine Konsumkrise bis 2028, was Panik an der Wall Street auslöste.
Heftige Reaktion des Software-Sektors
Die Aktien von Unternehmen wie Workday und GoDaddy fielen um 7-10 % nach schwächeren Umsatzprognosen und Bedenken hinsichtlich des KI-Wettbewerbs.
Warnungen des JPMorgan-Chefs
Jamie Dimon vergleicht das aktuelle Marktverhalten mit den „dummen finanziellen Entscheidungen“ der Jahre 2005-2007 vor dem Ausbruch der großen Krise.
Stellenabbau bei WiseTech
Das Unternehmen kündigte die Streichung von 2000 Stellen an und erklärte, dass die KI-Automatisierung die Ära des traditionellen Software-Engineerings beende.
Die globalen Aktienmärkte gerieten unter starken Druck nach der Veröffentlichung einer Studie von Citrini Research, die ein katastrophales Wirtschaftsszenario bis 2028 darstellte. Den Autoren zufolge, James van Geelen und Alap Shah, wird die rasante Automatisierung zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA auf 10,2 % führen, wobei vor allem sogenannte White-Collar-Arbeiter betroffen sein werden. Der Bericht legt nahe, dass ein Einkommensrückgang bei den bestverdienenden Berufsgruppen eine deflationäre Kaskade auslösen wird, die die Kreditbedienung unmöglich macht und zu einem Crash vergleichbar mit 2008 führt. Diese Informationen lösten einen sofortigen Ausverkauf im Software- und Finanzdienstleistungssektor aus und trafen Unternehmen wie American Express oder ServiceNow. Als Reaktion auf die Marktpanik meldeten sich Vertreter von Finanzinstituten und der Regierung zu Wort. Unabhängige Ökonomen und Marktanalysten kritisierten den Bericht und wiesen darauf hin, dass er grundlegende ökonomische Prinzipien verletzt, indem er die historische Korrelation zwischen Produktivitätswachstum und Schaffung neuer Arbeitsplätze ignoriert. Eine ähnliche Position bezog Citadel Securities und wies darauf hin, dass Regierungen wahrscheinlich mit Regulierungen und fiskalischen Anreizen reagieren werden, um die Auswirkungen des technologischen Wandels abzufedern. Dennoch bleibt die Stimmung angespannt, was durch die Worte von Jamie Dimon, dem Chef von JPMorgan Chase, bestätigt wird, der besorgniserregende Ähnlichkeiten zwischen der aktuellen Anlageeuphorie und der Zeit vor der Finanzkrise vor zwei Jahrzehnten sieht. Historisch gesehen löste jede Welle technologischer Innovationen, von der Dampfmaschine bis zum Personal Computer, Angst vor massiver struktureller Arbeitslosigkeit aus. Dennoch wurden diese Technologien langfristig zur Grundlage neuer Industriezweige, erhöhten den allgemeinen Lebensstandard und die Beschäftigung.Die Lage an den Börsen versuchte das Startup Anthropic zu stabilisieren, indem es neue Partnerschaften mit Giganten wie Thomson Reuters oder Slack ankündigte. Die Vorstellung konkreter KI-Werkzeuge, die Mitarbeiter im Investment Banking und HR unterstützen, nicht ersetzen sollen, brachte eine vorübergehende Erholung der Kurse einiger Technologieunternehmen. Gleichzeitig richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf den bevorstehenden Finanzbericht des Unternehmens Nvidia, der als ultimativer Glaubwürdigkeitstest für den anhaltenden KI-Boom angesehen wird. 10,2% — prognostizierte US-Arbeitslosenquote laut BerichtAus gesellschaftlicher Perspektive werden die Befürchtungen vor Automatisierung zur Realität. Der Mercer Global Talent Trends Report zeigt, dass 40 % der Arbeitnehmer Angst haben, ihren Job an KI zu verlieren, was sich in einem realen Rückgang der Loyalität und beruflichem Burnout niederschlägt. Unternehmen wie WiseTech Global kündigen bereits jetzt die Streichung von 2000 Stellen an und argumentieren, dass die Ära des manuellen Code-Schreibens durch Programmierer zu Ende geht. Die Dynamik dieser Veränderungen stellt die Stabilität von Portfolios mit Leveraged Loans in Frage, wo Analysten von UBS im schlimmsten Fall einen Anstieg der Ausfallquote auf 15 % prognostizieren.
Mentioned People
- Jamie Dimon — Vorsitzender von JPMorgan Chase, der vor riskantem Verhalten auf dem Finanzmarkt warnt.
- James van Geelen — Gründer von Citrini Research und Mitautor des Berichts „The 2028 Global Intelligence Crisis“.
- Pierre Yared — Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, der den KI-Bericht als unrealistisch kritisierte.
- Zubin Appoo — Geschäftsführer von WiseTech Global, der Massenentlassungen aufgrund von KI ankündigte.