Die Lage im Gazastreifen bleibt kritisch, trotz eines andauernden Waffenstillstands. Neue, im renommierten Fachjournal "The Lancet" veröffentlichte Studien deuten darauf hin, dass die Zahl der Konfliktopfer deutlich höher ist als bisher angegeben. Gleichzeitig berichten internationale Organisationen von brutaler Behandlung palästinensischer Journalisten in israelischen Gefängnissen, und die UN warnt vor Anzeichen ethnischer Säuberungen. Die Palästinenser begehen den dritten Ramadan in Folge unter Bedingungen extremer Not und Zerstörung.

Höhere Zahl der Todesopfer

Eine Studie von The Lancet ergab, dass in Gaza 75.200 Menschen getötet wurden, das sind 25.000 mehr als in offiziellen Mitteilungen angegeben.

Folter von Journalisten in Haft

Ein Bericht des CPJ dokumentiert physische und sexuelle Gewalt gegen 59 palästinensische Journalisten, die von Israel festgehalten werden.

UN-Warnungen vor ethnischen Säuberungen

Der Hohe Kommissar der UN warnt, dass die systematische Zerstörung der Infrastruktur in Gaza Merkmale ethnischer Säuberungen trägt.

Amerikanische Pläne für Militärbasis

Es gab Berichte über ein Projekt des Board of Peace, das den Bau einer Basis für 5.000 Soldaten in Gaza vorsieht.

Die Bewohner des Gazastreifens haben einen weiteren Fastenmonat im Schatten von Ruinen und einer dramatischen humanitären Krise begonnen. Obwohl seit Oktober ein fragiler, von den Vereinigten Staaten ausgehandelter Waffenstillstand gilt, hat sich die Lage der Zivilbevölkerung nicht wesentlich verbessert. Eine neue, in The Lancet Global Health veröffentlichte Studie wirft ein neues Licht auf das Ausmaß der Tragödie. Laut den Wissenschaftlern kamen in den ersten 15 Monaten des Krieges über 75.200 Palästinenser ums Leben, was etwa 3–4 % der Bevölkerung des Gebiets entspricht. Diese Zahl übersteigt die zuvor von lokalen Gesundheitsbehörden gemeldeten offiziellen Daten um fast 25.000. Mehr als die Hälfte der Opfer sind Frauen, Kinder und ältere Menschen. Der Konflikt im Gazastreifen, der nach dem brutalen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 eskalierte, ist eines der blutigsten Kapitel des seit 1948 andauernden israelisch-palästinensischen Streits um Territorium und Staatlichkeit. Gleichzeitig veröffentlichte das Committee to Protect Journalists (CPJ) einen schockierenden Bericht über das Schicksal von 59 palästinensischen Journalisten, die in israelischen Gefängnissen inhaftiert sind. Aussagen zufolge wurden sie geschlagen, ausgehungert und sexuell misshandelt. Die israelischen Gefängnisbehörden weisen diese Vorwürfe zurück, doch der internationale Druck wächst. Die UN äußerte tiefe Besorgnis über Handlungen, die Merkmale ethnischer Säuberungen tragen könnten, und verwies auf die systematische Zerstörung ganzer Stadtviertel und die Blockade humanitärer Hilfe. Unterdessen führt die Hamas interne Wahlen für einen Übergangsführer durch, was die künftige Ausrichtung der Bewegung in Gesprächen über eine Nachkriegsverwaltung beeinflussen könnte. Liczba ofiar w pierwszych 15 miesiącach konfliktu: Dane oficjalne: 49000, Analiza The Lancet: 75200 Auf internationaler Ebene wächst der Widerstand gegen Israels Expansion im Westjordanland. Über 100 Länder, darunter Irland, verurteilten die einseitigen Entscheidungen zum Siedlungsausbau und nannten sie eine "de-facto-Annexion". In Washington wurde unterdessen die Arbeit des von Donald Trump eingesetzten Board of Peace aufgenommen, das den Wiederaufbau Gazas überwachen soll. Es gibt jedoch kontroverse Berichte über Pläne zum Bau einer amerikanischen Militärbasis auf dem Gebiet des Gazastreifens, was auf Kritik von Ägypten und Jordanien stieß. Trotz der andauernden Kampfpause warnen Organisationen wie Amnesty International, dass die Bombardierungen nicht vollständig eingestellt wurden und das Leben in Gaza weiterhin einem Überlebenskampf gleicht. 75 200 — palästinensische Opfer laut neuesten medizinischen Studien Die von Israel angewandte Praxis der Administrativhaft ermöglicht es, Verdächtige ohne Anklage für verlängerbare Zeiträume von sechs Monaten festzuhalten, was seit Jahrzehnten auf den Widerstand von Menschenrechtsverteidigern stößt. Die Medien konzentrieren sich auf Berichte über die Folterung von Journalisten, zivile Opfer und Vorwürfe ethnischer Säuberungen und kritisieren die Untätigkeit der USA. | Es wird das Recht Israels betont, Terroristen vor Gericht zu stellen, sowie die Tatsache, dass die Hamas weiterhin versucht, Gaza durch die Ernennung von Loyalisten zu kontrollieren.

Mentioned People

  • Nisreen Nassar — Eine Bewohnerin Gazas, die die Schwierigkeiten beschreibt, Ramadan in den Ruinen zu begehen.
  • Michael Spagat — Professor, Mitautor der in The Lancet veröffentlichten Studie zur Sterblichkeit in Gaza.