Der deutsche Chemieriese BASF hat angesichts der anhaltenden Branchenflaute eine drastische Verschärfung seines Sparprogramms angekündigt. Der Konzern, der weltweit größte Chemieproduzent, kündigte weitere Tausende Stellenstreichungen, die Verlagerung von Investitionen nach Asien sowie radikale Kürzungen der Investitionsausgaben im Stammwerk in Ludwigshafen an. Diese Entscheidungen zielen darauf ab, die Rentabilität angesichts prognostizierter Gewinneinbrüche im Jahr 2026 zu retten.
Drastische Stellenstreichungen
Der Konzern hat bereits die Streichung von 4800 Stellen angekündigt und kündigt weitere Personalkürzungen zur Optimierung der Kostenstruktur an.
Verlagerung der Produktion nach Asien
BASF beabsichtigt, Investitionen und Arbeitsplätze aus Deutschland in dynamischer wachsende asiatische Märkte zu verlagern.
Rückgang der prognostizierten Gewinne
Der Vorstand warnt vor einer Verschlechterung der Finanzergebnisse im Jahr 2026 aufgrund der anhaltenden Stagnation in der chemischen Industrie.
Alarm in Ludwigshafen
Das historische Produktionszentrum des Unternehmens in Deutschland wird mit drastischen Kürzungen der Investitionsausgaben konfrontiert.
Der deutsche Chemieriese BASF, der als globaler Branchenführer gilt, hat eine deutliche Ausweitung seines Sparprogramms angekündigt. Diese Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf die anhaltende Krise im Chemiesektor, die hohen Energiekosten in Europa und die nachlassende Nachfrage auf den Weltmärkten. Der Vorstand des Konzerns bestätigte, dass bereits 4800 Arbeitsplätze abgebaut wurden, doch dies sei nicht das Ende der Restrukturierung. Die neuen Pläne sehen weitere operative Kostensenkungen vor, die jährlich milliardenschwere Einsparungen bringen sollen. Ein Schlüsselelement der neuen Strategie ist die Änderung der Investitionsrichtungen. BASF plant, die Ausgaben in seinem historischen Stammsitz in Ludwigshafen zu reduzieren und Kapital sowie Arbeitsplätze nach Asien, konkret nach China, zu verlagern, wo es größere Wachstumschancen und niedrigere Produktionskosten sieht. Der Finanzvorstand des Unternehmens warnte Investoren davor, dass die Gewinne im Jahr 2026 niedriger ausfallen könnten als ursprünglich angenommen, wenn der derzeitige Abwärtstrend nicht gestoppt wird. Diese Situation wirkt sich auf die Verfassung des gesamten DAX-Index aus, der trotz der Turbulenzen im Chemiesektor versucht, eine stabile Position zu halten, dank guter Ergebnisse anderer Unternehmen wie Deutsche Telekom oder Siemens Energy. Der Chemiesektor in Deutschland bildet das Fundament der dortigen Industrie, kämpft aber seit der durch den russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 ausgelösten Energiekrise mit Rekordpreisen für Gas. BASF, als einer der größten Energieverbraucher Europas, ist zum Symbol für die Schwierigkeiten geworden, mit denen das auf billigen Rohstoffen basierende Wirtschaftsmodell konfrontiert ist. Die Reaktion des Marktes auf die Meldungen aus Ludwigshafen war gemischt. Einerseits schätzen Analysten die Entschlossenheit des Vorstands bei den Kostensenkungen, andererseits sorgen sie sich um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie angesichts der Deindustrialisierung. Während BASF um seine Margen kämpft, verzeichnen andere deutsche Unternehmen wie Delivery Hero starke Kursverluste, was die Unsicherheit an der Frankfurter Börse vertieft. Dennoch ermöglichten es die Erholungssignale von Technologie- und Energieunternehmen dem DAX, die Sitzung ohne drastische Verluste zu beenden, was auf eine gewisse Widerstandsfähigkeit des deutschen Parketts gegenüber der Krise in traditionellen Produktionszweigen hindeutet. „Watch BASF CFO on Cost Cuts Amid Chemicals Slump” — Finanzvorstand von BASF Die Landesregierung und die Gewerkschaften äußern tiefe Besorgnis über die Zukunft der Region. Ein Stellenabbau in diesem Ausmaß könnte die lokale Wirtschaft und die mit den Werken in Ludwigshafen verbundenen Lieferketten treffen. Das Unternehmen betont jedoch, dass ohne eine schmerzhafte Anpassung an die neuen Marktbedingungen die Stabilität der gesamten Gruppe in den kommenden Jahren gefährdet sein könnte.