Die Zahl der in Irland im Januar 2026 genehmigten Hypothekendarlehen belief sich auf 3.034, was einem Rückgang von 10,6 % im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres entspricht. Der Monatswert sank auch um 13,4 % gegenüber Dezember. Besonders drastisch ging die Zahl der Darlehen für Personen zurück, die ihren Wohnsitz wechseln, und erreichte den niedrigsten Stand seit fast sechs Jahren.
Rückgang der Hypothekengenehmigungen
Im Januar 2026 wurden 3.034 Wohnungsbaudarlehen genehmigt, was einem jährlichen Rückgang von 10,6 % und einem monatlichen Rückgang von 13,4 % entspricht.
Rekordtief bei Darlehen für 'Mover'
Genehmigungen für Personen, die eine neue Wohnung kaufen und ihre bisherige verkaufen, sanken um 23,3 % gegenüber dem Vorjahr auf nur 565, was das niedrigste Januarergebnis in der Geschichte der Erhebungen ist.
Erstkäufer dominieren den Markt
Erstkäufer waren für 59,3 % aller genehmigten Transaktionen verantwortlich, obwohl ihre Zahl ebenfalls um 7,2 % im Jahresvergleich zurückging.
Anstieg des durchschnittlichen Kreditwerts
Der Gesamtwert der genehmigten Darlehen betrug 954 Millionen Euro, was bei 3.034 Transaktionen einen durchschnittlichen Kreditwert von etwa 314.500 Euro ergibt.
Statistiken, die von der Banking & Payments Federation Ireland (BPFI) veröffentlicht wurden, zeigen eine deutliche Abkühlung auf dem irischen Hypothekenmarkt zu Beginn des Jahres 2026. Im Januar wurden insgesamt 3.034 neue Wohnungsbaudarlehen mit einem Gesamtwert von 954 Millionen Euro genehmigt. Im Vergleich zum Januar 2025 bedeutet dies einen Rückgang der Genehmigungen um 10,6 %, und gegenüber Dezember 2025 einen Rückgang um 13,4 %. Eine Analyse der Marktsegmente zeigt noch tiefere Rückgänge in einigen Kategorien. Am stärksten betroffen war die Gruppe der sogenannten 'Mover Purchasers', also Personen, die eine neue Wohnung kaufen und ihre bisherige verkaufen. Für sie wurden nur 565 Darlehen genehmigt, was einem jährlichen Rückgang von 23,3 % entspricht und das niedrigste monatliche Ergebnis für diese Gruppe seit fast sechs Jahren darstellt, wenn man von der Anfangsphase der pandemiebedingten Lockdowns absieht. Der Anteil dieser Gruppe an allen Genehmigungen betrug lediglich 18,6 %, ein historisch niedriger Wert. Deutlich besser, wenn auch ebenfalls mit einem Rückgang, schnitt das Segment der Erstkäufer ab. Für sie wurden 1.800 Darlehen genehmigt, was einem Rückgang von 7,2 % im Vergleich zum Januar des Vorjahres entspricht. Dennoch dominieren Erstkäufer weiterhin den Markt und stellen 59,3 % aller genehmigten Transaktionen. Es ist bemerkenswert, dass der durchschnittliche Wert eines genehmigten Darlehens gestiegen ist und etwa 314.500 Euro betrug. Diese Daten deuten auf eine Fortsetzung des seit einiger Zeit auf dem irischen Wohnungsmarkt beobachteten Abwärtstrends hin, bei gleichzeitig hohen Immobilienpreisen, was sich in einer höheren durchschnittlichen Kreditsumme niederschlägt. Der irische Wohnungsmarkt hat in den letzten Jahrzehnten heftige Schwankungen durchlaufen. Nach dem spektakulären Platzen der Blase in den Jahren 2008-2012, das zu einer tiefen Bankenkrise führte, erholte sich der Markt allmählich. In den letzten Jahren, insbesondere nach 2020, war ein starker Anstieg der Preise und der Nachfrage zu beobachten, angetrieben unter anderem durch demografische Faktoren und ein begrenztes Angebot an neuen Wohnungen. Makroökonomische Faktoren wie die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Bekämpfung der Inflation haben wahrscheinlich zu der aktuellen Abkühlung beigetragen, indem sie die Kreditkosten erhöhten und die Kreditwürdigkeit eines Teils der Haushalte verringerten. Zusätzlich könnte die wirtschaftliche Unsicherheit potenzielle 'Mover' dazu veranlasst haben, ihre Entscheidung über einen Umzug aufzuschieben, was den außergewöhnlich starken Rückgang in dieser Kategorie erklären würde.