Das Studio Disney hat offiziell die Arbeiten an der geplanten Realfilm-Neuverfilmung seines klassischen Animationsfilms „Robin Hood“ aus dem Jahr 1973 eingestellt. Die Information wurde vom Regisseur des Projekts, Carlos López Estrada, in Gesprächen mit amerikanischen Branchendiensten bestätigt. Das Projekt, das eine weitere in einer langen Reihe von Live-Action-Adaptionen von Disney-Klassikern sein sollte, wird nicht fortgesetzt. Die Entscheidung fiel in einer relativ frühen Phase der Produktentwicklung, bevor Dreharbeiten begannen oder Hauptrollen besetzt wurden. Das Studio nannte keine offiziellen Gründe für diese Entscheidung, was zu Spekulationen über die sich ändernden Prioritäten des Studios und die Rezeption seiner jüngsten Remakes führt.

Bestätigung der Projekteinstellung

Regisseur Carlos López Estrada hat persönlich mitgeteilt, dass die Realfilm-Neuverfilmung von „Robin Hood“ nicht fortgesetzt wird. Die Nachricht erschien fast gleichzeitig in drei führenden amerikanischen Branchendiensten: The Hollywood Reporter, Variety und Deadline.

Frühes Entwicklungsstadium

Die Produktion wurde in der Vorproduktionsphase gestoppt, lange vor Beginn der Dreharbeiten. Die Besetzung der Hauptrollen, einschließlich des Titelhelden und seiner Gefährten wie Marian oder Little John, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Kontext der Disney-Strategie

Die Entscheidung fällt in einem entscheidenden Moment für das Studio, das in den letzten Jahren das Format der Live-Action-Remakes seiner Animationen intensiv ausgeschöpft hat. Projekte wie „Mulan“, „Der König der Löwen“ oder „Die kleine Meerjungfrau“ erhielten gemischte Kritiken, erzielten aber oft Kassenerfolge.

Fehlende offizielle Stellungnahme des Studios

Disney hat bisher keine offizielle Pressemitteilung zu dieser Angelegenheit herausgegeben. Die einzige Informationsquelle ist die Aussage des Regisseurs, was darauf hindeutet, dass die Entscheidung relativ frisch sein könnte und die internen Kommunikationsabläufe des Studios noch nicht abgeschlossen sind.

Walt Disney Pictures hat die Pläne für eine Realfilm-Neuverfilmung seines Animationsfilms „Robin Hood“ aus dem Jahr 1973 endgültig aufgegeben. Die Information, die am 6. März 2026 die amerikanischen Branchenmedien durchdrang, wurde vom für das Projekt vorgesehenen Regisseur Carlos López Estrada bestätigt. In Gesprächen mit The Hollywood Reporter, Variety und Deadline erklärte der Künstler, die Produktion sei „tot“ und werde nicht fortgesetzt. Die animierte Version von Disneys „Robin Hood“, in der alle Charaktere Tiere sind (Robin ist ein Fuchs, der Sheriff von Nottingham ein Wolf und Prinz John ein Löwe), hatte ihre Premiere im Jahr 1973. Der Film, der anfangs mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde, erwarb im Laufe der Zeit Kultstatus, vor allem dank nostalgischer Rezeption und Liedern wie „Love“ oder „Oo-De-Lally“. Die Geschichte des Räubers, der den Reichen nimmt und den Armen gibt, angesiedelt im mittelalterlichen England, wurde Dutzende Male für die Leinwand adaptiert, aber Disneys Version bleibt eine der bekanntesten. Die Entscheidung, das Projekt zu stoppen, fiel in einem sehr frühen Stadium seiner Entwicklung. Es wurde noch kein Cast bekannt gegeben, kein Haupt-Kameramann ernannt, und das Drehbuch unterlag höchstwahrscheinlich noch Bearbeitungen. Carlos López Estrada, bekannt für die Regie des Films „Blindspotting“ und die Co-Regie der Animation „Raya und der letzte Drache“, wurde 2023 als Regisseur des Projekts angekündigt, was aufgrund seines bisherigen, eher auteuristischen und gesellschaftlich engagierten Kinos Neugier weckte. Sein Ansatz für die materielle Legende hätte also potenziell frisch sein können. Der Stopp von „Robin Hood“ ist im weiteren strategischen Kontext des Disney-Studios zu betrachten. Im letzten Jahrzehnt hat das Studio aus Live-Action-Remakes seiner animierten Klassiker einen Grundpfeiler seines Kinoprogramms gemacht. Die Serie begann mit dem Erfolg von „Cinderella“ aus dem Jahr 2015 und umfasste dann Titel wie „Die Schöne und das Biest“, „Das Dschungelbuch“, „Der König der Löwen“, „Aladdin“, „Mulan“ und „Die kleine Meerjungfrau“. Diese Strategie, obwohl sehr profitabel, hat in den letzten Jahren zunehmend Ermüdung bei Kritikern und einem Teil des Publikums hervorgerufen, denen die Produktionen mangelnde künstlerische Kühnheit und übermäßiges Vertrauen auf Nostalgie vorwarfen. Darüber hinaus verzeichneten einige der jüngsten Veröffentlichungen aus diesem Zyklus Rückgänge bei den Ticketverkäufen im Vergleich zu ihren Vorgängern, was das Studio zu einer Neubewertung seines Produktions-Slates veranlasst haben könnte. Das Fehlen einer offiziellen Stellungnahme von Disney zu den Gründen für die Absetzung von „Robin Hood“ lässt Raum für Spekulationen. Möglicherweise hielt das Studio diesen spezifischen Titel mit seiner spezifischen, tierischen Konvention für eine zu große adaptive Herausforderung im Live-Action-Format. Auch die Produktionskosten könnten ein Problem gewesen sein, die bei solchen historischen Spektakeln mit zahlreichen Spezialeffekten sehr hoch sind und der Kinomarkt immer noch die Auswirkungen der Pandemie spürt. Nicht ohne Bedeutung ist auch die Tatsache, dass die Geschichte von Robin Hood in den letzten Jahren mehrfach von anderen Produzenten adaptiert wurde (u.a. im Film „Robin Hood: Origins“ aus dem Jahr 2018), was Bedenken hinsichtlich einer Übersättigung des Themas aufkommen lassen könnte. Die Entscheidung scheint endgültig zu sein, zumindest in der gegenwärtigen Form des Projekts und mit dem derzeitigen Regisseur. Das bedeutet jedoch nicht, dass Disney die Idee einer Rückkehr in den Sherwood Forest für immer aufgibt. Das Studio könnte in Zukunft zu diesem geistigen Eigentum mit einer neuen Idee, einem anderen Schöpfer oder in einem völlig anderen Format zurückkehren, beispielsweise als Serie für seine Streaming-Plattform Disney+.

Mentioned People

  • Carlos López Estrada — Filmregisseur, der den Stopp des Disney-Remake-Projekts von „Robin Hood“ bestätigte.