Das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte in Genf hat einen alarmierenden Bericht zur Situation in den besetzten palästinensischen Gebieten veröffentlicht. Das Dokument weist auf systematische Handlungen der israelischen Armee hin, die darauf abzielen könnten, die Demografie des Gazastreifens und des Westjordanlands dauerhaft zu verändern. UN-Experten nennen die methodische Zerstörung von Wohnvierteln und die Blockade humanitärer Hilfe als Hauptinstrumente, die zu Zwangsumsiedlungen der palästinensischen Bevölkerung führen.
Der neueste Bericht des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) wirft ein dramatisches Licht auf den Konflikt im Nahen Osten. Dem Dokument zufolge weisen die Militäraktionen Israels im Zeitraum von November 2024 bis Oktober 2025 Merkmale einer systematischen Kampagne auf, die auf die Entfernung der palästinensischen Bevölkerung abzielt. Experten weisen auf die methodische Zerstörung ganzer Stadtviertel und die gezielte Einschränkung von Lebensmittel- und Medikamentenlieferungen hin, was Bedingungen schafft, die das Leben für Zivilisten unmöglich machen. Der Begriff ethnische Säuberungen, obwohl im Völkerrecht nicht direkt als eigenständiges Verbrechen benannt, umfasst Handlungen, die darauf abzielen, ein Gebiet durch Gewalt oder Einschüchterung ethnisch homogen zu machen, was mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit verbunden ist. Die Situation betrifft nicht nur den Gazastreifen, sondern in zunehmendem Maße auch das Westjordanland. Der Bericht betont, dass die erzwungenen Bevölkerungsverschiebungen nicht den Charakter einer temporären Evakuierung aus Sicherheitsgründen haben, sondern auf eine dauerhafte demografische Veränderung der Region abzielen. Zudem alarmiert die UN über die kritische Situation von Patienten, die dringend medizinische Hilfe benötigen. Die israelische Blockade erlaubt nur einem kleinen Prozentsatz schwer kranker Menschen, die Enklave zu verlassen, was zu vielen vermeidbaren Todesfällen führt. Am Mittwoch kamen bei einem Beschuss zwei weitere Menschen ums Leben, und Tausende warten auf die Möglichkeit einer Evakuierung über den Grenzübergang in Rafah. <zitat autor=