Die jüngsten Protokolle der Sitzungen der US-Notenbank Federal Reserve sowie Entscheidungen der Zentralbanken in Indonesien und Neuseeland deuten auf eine zunehmende Vorsicht der Entscheidungsträger hin. Obwohl die Finanzmärkte auf eine rasche Lockerung der Geldpolitik gehofft hatten, signalisieren die Beamten die Notwendigkeit, restriktive Zinsen beizubehalten. Hauptursache sind die hartnäckige Inflation und die besser als erwartete Lage auf den Arbeitsmärkten, was die Banker zwingt, ihre bisherigen Prognosen für das Jahr 2026 zu überdenken.
Hawkische Signale von der Fed
Protokolle der Januar-Sitzung deuten darauf hin, dass die Fed die Zinsen aus Sorge vor einer hartnäckigen Inflation längerfristig auf einem Niveau von 3,5-3,75 % halten will.
Indonesien verteidigt seine Währung
Die Bank Indonesia hielt die Leitzinsen auf 4,75 %, um eine Abwertung der Rupiah gegenüber dem US-Dollar einzudämmen.
Kosten des digitalen Euro
Die Europäische Zentralbank schätzt, dass die Einführung des digitalen Euro die Geschäftsbanken in den nächsten 4 Jahren bis zu 6 Milliarden Euro kosten wird.
Prognosen für Japan
Ökonomen prognostizieren, dass die Bank of Japan die Zinsen bis Juni 2026 auf 1 % anheben wird, was sich auf die globalen Anleihemärkte auswirken wird.
Eine Analyse der jüngsten Protokolle der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) offenbart tiefe Spaltungen unter den US-Zentralbankern. Die Dokumente vom Januar 2026 zeigen, dass die Entscheidungsträger es nicht eilig haben, die Geldkosten zu senken, und einige von ihnen sogar ein Szenario von Zinserhöhungen in Betracht ziehen, wenn die Preisdynamik nicht nachlässt. Stephen Miran, einer der Gouverneure der Fed, räumte öffentlich ein, dass er seine Erwartungen hinsichtlich des Ausmaßes der geldpolitischen Lockerung in diesem Jahr revidiert habe. Als Grund nannte er den überraschend starken Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten, der zusätzlichen Inflationsdruck erzeugen könnte. Das Federal Reserve System, das 1913 ins Leben gerufen wurde, fungiert als Zentralbank der USA. Seine Hauptaufgabe ist die Wahrung der Preisstabilität und die Maximierung der Beschäftigung, was es durch die Gestaltung der Zinssätze erreicht.Die Lage in Asien und Ozeanien bestätigt den globalen Trend des Abwartens. Bank Indonesia beließ die Zinsen auf einem Niveau von 4,75 % und kämpft um die Stabilisierung der Rupiah, die unter dem Druck des starken Dollars steht. Unterdessen bereitet sich die Bank of Japan auf eine hawkische Wende vor – Analysten prognostizieren einen Anstieg der Zinsen auf 1,0 % vor Ende Juni, was nach einem Jahrzehnt der Nullzinspolitik eine historische Bewegung wäre. In Neuseeland warnte Karen Silk von der RBNZ, dass der nächste Schritt nach oben gerichtet sein könnte, trotz Signalen einer nachlassenden Inflation. Diese koordinierten Signale von verschiedenen Kontinenten deuten darauf hin, dass der globale Zinssenkungszyklus auf die zweite Jahreshälfte oder sogar auf das nächste Jahr verschoben wird. USA (Fed): 3.75, Indonesien (BI): 4.75, Neuseeland (RBNZ): 2.25, Japan (BOJ): 0.25 Ein interessanter Aspekt sind auch die Kosten der digitalen Geldtransformation in Europa. Die Europäische Zentralbank schätzt, dass die Einführung des digitalen Euro den Bankensektor mit einem Betrag von 4 bis 6 Milliarden Euro innerhalb von vier Jahren belasten wird. Piero Cipollone, Mitglied des EZB-Direktoriums, betonte, dass die Infrastruktur auf Seiten der Zentralbank selbst etwa 1,3 Milliarden Euro verschlingen wird. Unterdessen erreichte das britische Pfund seinen niedrigsten Stand seit einem Monat und notierte bei einem Kurs von 1,3483 USD, was die Marktunsicherheit hinsichtlich der weiteren Schritte der Bank of England widerspiegelt. Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Monaten etwas besser entwickelt, als ich erwartet hatte.Euro wird die Einführungskosten des digitalen Euro für die Banken betragen
Mentioned People
- Stephen Miran — Gouverneur der Federal Reserve, der die Erwartungen an Zinssenkungen dämpfte.
- Piero Cipollone — Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, verantwortlich für das Projekt des digitalen Euro.
- Karen Silk — Vizepräsidentin der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ).