Der irische Gesundheitsdienst hat sich offiziell für schwerwiegende Mängel im psychiatrischen Dienst für Kinder und Jugendliche in der Region Nord-Kerry entschuldigt. Ein unabhängiger Bericht von Dr. Colette Halpin ergab, dass über 200 Kinder gefährdet waren und die Versorgung „nicht den Standards entsprach“. Die Ministerin für psychische Gesundheit kündigte eine umfassende Überprüfung und eine rasche Umsetzung von Verbesserungen an.

Bericht deckt systemische Vernachlässigung auf

Der unabhängige Bericht von Dr. Colette Halpin ergab, dass die psychiatrische Versorgung in Nord-Kerry „nicht den Standards entsprach“. In über 55% der Fälle wurden Risiken festgestellt, und zwei Kinder waren ernsthaft gefährdet.

HSE entschuldigt sich und verspricht Maßnahmen

Der Leiter des HSE, Bernard Gloster, und die nationale klinische Leiterin Dr. Amanda Burke entschuldigten sich „bedingungslos“ für die verursachten Schäden. Sie versicherten, sofortige Korrekturmaßnahmen zu ergreifen und die Angelegenheit an den Medizinrat zu verweisen.

Ministerin Butler kündigt Veränderungen an

Ministerin Mary Butler gab bekannt, dass eine umfassendere Überprüfung der Versorgung für die am stärksten gefährdeten Kinder innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein soll. Sie kündigte auch an, dass bis zum Sommer in Kerry zwei Pflegekräfte für die Bewertung von Suizidkrisen eingeführt werden.

Mangel an Spezialisten und Leid der Familien

Der HSE räumte ein, dass in der Grafschaft Kerry kein Kinderpsychiater in Vollzeit arbeitet, obwohl die Empfehlung die Einstellung von mindestens vier vorsieht. Familien wie die Mutter Karen Ivers berichten von einem „Albtraum“ und den Schäden, die ihren Kindern zugefügt wurden.

Der irische Gesundheitsdienst hat sich offiziell für schwerwiegende, systemische Vernachlässigung im psychiatrischen Dienst für Kinder und Jugendliche in Nord-Kerry entschuldigt. Auslöser war die Veröffentlichung eines vernichtenden, unabhängigen Berichts von Dr. Colette Halpin, der feststellte, dass das Niveau der geleisteten Versorgung „nicht der Standardpraxis entsprach“. Das Dokument enthüllte, dass in über 55% der analysierten Fälle ein Schadensrisiko bestand, wobei zwei Kinder einem ernsthaften Risiko ausgesetzt waren und 195 Kinder einem geringeren, aber signifikanten Risiko.

Der Leiter des HSE, Bernard Gloster, erklärte, dass die Dienstleistungen in Kerry „weit unter akzeptablen Standards lagen, was ein Schadensrisiko darstellte“, und bot „bedingungslose Entschuldigungen“ an. Die nationale klinische Leiterin für psychische Gesundheit von Jugendlichen, Dr. Amanda Burke, entschuldigte sich ebenfalls öffentlich und sagte: „Es tut mir wirklich leid für den verursachten Schaden, und wir werden weiter daran arbeiten, zu verbessern, zu reformieren und Vertrauen wiederherzustellen.” — Dr. Amanda Burke Der HSE bestätigte auch, dass die Angelegenheit an den Medizinrat verwiesen wurde.

Die Ministerin für psychische Gesundheit, Mary Butler, besuchte Tralee, um sich mit Eltern betroffener Kinder zu treffen. Sie kündigte an, dass eine umfassendere Überprüfung der Gesundheitsversorgung für die am stärksten gefährdeten Kinder in Nord-Kerry innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein wird. Sie kündigte auch an, dass bis zum Sommer in Kerry zwei Pflegekräfte für die Bewertung von Suizidkrisen eingeführt werden. Das irische System der psychischen Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche (CAMHS) kämpft seit Jahren mit chronischen Problemen, darunter Unterfinanzierung, lange Wartelisten und Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Fachkräften. Im Jahr 2022 brach ein ähnlicher Skandal in Süd-Kerry nach dem Maskey-Bericht aus, der Unregelmäßigkeiten in der Versorgung von Hunderten junger Menschen aufdeckte.

Der Bericht von Dr. Halpin enthüllte auch ein tieferes strukturelles Problem. Der HSE räumte ein, dass derzeit in der gesamten Grafschaft Kerry kein Kinder- und Jugendpsychiater in Vollzeit arbeitet, obwohl frühere Empfehlungen die Einstellung von mindestens vier solchen Spezialisten forderten. Diese Personallücke trug direkt zur schlechten Qualität der Dienstleistungen bei. Die dramatische Situation wird durch die Geschichte von Karen Ivers und ihrer Tochter Jessica aus Tralee illustriert. Die Mutter beschrieb, dass die Veröffentlichung des Berichts ihr Leid neu entfacht habe und ihre Tochter heute „ein Schatten des Kindes ist, das sie war“. Der Abgeordnete Pat Buckley kommentierte die Situation scharf und sagte, dass Kinder und Familien „nicht vom Staat im Stich gelassen, sondern vom Staat vernachlässigt und ausgenutzt wurden“.

Als Reaktion auf die Krise kündigten die Behörden eine Reihe von Maßnahmen an. Neben der genannten Überprüfung und der Einführung von SCAN-Pflegekräften versicherte Ministerin Butler, dass sie „in dieser Angelegenheit nicht zögern wird, da zu viel Leid verursacht und zu viel Schaden angerichtet wurde“. Der HSE verpflichtete sich, kontinuierlich an Verbesserungen, Reformen und dem Wiederaufbau von Vertrauen zu arbeiten. Unabhängige Kommentatoren und Leserbriefschreiber fordern regelmäßige Audits der Betriebsverfahren von CAMHS, um deren Übereinstimmung mit den Richtlinien sicherzustellen und eine Wiederholung einer ähnlichen Tragödie zu verhindern. Liberale und Mitte-links-Medien (The Irish Times, Irish Examiner) betonen das enorme Ausmaß systemischer Vernachlässigung und die Schuld des Staates und fordern sofortige Reformen und erhöhte Investitionen in die psychische Gesundheit von Jugendlichen. | Konservative und rechte Medien (Irish Independent) konzentrieren sich auf persönliche Dramen von Familien, das Versagen der lokalen Gesundheitsverwaltung und die Notwendigkeit persönlicher Verantwortung der HSE-Mitarbeiter.

Mentioned People

  • Colette Halpin — Ärztin, Autorin des unabhängigen Berichts über Unregelmäßigkeiten in CAMHS in Nord-Kerry
  • Mary Butler — Irische Ministerin für psychische Gesundheit, kündigte nach dem Bericht Veränderungen an
  • Bernard Gloster — Generaldirektor des irischen Gesundheitsdienstes (HSE), der sich für die Vernachlässigungen entschuldigte
  • Amanda Burke — Nationale klinische Leiterin für psychische Gesundheit von Jugendlichen beim HSE, die sich öffentlich entschuldigte
  • Karen Ivers — Mutter aus Tralee, deren Tochter Jessica Patientin des vernachlässigten CAMHS-Dienstes war