Der diesjährige Karneval in Rio de Janeiro begann in einer Atmosphäre politischen Skandals. Die Sambaschule Acadêmicos de Niterói präsentierte eine spektakuläre Show, die dem Leben des amtierenden brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva gewidmet war. Die Opposition beschuldigt das Regierungslager, das nationale Fest für eine illegale, verfrühte Wahlkampagne vor den für Oktober geplanten Wahlen zu nutzen. Besonders kontrovers war die monumentale Figur des Präsidenten in Form eines metallischen Roboters.
Parade der Acadêmicos de Niterói
Die Sambaschule präsentierte eine Show über die Biografie Lulas und nutzte einen gigantischen metallischen Roboter als zentrales Element der Kunstinstallation auf der Sambodrome.
Vorwürfe der Opposition
Rechte Gruppierungen reichten Gerichtsklagen ein und beschuldigten das Präsidentschaftslager, sieben Monate vor den entscheidenden Wahlen in Brasilien illegale Agitation zu betreiben.
Emotionen des Präsidenten
Lula da Silva reagierte auf die Ehrung mit Tränen und posierte öffentlich mit der Flagge der Schule, was für die Ankläger ein Argument für zielgerichtetes politisches Handeln wurde.
Die Eröffnung der berühmten Paraden auf der Sambodrome in Rio de Janeiro wurde zum Auslöser eines tiefen politischen Konflikts. Der Höhepunkt des Programms der Schule Acadêmicos de Niterói war eine Show mit dem Titel „Von der Spitze des Mulungu fließt Hoffnung: Lula, der Arbeiter Brasiliens”. Die Künstler stellten den Lebensweg von Luiz Inácio Lula da Silva dar, von einer armen Kindheit und Arbeit als Metallarbeiter bis zur Übernahme des höchsten Amtes im Staat. Die größten Emotionen weckte der kolossale, <przypis title=
Mentioned People
- Luiz Inácio Lula da Silva — Präsident Brasiliens, dessen Leben zum Leitmotiv der kontroversen Karnevalsparade wurde.
- Sean Hogan — Reporter von Reuters, der über die politischen Auswirkungen des Karnevals berichtete.