Die neuesten makroökonomischen Daten zeigen tiefe Kontraste in der Verfassung der Weltmächte. Während Großbritannien mit der höchsten Arbeitslosigkeit seit fünf Jahren von 5,2 % kämpft, verzeichnet die US-Industrie die stärksten Zuwächse seit fast einem Jahr. Gleichzeitig verzeichnet Japan eine Rekorddynamik beim Export und nutzt die wirtschaftlichen Probleme Chinas, während Südafrika einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf den niedrigsten Stand seit 2020 meldet. In Polen bleiben die Verbraucherstimmungen gemischt.

Beschäftigungskrise in Großbritannien

Die Arbeitslosenquote auf den Inseln stieg auf 5,2 %, und die Situation junger Menschen ist die schlechteste seit einem Jahrzehnt, was die Stabilität des dortigen Arbeitsmarkts in Frage stellt.

Amerikanische Industrie im Aufwind

Die Industrieproduktion in den USA stieg im Januar um 0,7 %, was den dritten Monat in Folge einer Verbesserung der Ergebnisse amerikanischer Fabriken darstellt.

Japanische Exportoffensive

Der Export Japans wächst im schnellsten Tempo seit drei Jahren und verdrängt erfolgreich die Konkurrenz aus dem von Problemen geplagten China auf den asiatischen Märkten.

Abkühlung des polnischen Arbeitsmarkts

In Polen wurde ein vierter Monat in Folge mit einem Rückgang der Zahl der Stellenangebote verzeichnet, was auf eine vorübergehende Abkühlung der heimischen Wirtschaft hindeutet.

Das Bild der globalen Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2026 bleibt stark differenziert, und verschiedene Weltregionen reagieren unterschiedlich auf makroökonomische Herausforderungen. Die ernsthafteste Situation herrscht in Großbritannien, wo die Arbeitslosenquote auf 5,2 % gestiegen ist, was das schlechteste Ergebnis seit Januar 2021 darstellt. Besonders alarmierend sind die Daten zu jungen Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren – in dieser Gruppe hat die Arbeitslosigkeit 16 % überschritten. Der britische Arbeitsmarkt spürt die Auswirkungen der wirtschaftlichen Verlangsamung und von Gesetzesänderungen, die die Arbeitskosten erhöht haben. Experten weisen darauf hin, dass die Versprechen einer schnellen Entwicklung nach dem Austritt aus der Europäischen Union bisher keine Entsprechung in harten statistischen Daten gefunden haben. Ganz andere Stimmungen herrschen in den Vereinigten Staaten, wo die Industrieproduktion im Januar um 0,7 % gestiegen ist und damit deutlich die Erwartungen der Analysten übertroffen hat. Dies ist der dritte Monat in Folge mit Zuwächsen, was auf eine hohe Widerstandsfähigkeit des US-amerikanischen Fertigungssektors gegenüber der restriktiven Geldpolitik der Federal Reserve hindeutet. Positive Signale kommen auch aus Japan. Dank der Schwäche des Yen und der steigenden Nachfrage nach Maschinen wächst der dortige Export am schnellsten seit drei Jahren. Die japanische Wirtschaft nutzt erfolgreich die Marktlücke, die durch interne Probleme Chinas entstanden ist, was den höchsten positiven Handelsbilanzüberschuss seit 2021 ermöglichte. Nach der Finanzkrise von 2008 hielten Zentralbanken weltweit über ein Jahrzehnt lang die Zinssätze auf rekordniedrigem Niveau, was nun, gepaart mit den Angebotsschocks nach der Pandemie, eine rasche Straffung der Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation erzwang. In Polen zeigt der Arbeitsmarkt Anzeichen einer Abkühlung. Die Zahl der neuen Stellenangebote sank im Januar um 8 % im Jahresvergleich, was den stärksten Einbruch seit zwei Jahren darstellt. Dennoch prognostiziert das Kreditinformationsbüro eine steigende Nachfrage nach Finanzierungen bei Unternehmen des KMU-Sektors, was auf die sich stabilisierende Inflation und die Senkung der Zinssätze durch die NBP auf 4 % zurückzuführen ist. Eine positive Überraschung sind hingegen die Daten aus Südafrika, wo die Arbeitslosenquote auf 31,4 % gesunken ist, den niedrigsten Stand seit fünf Jahren, dank einer Belebung im Baugewerbe und in den sozialen Diensten. Der Arbeitsmarkt befindet sich in einer Abkühlungsphase, und regionale Diskrepanzen zwischen Angebot und Arbeitskräften erschweren eine schnelle Verbesserung der Indikatoren. Südafrika: 31.4, Großbritannien: 5.2, Polen: 5.7 beträgt die Arbeitslosigkeit unter jungen Briten [{„aspekt”: „NBP-Zinssätze”, „vor”: „6,75%”, „nach”: „4,00%”}, {„aspekt”: „Verbraucherinflation”, „vor”: „hoch”, „nach”: „2-3%”}] [„Optimistisch - das Wachstum in den USA ist ein gutes Zeichen”, „Besorgt - die Krise in Großbritannien könnte sich ausbreiten”, „Neutral - die Situation ist stabil”]