Die neuesten Daten des US-Handelsministeriums zeigen die tiefgreifende Ineffektivität der Zollpolitik der Regierung von Donald Trump bei der Reduzierung des Handelsbilanzdefizits. Trotz der Einführung von Strafzöllen erreichte das Warenhandelsdefizit im Jahr 2025 einen Rekordwert von 1,24 Billionen Dollar. Obwohl das Defizit gegenüber China auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahrzehnten gesunken ist, haben amerikanische Importeure ihre Bestellungen massenhaft nach Mexiko und Vietnam verlagert, was die erwarteten Vorteile für die heimische Wirtschaft zunichtemachte.

Rekord-Warenhandelsdefizit

Die Handelslücke im Warenhandel stieg um 2,1 Prozent und erreichte trotz der Zollpolitik Donald Trumps einen Wert von 1,24 Billionen Dollar.

Geopolitische Umstrukturierung der Lieferketten

Das Defizit mit China sank auf den niedrigsten Stand seit 21 Jahren, stieg jedoch in den Beziehungen zu Mexiko und Vietnam drastisch an.

Kampf um die Unabhängigkeit der Fed

Der Präsident der Fed in Minneapolis, Neel Kashkari, beschuldigte die Regierung, Wissenschaftler einzuschüchtern, die die Auswirkungen der Zölle auf die Wirtschaft analysieren.

Dezember-Import-Schock

Allein im Dezember stieg das Defizit um 32,6 Prozent auf 70,3 Mrd. USD aufgrund des sogenannten Front-Running, also Käufen vor Zollerhöhungen.

Offizielle Daten des US-Handelsministeriums für das Jahr 2025 widerlegen die Erzählung der Regierung Donald Trumps über die Wirksamkeit des Protektionismus. Das gesamte Handelsbilanzdefizit für Waren und Dienstleistungen betrug 901,5 Milliarden Dollar, was nur einen 0,2-prozentigen Rückgang gegenüber dem Jahr 2024 darstellt. Echte Besorgnis erregt jedoch der Warensektor, wo sich das Defizit um 2,1 Prozent vertiefte und ein historisches Maximum von 1,24 Billionen Dollar erreichte. Diese Situation trat trotz der Verhängung zweistelliger Zölle auf die meisten importierten Waren ein. Handelsdefizit ist zum zentralen Punkt politischer Auseinandersetzungen geworden, und Experten weisen darauf hin, dass amerikanische Verbraucher, nicht ausländische Lieferanten, für die steigenden Kosten verantwortlich sind. Die geopolitische Struktur des Handels hat sich jedoch erheblich verändert. Das Defizit mit China sank auf 202 Milliarden Dollar, den niedrigsten Wert seit 21 Jahren. Dieser Erfolg ist jedoch trügerisch, da amerikanische Unternehmen aus Angst vor Zöllen ihre Lieferketten umgeleitet haben. Infolgedessen wurden Rekorddefizite mit Mexiko und Vietnam verzeichnet. Der moderne Handelskrieg der USA mit China begann im Jahr 2018, als die erste Trump-Regierung begann, Zölle auf Stahl und Aluminium zu erheben und sich dabei auf nationale Sicherheitsbedenken berief. Die Situation wurde durch die Daten vom Dezember 2025 verschärft, als das Defizit sprunghaft auf 70,3 Milliarden Dollar pro Monat anstieg und damit die Prognosen der Analysten von 55,5 Milliarden deutlich übertraf. Dieses Phänomen wird dem massiven Aufbau von Lagerbeständen durch Unternehmen zugeschrieben, die versuchen, weiteren Zollbeschränkungen zuvorzukommen. Vor diesem Hintergrund kam es zu einem offenen Konflikt zwischen dem Weißen Haus und der Federal Reserve. Federal Reserve wurde nach der Veröffentlichung von Studien der New Yorker Filiale der Bank, die die negativen Auswirkungen der Zölle auf die Wirtschaft zeigten, zum Ziel von Angriffen. Neel Kashkari, Präsident der Fed in Minneapolis, kritisierte scharf den politischen Druck von Kevin Hassett, dem Wirtschaftsberater des Präsidenten. Hassett forderte Konsequenzen für die Forscher, was als Versuch gewertet wurde, die Unabhängigkeit der wichtigsten Finanzinstitution der Welt zu untergraben. „Dies ist ein weiterer Schritt, um die Unabhängigkeit der Fed zu kompromittieren, was ein gefährlicher Präzedenzfall für die Stabilität der Märkte ist.” — Neel Kashkari US-Handelsdefizit (Waren und Dienstleistungen): 2022: 923.7, 2024: 903.5, 2025: 901.51.24 Billionen — Dollar betrug das Rekord-WarenhandelsdefizitVeränderung der Handelspartner im Jahr 2025: Defizit mit China: Niveau von 2024 → Um fast 20% niedriger; Defizit mit Mexiko: Vorherige Rekorde → Historisches Maximum; Import insgesamt (Dezember): 345 Mrd. USD → 357,6 Mrd. USDBetonung der negativen Auswirkungen der Zölle auf die Inflation, die Lebenshaltungskosten der Amerikaner und die gefährlichen Versuche, die Unabhängigkeit der Zentralbank zu politisieren. | Hervorhebung des Erfolgs bei der Verringerung der Abhängigkeit von China und Andeutung der Notwendigkeit noch aggressiverer Maßnahmen gegenüber Mexiko und Vietnam.

Mentioned People

  • Donald Trump — Präsident der USA, Initiator einer aggressiven Zollpolitik zur Verringerung des Handelsdefizits.
  • Neel Kashkari — Präsident der Federal Reserve Bank in Minneapolis, verteidigt die Unabhängigkeit der Institution gegenüber Regierungsdruck.
  • Kevin Hassett — Hauptwirtschaftsberater der Trump-Regierung, kritisiert Studien der Fed zu den Auswirkungen von Zöllen.