Der amerikanische Internal Revenue Service (IRS) hat das Bundesdatenschutzgesetz zehntausende Male gebrochen, indem er Steuerdaten an andere Behörden weitergegeben hat. Die Bundesrichterin Ana Reyes urteilte am Donnerstag, dass der IRS Daten in etwa 42.695 Fällen illegal an Einwanderungsbehörden weitergegeben habe, obwohl kein Verdacht auf Steuervergehen gegen diese Personen bestand. Die Entscheidung ist das Ergebnis einer Klage der ACLU Foundation und stellt eine schwerwiegende Verletzung des gesetzlich garantierten Rechts auf Privatsphäre von Steuerinformationen dar.

Tausende illegale Datenweitergaben

Richterin Ana Reyes stellte fest, dass der IRS illegal Daten über etwa 42.695 Personen weitergegeben habe, indem er der Einwanderungsbehörde ICE Steuerinformationen ohne ordnungsgemäße rechtliche Grundlage zugänglich machte. Die Weitergabe betraf hauptsächlich Personen, die von ICE als potenzielle illegale Einwanderer identifiziert worden waren.

Offenkundiger Verstoß gegen Bundesgesetz

Die Handlungen des IRS stellen einen Verstoß gegen den Tax Reform Act von 1976 dar, der die Weitergabe von Steuerinformationen an andere Bundesbehörden streng einschränkt. Das Gesetz verlangt, dass Strafverfolgungsbehörden eine Begründung vorlegen, dass die Informationen für eine steuerstrafrechtliche Untersuchung relevant sind, was in diesen Fällen nicht erfolgte.

Wichtiger rechtlicher Präzedenzfall

Die Entscheidung von Richterin Reyes stellt einen bedeutenden Präzedenzfall dar, der den Datenschutz für Steuerzahler in den USA stärkt und die Zusammenarbeit von Regierungsbehörden in einem Bereich einschränkt, der das Recht auf Privatsphäre verletzt. Das Urteil könnte zu notwendigen Verfahrensänderungen beim IRS und anderen Bundesbehörden führen.

Klage eingereicht von ACLU

Die Klage gegen den IRS und das Department of Homeland Security (DHS) wurde von Bürgern und der ACLU Foundation eingereicht, die argumentierten, dass ihr verfassungsmäßiges Recht auf Privatsphäre verletzt worden sei. Die Klage betraf Praktiken, die seit der Amtszeit von Präsident Trump angewendet wurden.

Die Bundesrichterin Ana Reyes erließ am Donnerstag ein wegweisendes Urteil, in dem sie feststellte, dass der amerikanische Internal Revenue Service (IRS) das Bundesgesetz zehntausende Male verletzt habe, indem er Steuerdaten an Einwanderungsbehörden weitergegeben habe. Die Richterin stellte fest, dass der IRS Informationen über etwa 42.695 Personen illegal an ICE (Immigration and Customs Enforcement) und andere Komponenten des Department of Homeland Security (DHS) weitergegeben habe, obwohl kein Verdacht auf Steuervergehen gegen diese Personen bestand. Diese Praxis, die sich während der Amtszeit von Präsident Donald Trump verstärkte und unter Joe Biden fortgesetzt wurde, stellte eine schwerwiegende Verletzung des Tax Reform Act von 1976 dar. Dieses Gesetz schränkt die Weitergabe von Steuerinformationen an andere Bundesbehörden ausdrücklich ein und verlangt von Strafverfolgungsbehörden eine Begründung, dass die Daten für eine steuerstrafrechtliche Untersuchung relevant sind.

Der Tax Reform Act von 1976 wurde nach der Watergate-Affäre verabschiedet, die Machtmissbrauch der Exekutive aufdeckte, einschließlich der Nutzung von Steuerdaten für politische Zwecke. Das Gesetz sollte starke Datenschutzvorkehrungen für Steuerzahler schaffen und den politischen Missbrauch finanzieller Informationen durch die Regierung verhindern. Seitdem gilt es als eine der Grundlagen für den Schutz der Privatsphäre der Bürger vor übermäßiger Überwachung durch die Behörden. Richterin Reyes stellte in ihrer 66-seitigen Stellungnahme eindeutig fest, dass der IRS rechtswidrig gehandelt habe und dass sich die Behörde auf geheime Durchführungsbestimmungen berufen könne, stelle keine Rechtfertigung dar. „Der IRS kann sich der Einhaltung der vom Kongress verabschiedeten Gesetze nicht entziehen, indem er sich auf interne Verfahren oder Auslegungen beruft” – schrieb Reyes. Das Urteil ist das Ergebnis einer Sammelklage, die von mehreren Bürgern und der ACLU Foundation (American Civil Liberties Union) eingereicht wurde, die argumentierten, dass ihr verfassungsmäßiges Recht auf Privatsphäre verletzt worden sei. Die Klage ergab, dass der IRS regelmäßig vollständige Steuerakten, einschließlich Steuererklärungen, Einkommensinformationen, Familienstand und Wohnort, an ICE weitergegeben habe, basierend auf Anfragen, die nicht den im Gesetz festgelegten Standards entsprachen. Diese Anfragen betrafen hauptsächlich Personen, die von ICE als potenzielle illegale Einwanderer identifiziert worden waren.

Die Entscheidung von Richterin Reyes stellt einen wichtigen rechtlichen Präzedenzfall dar, der den Datenschutz für Steuerzahler stärkt und zu erheblichen Änderungen in der Zusammenarbeit zwischen Regierungsbehörden führen könnte. Das Urteil bestätigt nicht nur den Gesetzesverstoß, sondern stellt auch die Argumentation der Regierung in Frage, dass solche Maßnahmen für die nationale Sicherheit notwendig seien. In der Folge könnten Sanktionen gegen den IRS verhängt oder Verfahrensänderungen angeordnet werden, obwohl die Richterin noch keine Entscheidung über Abhilfemaßnahmen getroffen hat. Der Fall beleuchtet das größere Problem der übermäßigen Sammlung und Weitergabe von Bürgerdaten zwischen Regierungsbehörden, das Bedenken über den Abbau von Bürgerrechten im digitalen Zeitalter aufwirft. Ein Sprecher des IRS lehnte einen Kommentar zum laufenden Verfahren ab.

Perspektywy mediów: „Journalismus: Liberale Medien betonen die Verletzung von Bürgerrechten und die verfassungsrechtliche Bedeutung des Falls und stellen die Maßnahmen des IRS als systemischen Machtmissbrauch gegenüber Einwanderern dar.” „Konservative Medien konzentrieren sich auf die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der Behörden im Kampf gegen illegale Einwanderung und stellen den Umfang des Datenschutzes für Personen in Frage, die Einwanderungsgesetze verletzen.”

Mentioned People

  • Ana Reyes — Bundesrichterin, die das Urteil im Fall IRS erließ