In Posen und Breslau laufen derzeit Bewerbungsfristen für städtische Programme zur Entfernung von Asbest. Die Kommunen können sogar die gesamten Kosten für Demontage und Entsorgung übernehmen. Gleichzeitig hat das Klimaministerium klargestellt, dass Mittel aus dem landesweiten Programm "Saubere Luft" nicht für den Austausch des Daches nach einer solchen Maßnahme verwendet werden können, was eine umfassende thermische Modernisierung erschwert.
Finanzierung bis zu 100 Prozent der Kosten
Die Kommunen in Posen und Breslau bieten Förderungen an, die sogar die gesamten Ausgaben für Demontage, Transport und Entsorgung von asbesthaltigen Produkten decken können.
Einschränkungen des Programms "Saubere Luft"
Das Klimaministerium bestätigte, dass Mittel aus diesem staatlichen Programm nicht die neue Dachdeckung nach der Asbestentsorgung finanzieren können.
Bewerbungsfrist bis Ende März
In Posen können Anträge für die diesjährige Programmedition bis Ende März eingereicht werden. Das Breslauer Programm ist ebenfalls aktiv.
Großes Interesse der Bewohner
Die Programme erfreuen sich großer Beliebtheit, vor allem bei Privatpersonen und Kleingärtnern. Im Jahr 2025 wurden in Breslau 88,4 Tonnen Asbest entfernt.
Kommunen setzen Programme zur Unterstützung der Entfernung von gefährlichem Asbest aus privaten Immobilien fort und bieten erhebliche Zuschüsse an. In Posen wurde für die diesjährige Programmedition ein 300 tys. zł — Budget für die Asbestentsorgung bereitgestellt, und die Bewohner können zwischen der Option des vollständigen Abbruchs und Abtransports oder nur des Abfalltransports wählen. In Breslau wurden im vergangenen Jahr von 84 Grundstücken sogar 88,4 Tonnen dieses Materials entfernt, was mehr als das Doppelte im Vergleich zum Jahr 2024 ausmacht. Diese Zahlen deuten auf ein wachsendes Ausmaß der Maßnahmen und das Bewusstsein für die Gefahr unter den Bewohnern hin. Asbest wurde aufgrund seiner feuerhemmenden und isolierenden Eigenschaften im polnischen Bauwesen von den 1950er bis zu den 1990er Jahren weit verbreitet eingesetzt. Schätzungen zufolge wurden im Spitzenzeitraum im Land jährlich etwa 100.000 Tonnen Asbestprodukte verwendet. Ein umfassendes Verbot des Handels und der Verwendung von Asbest in Polen trat 1997 in Kraft, was eine Folge der Aufdeckung seiner krebserregenden Eigenschaften und der Richtlinien der Europäischen Union war. Allerdings, wie aus der Antwort des Klima- und Umweltministeriums auf den Appell der Kommunalpolitiker hervorgeht, besteht eine schwerwiegende Systemlücke. Mittel aus dem landesweiten Förderprogramm „Saubere Luft“ können nicht für die Finanzierung einer neuen Dachdeckung verwendet werden, die nach der Entfernung der alten, asbesthaltigen notwendig ist. Das Ministerium erkannte diesen mangelnden Support als eine der wesentlichen Hindernisse für die effektive Umsetzung des Programms an. In der Praxis bedeutet dies, dass der Immobilieneigentümer, der eine städtische Förderung für die Asbestentsorgung in Anspruch nimmt, die Kosten für ein neues Dach aus eigenen Mitteln tragen muss, was die Anreize für eine umfassende thermische Modernisierung erheblich einschränkt. Die Bewerbungsfristen in beiden Städten laufen, und das Interesse ist laut den Kommunen nach wie vor hoch, was den dringenden Bedarf an der Fortführung und Weiterentwicklung solcher Initiativen bestätigt.