Heftige Schneefälle und Stürme haben Österreich, die Schweiz sowie Norditalien getroffen und zu einer Reihe tragischer Unfälle geführt. Im österreichischen Tirol kamen vier Skifahrer unter Lawinen ums Leben, und eine weitere Person starb bei einem Unfall mit einer Schneefräse in Linz. Intensive Schneestürme erzwangen die vorübergehende Schließung des Flughafens Wien, was zur Absage von über 150 Flügen führte und Tausende Passagiere in der gesamten Region strandete.
Tragische Lawinenbilanz
Infolge von Lawinenabgängen in Tirol kamen vier Skifahrer ums Leben, darunter deutsche Staatsbürger. Die Lage in den Bergen ist extrem gefährlich.
Lähmung des Flughafens Wien
Mehr als 150 Flugverbindungen wurden gestrichen, was 13.000 Passagiere betraf. Der Flughafen nahm den Betrieb erst nach vielen Stunden Schneeräumung wieder auf.
Störungen im Stromnetz
In Slowenien und Teilen Österreichs schnitten starker Schnee und Wind 34.000 bis 42.000 Verbraucher vom Strom ab und beschädigten die Übertragungsinfrastruktur.
Unfall in Linz
Ein 53-jähriger Mann wurde von einer Schneefräse getötet, die auf einem Wohnkomplex eine Treppe hinunterrutschte.
Ein massiver Wintereinbruch hat einen Großteil Österreichs und benachbarte Alpenregionen lahmgelegt und tragische Folgen mit sich gebracht. Allein in Tirol gab es innerhalb von 24 Stunden über 30 Lawineneinsätze. Die tragischsten Ereignisse ereigneten sich in St. Anton am Arlberg, wo drei Personen (Bürger der USA, Polens und Österreichs) unter Schneemassen ums Leben kamen. Das vierte Opfer in Tirol ist ein 42-jähriger deutscher Staatsbürger, der im Gebiet Nauders starb, während ein fünfter tragischer Unfall mit einem Snowboarder im benachbarten Vorarlberg gemeldet wurde. Die Rettungsdienste warnen, dass die Lawinengefahr auf der vierthöchsten Stufe der fünfteiligen Skala bleibt. Die Wetterlage führte zu Chaos im internationalen Verkehr. Der Flughafen Wien-Schwechat stellte am Freitagmorgen den Betrieb ein, nachdem sich auf den Start- und Landebahnen 20 cm Schnee angesammelt hatten. Etwa 150 Flüge wurden gestrichen, was fast 13.000 Passagiere betraf. Auch die Straßen blieben nicht verschont; in der Steiermark wurden Straßen für Pkws praktisch unpassierbar, und zahlreiche Lastwagen steckten auf den Autobahnen rund um Wien fest. In Linz kam es zu einem ungewöhnlichen Unfall, bei dem ein 53-jähriger Mann auf einem Wohngebiet von einer Schneefräse tödlich erfasst wurde. Die winterliche Lähmung erfasste auch Nachbarländer. In Slowenien beraubten extreme Wetterbedingungen über 34.000 Haushalte des Stroms, und umgestürzte Bäume blockierten Eisenbahnstrecken. Unterdessen ziehen die Betreiber von Skigebieten im deutschen Schwarzwald auf dem Feldberg, trotz zeitweiligen Schneemangels im Dezember, Januar und Februar als außergewöhnlich erfolgreich Bilanz und hoffen auf eine Fortsetzung der Saison bis Ostern. Die Lage in höheren Alpenregionen bleibt jedoch kritisch, und Experten appellieren an Touristen, die Mitteilungen der Bergrettungsdienste strikt zu beachten. Die Alpen gehören zu den lawinengefährdetsten Regionen der Welt. Statistisch gesehen sterben in Österreich jedes Jahr etwa 20-30 Menschen durch Schneemassen, und Phasen rascher Erwärmung nach starken Schneefällen sind am gefährlichsten. Die lokalen Behörden in Tirol und Vorarlberg erwägen, vorübergehende Betretungsverbote für bestimmte Wege einzuführen, um das Risiko weiterer Tragödien zu minimieren. Die Energieversorger arbeiten an der Wiederherstellung der Stromversorgung, doch starker Wind erschwert die Reparatur gerissener Leitungen in Bergregionen.