Polen kämpft mit einer verstärkten Welle von Cyberkriminalität und Betrug, die sich gegen ältere Menschen und Nutzer des Online-Bankings richtet. Allein in den letzten Tagen haben Bewohner verschiedener Regionen des Landes durch Telefonmanipulationen, gefälschte Jobangebote und Schadsoftware über eine halbe Million Złoty verloren. Die Sicherheitsbehörden warnen vor neuen Betrugsmethoden, darunter das Ausgeben als Bankmitarbeiter, Feuerwehrleute oder Systeme für Straßengebühren.
Massenbetrug im Bankwesen
Betrüger, die sich als Bankmitarbeiter ausgeben, haben innerhalb weniger Tage zu Diebstählen von über 550.000 Złoty geführt.
Neue Methoden von Cyberangriffen
Täter nutzen gefälschte SMS-Nachrichten über Strafzettel und Straßengebühren sowie Schadsoftware in E-Mail-Anhängen.
Erfolgreiche Rettungseinsätze
Einsatzkräfte und Zeugen retteten mehrere Personen aus Flüssen und brennenden Wohnungen und zeigten dabei schnelle Reaktion und Empathie.
Die letzten Februartage des Jahres 2026 brachten einen starken Anstieg der Meldungen über raffinierte Finanzbetrugsmethoden. Die Täter nutzen zunehmend Social Engineering und geben sich als vertrauenswürdige Institutionen aus. In einem der schwerwiegendsten Fälle verlor eine Bewohnerin Pommerns über 200.000 Złoty nach einem Gespräch mit einem angeblichen Bankmitarbeiter, der sie überredete, Geld auf ein „sicheres Konto” zu überweisen. Ähnliche Vorfälle wurden in anderen Landesteilen verzeichnet, wo die Gesamtschadenssumme 350.000 Złoty überstieg. Betrüger nutzen auch die Methode des angeblichen Fehlers bei Straßengebühren und versenden SMS-Nachrichten mit Links zu gefälschten Zahlungsportalen. Die Zentralbank und die Finanzaufsichtssysteme in Polen haben strenge Sicherheitsverfahren entwickelt, doch der Mensch bleibt das schwächste Glied, das Kriminelle durch emotionale Manipulation ausnutzen. Parallel dazu berichtet die Polizei über Erfolge bei Rettungseinsätzen, die zahlreiche Tragödien verhindert haben. In Stettin und Köslin wurde dank der schnellen Reaktion von Zeugen und kommunalen Mitarbeitern das Leben älterer Menschen in lebensbedrohlichen Situationen gerettet. Die Einsatzkräfte griffen auch bei Hausbränden und Vermisstenfällen ein, wo der Einsatz moderner Suchausrüstung entscheidend war. In Niederschlesien wurde das Programm „Senior na 6 z plusem” (Senior mit einer 6 plus) gestartet, das darauf abzielt, die ältesten Bürger über den Schutz vor Betrugsmethoden wie dem Enkeltrick oder dem Polizistentrick aufzuklären. Die Lage im Bereich der Cybersicherheit bleibt jedoch angespannt. Die Bank Pekao S.A. gab eine dringende Warnung vor schädlichen E-Mail-Anhängen heraus, die zum Diebstahl von Login-Daten genutzt werden können. Experten weisen darauf hin, dass die Täter ihre Techniken ständig modifizieren und unter anderem Betrug im Zusammenhang mit dem BLIK-System und gefälschte Angebote für Remote-Arbeit einführen. Die Polizei appelliert, unbekannten Telefonnummern nur begrenzt zu vertrauen und die URLs in erhaltenen Nachrichten genau zu überprüfen, da ein einziger Fehler zur vollständigen Leerung des Bankkontos führen kann. „Prosimy o zachowanie szczególnej ostrożności i weryfikowanie każdej prośby o przekazanie pieniędzy, nawet jeśli osoba dzwoniąca podaje się za funkcjonariusza lub pracownika banku.” (Wir bitten um besondere Vorsicht und die Überprüfung jeder Bitte um Geldüberweisung, auch wenn sich die anrufende Person als Beamter oder Bankmitarbeiter ausgibt.) — Polizeisprecher
Mentioned People
- Zbigniew Gmur — Vermisster 71-Jähriger aus dem Powiat Białogardzki, Ziel einer groß angelegten Suchaktion.