Der Leiter des katholischen Schulkomplexes La Salle Félix Aunac in Agen wurde vorsorglich von seinen Aufgaben suspendiert. Die Entscheidung der Schulbrüderkongregation fiel nach Erhalt eines Hinweises auf angebliches Fehlverhalten, das an einem anderen von ihr geführten Gymnasium in Bordeaux stattgefunden haben soll. Der Fall wurde den Justizbehörden gemeldet. Nach Angaben des Anwalts der Kongregation wurden Maßnahmen ergriffen, nachdem man von der Existenz der Anzeige Kenntnis erhalten hatte.
Suspendierung des Schuldirektors
Der Leiter des katholischen Schulkomplexes La Salle Félix Aunac in der südfranzösischen Stadt Agen wurde durch einen Beschluss der das Institut leitenden Kongregation von seinen Aufgaben entbunden. Das Bildungsumfeld und die lokale Gemeinschaft erwarten Erklärungen in dieser heiklen Angelegenheit.
Gründe für die getroffenen Maßnahmen
Unmittelbarer Grund für die Anordnung der Vorsichtsmaßnahme war der Erhalt einer Anzeige über mögliches Fehlverhalten durch die Ordensgemeinschaft. Dieses Verhalten soll nach den Informationen mit der früheren Tätigkeit des suspendierten Direktors am Gymnasium Saint-Genès in Bordeaux in den Jahren 2017–2024 zusammenhängen.
Rechtliches Verfahren und Reaktion
Der Fall wurde bereits der Justiz übergeben, wie der die Kongregation vertretende Anwalt bestätigte. Die Kongregation entschied sich unter Anwendung des Vorsichtsprinzips zur sofortigen Abberufung des Direktors, wobei sie das Wohl der Schüler und das Image der Einrichtung im Blick hatte.
Der Leiter des katholischen Schulkomplexes La Salle Félix Aunac in Agen wurde von der das Institut leitenden Kongregation der Schulbrüder von seinen Aufgaben suspendiert. Die Entscheidung zur Abberufung des Direktors, die am 5. Februar 2026 getroffen wurde, ist eine Vorsichtsmaßnahme. Grundlage dafür war eine Anzeige wegen angeblichen Fehlverhaltens, die den Strafverfolgungsbehörden übermittelt wurde. Dieses Verhalten, in den Quellen als comportements inappropriés bezeichnet, soll mit einem Zeitraum zusammenhängen, in dem der Direktor an einem anderen Gymnasium derselben Ordensgemeinschaft – dem Saint-Genès La Salle in Bordeaux – tätig war, wo er von 2017 bis 2024 beschäftigt war. Die Information über die Suspendierung bestätigte am Mittwoch der Anwalt der Kongregation und sagte, die Kongregation habe nach Kenntnisnahme der Anzeige das Vorsichtsprinzip angewandt. Die Kongregation der Schulbrüder, auch bekannt als Lasallianer, ist eine katholische Ordensgemeinschaft, die im 17. Jahrhundert vom heiligen Johannes Baptist de La Salle, dem Patron der Lehrer, gegründet wurde. Seit Jahrhunderten betreibt sie ein weltweites Netz von Schulen und legt Wert auf die Bildung junger Menschen, insbesondere aus benachteiligten Verhältnissen. Nach Berichten französischer Medien stammten die Hinweise auf die Vorfälle in Bordeaux von Lehrern der dortigen Schule. Die Kongregation ergriff Maßnahmen, ohne auf die Ergebnisse eines möglichen Gerichtsverfahrens zu warten, was eine typische Praxis bei ähnlichen, sensiblen Vorwürfen im Bildungsumfeld ist. Der Fall verdeutlicht die Verfahren, die kirchliche Einrichtungen in Frankreich als Reaktion auf Meldungen über mögliche Missstände anwenden, wobei sie präventiv handeln wollen. Die Entscheidung fiel schnell, innerhalb weniger Tage nach Erhalt der Information über die Anzeige. Bisher sind weder Einzelheiten der vorgeworfenen Taten noch mögliche strafrechtliche Konsequenzen bekannt. Der Direktor übt seine Funktion in Agen vorläufig nicht aus, und die weitere Entwicklung der Situation als vorübergehende Abberufung soll möglichen weiteren Vorfällen vorbeugen und eine ungestörte Untersuchung ermöglichen. Der Direktor hat sich öffentlich nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die lokale Gemeinschaft in Agen und die Eltern der Schüler der Schule La Salle Félix Aunac erwarten die weitere Entwicklung der Situation und offizielle Stellungnahmen sowohl von der Kongregation als auch von der Staatsanwaltschaft.
Perspektywy mediów: Liberale Medien (wie Mediapart) könnten die Notwendigkeit vollständiger Transparenz betonen und die Offenlegung von Details der Vorwürfe fordern, wobei sie den Vorfall als Teil eines größeren Problems von Missständen in religiösen Einrichtungen sehen. Konservative Medien (wie Le Figaro) könnten sich auf die Beschreibung der von der Kongregation eingeleiteten Verfahren als verantwortungsvolle Reaktion einer Institution konzentrieren, die das Problem selbst erkannt und gesetzeskonform gehandelt habe, wobei sie gleichzeitig das Image der Schule schütze.
Mentioned People
- Matthias Pujos — Anwalt, der die Kongregation der Schulbrüder vertritt und die Information über die Suspendierung des Direktors bestätigte.