Extreme Wetterbedingungen auf der Ostsee haben zu einer Lähmung wichtiger Häfen geführt, darunter das LNG-Terminal in Mukran, wo das Eis eine Dicke von einem Meter erreicht. Parallel alarmiert die Organisation Greenpeace vor einer wachsenden ökologischen Bedrohung. Seit Mitte Dezember haben acht Schiffe der sogenannten russischen „Geisterflotte“ mehrfach deutsche Hoheitsgewässer verletzt und Öl ohne angemessene Sicherheitsvorkehrungen und internationale Aufsicht transportiert.

Lähmung deutscher Häfen

Die Häfen Lubmin, Vierow sowie das Terminal Mukran sind durch Eis mit einer Dicke von bis zu 1 Meter blockiert, was den Schiffsverkehr unmöglich macht.

Bedrohung durch die Geisterflotte

Greenpeace berichtet über 8 Tanker ohne Flagge, die seit Dezember systematisch deutsche Gewässer verletzen und Sanktionen umgehen.

Russische Eisbrecher im Einsatz

Unter schwierigen Bedingungen auf der Ostsee operiert der russische Atom-Eisbrecher Sibir und hilft Schiffen, die in der Nähe von Tallinn festsitzen.

Die nautische Situation in der südlichen und östlichen Ostsee ist aufgrund der stärksten Vereisung seit Jahren kritisch geworden. In Häfen wie Lubmin und Vierow sind voll beladene Schiffe festgefroren, und das Eis im Bereich der Greifswalder Bodden erreicht eine Dicke von einem Meter. Probleme betreffen auch das strategische Terminal für LNG in Mukran. Unternehmen in der Region kündigen bereits an, Schadenersatz wegen der Stillstände zu fordern. Schiffen im Bereich von Tallinn müssen Eisbrecher Hilfe leisten, darunter das russische Atom-Eisbrecherschiff Sibir, was das Ausmaß der Wetterprobleme unterstreicht, mit denen die Schifffahrt derzeit konfrontiert ist. Parallel zur Wetterkrise wächst ein Skandal im Zusammenhang mit der ökologischen Sicherheit. Die Organisation Greenpeace hat einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass seit dem 15. Dezember des vergangenen Jahres acht Tanker ohne Staatszugehörigkeit, die die sogenannte Geisterflotte bilden, insgesamt 11 Mal in deutsche Gewässer eingedrungen sind. Aktivisten werfen der Regierung in Berlin Untätigkeit und mangelnde Reaktion auf die Präsenz von Schiffen vor, die oft keine gültigen Sicherheitszertifikate oder Haftpflichtversicherung besitzen. Die Ostsee ist eines der am stärksten befahrenen Gewässer der Welt, und ihre Besonderheit – niedriger Salzgehalt und geringe Tiefe – macht sie extrem anfällig für Ölverschmutzungen. Historisch war die größte Katastrophe in der Region die Grundberührung des Tankers Antonio Gramsci im Jahr 1979, die zur Freisetzung von Tausenden Tonnen Öl führte. Experten warnen, dass die Kombination aus extremer Vereisung und der Präsenz alter, schlecht gewarteter russischer Schiffe eine explosive Mischung darstellt. Bei einer Kollision mit Eisschollen oder einem anderen Schiff könnten die „Geister“-Schiffe zu einer ökologischen Katastrophe führen, für die niemand die finanzielle Verantwortung übernehmen würde. Greenpeace fordert von den deutschen Behörden die sofortige Festsetzung und Kontrolle von schiffen ohne Flagge und beschuldigt Beamte, offensichtliche Verstöße gegen das Völkerrecht im Namen der Vermeidung politischer Konfrontation zu ignorieren. „Die Regierung vergisst regelmäßig ihre Pflicht, Tanker ohne Flagge aufzubringen, was die gesamte Ostseeküste einer irreversiblen Verschmutzung aussetzt.” — Greenpeace-Sprecher Aktivität der russischen Geisterflotte in deutschen Gewässern: Anzahl identifizierter Tanker: 8, Registrierte Einfahrten in Hoheitsgewässer: 111 Meter — erreicht die Eisdicke in der Greifswalder BoddenLiberale Medien legen starken Wert auf die ökologische Bedrohung und die Untätigkeit der Regierung angesichts der Sanktionsumgehung durch die russische Geisterflotte. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die wirtschaftlichen Verluste durch die Lähmung der Häfen und die notwendige Unterstützung durch Eisbrecher.