Der Übergang vom Februar zum März 2026 bringt Mitteleuropa deutliche Erwärmung mit lokal bis zu 16–17 Grad Celsius. Während die Tage sonnig und frühlingshaft sind, bleiben die Nächte frostig, was eine Herausforderung für Landwirtschaft und Gartenbau darstellt. Experten warnen vor Pilzkrankheiten bei Pflanzen und den Folgen schneller Schneeschmelze, die Schäden an Rasenflächen und Winterkulturen nach dem vergangenen Winter offengelegt hat.
Frühlingswärme in Europa
Temperaturen in Polen und Deutschland erreichen 15–16 Grad Celsius dank stabiler Hochdruckgebiete.
Risiken für die Landwirtschaft
Schnelle Schneeschmelze und Nachtfröste begünstigen die Entwicklung von Schneeschimmel und das Auswaschen von Düngemitteln.
Wechselhafte Prognosen für März
Der IMGW warnt vor dynamischem Wetter zum Monatswechsel mit möglichen Rückfällen in kältere Temperaturen.
Das Ende des Februars 2026 wird von starken Hochdruckgebieten dominiert, die effektiv den Zustrom kühlerer Luftmassen blockieren und den Weg für Wärme aus dem Süden freimachen. In Polen, insbesondere in Masowien und den westlichen Woiwodschaften, zeigen die Thermometer bis zu 15 Grad Celsius. Eine ähnliche Wetterlage verzeichnen Deutschland, wo in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland die Temperaturen um 16 Grad schwanken. Italien hat bereits das definitive Ende des Winters verkündet und erfreut sich an stabilem, sonnigem Wetter, wenn auch lokal schwache Regenfälle auftreten. Eine so schnelle Erwärmung ruft jedoch berechtigte Besorgnis unter Agrar-Meteorologen und Landwirten hervor, die sich um den Zustand der Kulturen nach den jüngsten Schneeschmelzen sorgen. Die Situation in der Landwirtschaft ist komplex, da hohe Tagestemperaturen bei gleichzeitigen Nachtfrösten die Entwicklung von Krankheitserregern begünstigen. Experten weisen auf das Problem der Schneeschimmel und der Halmbasis-Fäule hin, die geschwächte Pflanzen befallen. Ein zusätzlicher Risikofaktor ist das Schicksal von Düngemitteln, die vor der Erwärmung ausgebracht wurden – intensive Schneeschmelze könnte zu deren Auswaschung aus dem Boden geführt haben, was landwirtschaftliche Betriebe zu einer Korrektur ihrer Düngepläne zwingt. Gartenbesitzer kämpfen derweil mit Moos und Bodenversauerung, was auf die Notwendigkeit einer Rasenkalkung in den kommenden Wochen hindeutet. Das Phänomen der antizyklonalen Blockade, das derzeit über Europa beobachtet wird, war in der Vergangenheit für die größten Hitzewellen und lang anhaltende Dürreperioden im Mittelmeerraum verantwortlich.Trotz optimistischer Prognosen für das Wochenende dämpft der IMGW die Begeisterung und kündigt an, dass der Beginn des meteorologischen Frühlings sehr wechselhaft sein wird. In den Bergen, insbesondere in den Beskiden und der Tatra, bleiben die Bedingungen auf den Wanderwegen aufgrund von Eis und weichem Schnee schwierig, was von Wanderern besondere Vorsicht erfordert. Langfristige Prognosen für den Sommer 2026 deuten darauf hin, dass die diesjährigen Anomalien Vorboten einer besonders heißen und dynamischen Saison sein könnten, was sich in den seit Jahrzehnten beobachteten Trend der Klimaerwärmung in unserem Teil des Kontinents einfügt. „To będzie bardzo nietypowy marzec, gdzie starcie mas powietrza przyniesie nam pełen wachlarz pogodowy.” (Dies wird ein sehr untypischer März, in dem das Aufeinandertreffen von Luftmassen uns die ganze Palette des Wetters bescheren wird.) — IMGW-Experte Polen liegt in der Zone des gemäßigten Übergangsklimas und zeugt seit Jahrhunderten von heftigen Luftmassenaustauschen polarer und subtropischer Luft, was historisch oft zu Missernten führte.
Mentioned People
- Witold Szczepaniak — Professor, der den Einfluss der Schneeschmelze auf die Effizienz ausgebrachter Mineraldünger analysiert.