In Teheran und anderen akademischen Zentren des Irans dauern seit drei Tagen intensive Studentenproteste gegen das Regime an. Die Demonstranten, die Parolen gegen die höchsten Staatsbehörden skandieren, fordern demokratische Reformen und die Aufklärung brutaler Maßnahmen der Sicherheitskräfte. Die innere Lage verschärft sich angesichts von Spekulationen über einen möglichen militärischen Angriff der Vereinigten Staaten, was die Islamische Republik vor eine doppelte politische Krise stellt.
Dritter Tag der Demonstrationen
Studenten aus Teheran und anderen Städten setzen ihre Proteste gegen das Regime trotz starker Polizeipräsenz fort.
Drohung eines US-Angriffs
Donald Trump prüft die Möglichkeit von Vergeltungsschlägen gegen iranische Militärziele.
Gespräche in Genf
Ein diplomatisches Treffen ist geplant, das ein letzter Versuch zur Deeskalation der Spannungen in der Region sein soll.
Zusammenstöße mit Regimetreuen
Auf den Campussen kommt es zu direkten Konfrontationen zwischen Studenten und regierungsunterstützenden Gruppen.
An iranischen Universitäten ist eine neue Welle regierungsfeindlicher Proteste ausgebrochen, die trotz brutaler Reaktionen des Sicherheitsapparats an Stärke zu gewinnen scheint. Studenten in Teheran, aber auch in kleineren Zentren, lehnen sich offen gegen die derzeitige politische Ordnung auf und skandieren unter anderem „Tod dem Diktator”. Der unmittelbare Impuls für die erneute Mobilisierung war die Wiedereröffnung der Hochschulen nach einer Phase verschärfter Kontrolle, doch die tiefere Ursache bleibt die Frustration nach den blutig niedergeschlagenen Demonstrationen der vergangenen Wochen. Die Demonstranten nutzen den symbolischen Raum des Campus, um lautstark zu erklären, dass ihre Klassenzimmer leer seien, weil „die Friedhöfe voll sind”, und verweisen damit auf die zahlreichen Opfer von Polizei- und Basidsch-Einsätzen. Die Studentenbewegung im Iran spielt seit Jahrzehnten eine Avantgarde-Rolle bei gesellschaftlichen Veränderungen, wie unter anderem die blutig niedergeschlagenen Proteste vom Juli 1999 zeigen, die sich dauerhaft in das Gedächtnis der oppositionellen Intelligenz eingeprägt haben.Die Lage im Inland überlagert sich mit einer äußerst angespannten internationalen Atmosphäre. Nachrichtendienstlichen Berichten zufolge erwägt die Regierung von Donald Trump gezielte Militärschläge gegen strategische iranische Ziele, was in der Zivilbevölkerung weit verbreitete Besorgnis auslöst. Unterdessen wächst in den Machtzirkeln Teherans die Unsicherheit angesichts von Berichten über die Suche nach einem Nachfolger für den Obersten Führer. Die gesellschaftlichen Spaltungen vertiefen sich, was durch Zusammenstöße zwischen pro-demokratischen Jugendlichen und Regimetreuen belegt wird. Ein besonders symbolischer Akt des Widerstands wurde das gemeinsame Klatschen während des Gebetsrufs, was als direkter Angriff auf die religiösen Grundlagen der Islamischen Republik gewertet wird. Die Beziehungen zwischen Washington und Teheran sind seit der Besetzung der US-Botschaft 1979 feindselig, doch der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen in den letzten Jahren hat zu einem historischen Tiefpunkt des Vertrauens geführt.Zusätzlich gelangen Informationen über mysteriöse Nachrichten an die Öffentlichkeit, die an Demonstranten verschickt werden und externe Unterstützung suggerieren sowie zu Geduld gegenüber bevorstehenden US-Maßnahmen ermutigen. Die Behörden beschuldigen ausländische Mächte der Aufwiegelung und wenden gleichzeitig harte Repressionen an. In Genf sind Gespräche der letzten Chance geplant, die einen offenen bewaffneten Konflikt verhindern sollen, doch die Chancen auf einen diplomatischen Durchbruch werden als gering eingeschätzt. Der Iran befindet sich derzeit in höchster Verteidigungsbereitschaft, was die Angst der Bevölkerung vor den Folgen eines möglichen Krieges verstärkt.
Mentioned People
- Ali Chamenei — Oberster Führer des Iran, gegen den sich die Parolen der Demonstranten richten.
- Donald Trump — US-Präsident, der militärische Optionen gegenüber Teheran prüft.