Tausende Bürger europäischer Staaten, darunter über 70.000 Italiener sowie zahlreiche Gruppen von Spaniern und Franzosen, versuchen, den Nahen Osten nach der Eskalation des Konflikts zwischen Israel und dem Iran zu verlassen. Regierungen starten Evakuierungsoperationen und schicken Sondermaschinen nach Dubai und Abu Dhabi. Die ersten Gruppen von Zivilisten sind bereits in Rom und Paris eingetroffen und berichten von nächtlichem Terror durch Raketenbeschuss und Erschütterungen von Hotelgebäuden in Luxusresorts.
Staatsflüge für Studenten
Italien schickt ein Sonderflugzeug nach Dubai, um 200 nach Ausbruch der Kämpfe gestrandete Studenten zurückzuholen.
Verkehrslähmung in der Region
Flughäfen in den Emiraten und Katar kämpfen mit massiven Verspätungen, und Reisende suchen Fluchtwege über Oman und Jordanien.
Berichte von der Nacht des Terrors
Zeugen in Dubai und Abu Dhabi schildern Erschütterungen von Gebäuden und Raketenalarme, die direkt auf ihre Mobiltelefone gesendet wurden.
Prominente und Sportler gestrandet
In der Gefahrenzone befinden sich unter anderem Ana Boyer sowie mexikanische Fußballschiedsrichter, deren Rückkehr gestoppt wurde.
Die Sicherheitslage in der Region des Persischen Golfs hat sich drastisch verschlechtert, was die Regierungen europäischer Staaten gezwungen hat, außerordentliche konsularische Verfahren zu aktivieren. Die komplizierteste Operation betrifft die Evakuierung von fast 200 italienischen Studenten aus Dubai, die am Dienstag mit einem Sonderflug der Regierung in ihr Heimatland zurückkehren sollen. Der italienische Außenminister Antonio Tajani bestätigte, dass die Operation planmäßig verläuft und die ersten Touristen aus Oman bereits auf dem Flughafen Fiumicino in Rom gelandet sind. Unter den Rückkehrern befand sich auch die Familie des italienischen Verteidigungsministers Guido Crosetto. Reisende berichten, dass sie für kommerzielle Evakuierungen bar bezahlen mussten und die Ticketpreise angesichts der massenhaften Absage regulärer Flugverbindungen durch die Fluggesellschaften drastisch gestiegen sind. Seit dem Ende des Iran-Irak-Krieges 1988 haben Staaten der Region des Persischen Golfs wie die Vereinigten Arabischen Emirate oder Katar ihr Image als sichere Häfen für Tourismus und Wirtschaft aufgebaut, was der aktuelle Konflikt brutal überprüft.Auch Spanien und Frankreich unternehmen intensive Maßnahmen für ihre Bürger. Eine Gruppe von 176 Einwohnern Andalusiens steckt in Jerusalem fest, und Pilger aus Almería versuchen derzeit, über Ägypten und Jordanien zu entkommen. Dramatische Berichte kommen von französischen Touristen, die nach ihrer Ankunft in Paris Momente schilderten, in denen Hotels von Explosionen bebten und Telefone Alarme über anfliegende Raketen empfingen. Von der Krise betroffen sind nicht nur Touristen, sondern auch Sportler: Fußballschiedsrichter aus Mexiko stecken in Katar fest, und die französischen Tischtennisspieler, die Brüder Lebrun, mussten aufgrund logistischer Lähmung der Fluggesellschaften in Singapur bleiben. Sogar Prominente wie Ana Boyer, die sich im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft in Doha aufhält, äußern öffentlich die Hoffnung auf ein schnelles Ende der Kriegshandlungen. „Monitoriamo la situazione minuto per minuto, la priorità è la sicurezza dei nostri cittadini.” (Wir beobachten die Situation Minute für Minute, die Priorität ist die Sicherheit unserer Bürger.) — Der italienische Außenminister Antonio TajaniDie Krise hat auch Seewege und wichtige Verkehrsknotenpunkte von Indien bis zu den Malediven getroffen, wo Touristen aufgrund der Schließung des Luftraums über dem Iran und dem Libanon gefangen sind. Schweizer Einwohner in der Region melden zunehmende Unsicherheit, und lokale Behörden, wie im Fall der italienischen Stadt Ortona, halten ständigen Kontakt zu Familien von Personen, die sich in Dubai aufhalten. Die Situation bleibt äußerst dynamisch, und die Logistik der Rückkehr hängt von vorübergehenden Unterbrechungen der Militäroperationen sowie der Kapazität der Flughäfen in Nachbarländern wie Jordanien oder Oman ab, die zu Hauptumschlagplätzen für evakuierte Europäer geworden sind.
Perspektywy mediów: Liberale Medien legen größeren Wert auf die humanitäre Dimension der Evakuierung und die Angst der Zivilisten, die in der Kriegszone gefangen sind. Konservative Medien betonen die Effizienz der Regierungsmaßnahmen und die Notwendigkeit, Landsleute und das Prestige des Staates angesichts äußerer Bedrohungen zu schützen.
Mentioned People
- Antonio Tajani — Italienischer Außenminister, koordiniert Evakuierungsflüge für Studenten.
- Guido Crosetto — Italienischer Verteidigungsminister, dessen Familie sich unter den Personen befand, die die Region verließen.
- Ana Boyer — Prominente, Ehefrau von Fernando Verdasco, steckte in Doha im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft fest.