Mit dem bevorstehenden muslimischen Fastenmonat erleben Berliner Süßwarengeschäfte und traditionelle Konditoreien einen wahren Ansturm. Obwohl die Gläubigen ab Donnerstag zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf Essen und Trinken verzichten werden, ist die Nachfrage nach Süßigkeiten und Trockenfrüchten fast doppelt so hoch. Unternehmer erhöhen die Personalstärke und Lagerbestände, um der Nachfrage von Kunden gerecht zu werden, die sich auf das abendliche Fastenbrechen und das fröhliche Feiern im Kreis der Liebsten vorbereiten.
Plötzlicher Umsatzanstieg
Berliner Konditoreien verzeichnen doppelte Umsatzsteigerungen kurz vor Beginn des Ramadan. Hauptwaren sind traditionelle Backwaren und dekorative Geschenksets.
Mobilisierung des Personals
Ladenbesitzer entscheiden sich für die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter, um die erhöhte Kundenzahl in Stadtteilen wie Neukölln effizient bedienen zu können.
Rolle gesellschaftlicher Treffen
Die hohe Nachfrage resultiert aus der Tradition gemeinsamer abendlicher Mahlzeiten. Süßigkeiten sind ein unverzichtbares Element von Einladungen zum traditionellen Iftar nach Sonnenuntergang.
Der nahende Ramadan hat in Berlin eine vorfestliche Hektik ausgelöst, die besonders in Stadtteilen wie Neukölln oder Charlottenburg sichtbar ist. Obwohl die Essenz dieser Zeit Enthaltsamkeit ist, zeigt die Marktrealität eine andere Seite der Vorbereitungen. Konditoreibesitzer wie Mustafa von der Palast Konditorei berichten von einem doppelten Umsatzwachstum in den ersten Tagen des Festes. Kunden kaufen massenhaft traditionelle Backwaren und Geschenksets, die bei den abendlichen Mahlzeiten auf den Tisch kommen. Die Tradition, sich nach dem Ende des Ramadan während des Festes Eid al-Fitr mit Süßigkeiten zu beschenken, reicht bis zu den Anfängen des Islam zurück und symbolisiert Dankbarkeit und Freude über die Erfüllung der religiösen Pflicht. Dieses Phänomen erklärt unter anderem Arzu Araee, die einen Trockenfrüchteladen am Olivaer Platz führt. Sie weist darauf hin, dass die Ramadan-Zeit vor allem eine Phase intensiver gesellschaftlicher Treffen ist. Die abendlichen Iftare erfordern eine angemessene kulinarische Gestaltung, bei der Süßigkeiten und Nüsse eine Schlüsselrolle spielen. Daher entscheiden sich Unternehmer für eine Erhöhung der Personalzahl und die vorherige Vorbereitung spezieller Geschenkverpackungen, um den erhöhten Andrang effizient bewältigen zu können. 100% — Umsatzwachstum verzeichnen einige Konditoreien Experten weisen darauf hin, dass der Ramadan in Berlin zu einem wichtigen Faktor geworden ist, der die lokale Handelswirtschaft stimuliert. Dieser Einfluss geht über den religiösen Aspekt hinaus und wird zu einem bedeutenden Element der Wirtschaftslandschaft der deutschen Hauptstadt. Lokale Unternehmen müssen große Flexibilität zeigen, um den Respekt vor der Fastentradition mit dem wachsenden Konsumverhalten zu verbinden, das das gemeinsame Feiern nach Einbruch der Dunkelheit begleitet. Für viele Berliner sind Süßigkeiten zu einem unverzichtbaren Element der sozialen Integration in diesem besonderen Monat geworden. Handelsaktivität in Konditoreien: Täglicher Umsatz: Standardniveau → Anstieg um fast 100%; Personalbesetzung: Normale Besetzung → Zusätzliche Mitarbeiter pro Schicht; Sortiment: Standardangebot → Erhöhte Produktion von Geschenken und Trockenfrüchten
Mentioned People
- Arzu Araee — Besitzerin eines Süßwaren- und Nussladens am Olivaer Platz in Berlin.
- Mustafa — Vertreter der Palast Konditorei im Berliner Stadtteil Neukölln.