Die spanische Öffentlichkeit ist von zwei großen Skandalen erschüttert. Der ehemalige operative Direktor der Nationalpolizei wurde der Erpressung und sexuellen Belästigung beschuldigt, was eine Protestwelle gegen den Innenminister auslöste. Gleichzeitig wehrt sich Manuel Bautista, Bürgermeister von Móstoles, gegen Vorwürfe der Belästigung einer ehemaligen Stadträtin und vergleicht sich dabei mit Holocaust-Opfern, was allgemeine Empörung und Forderungen nach seinem sofortigen Rücktritt hervorrief.

Anzeige gegen ehemaligen Polizeichef

Ein Kommissar hat den ehemaligen DAO beschuldigt, Erpressung und Druck angewendet zu haben, um einen Sexskandal zu vertuschen.

Krise in Móstoles

Bürgermeister Manuel Bautista wehrt sich gegen Missbrauchsvorwürfe und löst mit unglücklichen Vergleichen zum Holocaust einen Skandal aus.

Druck auf Minister Marlaska

Polizeigewerkschaften fordern den Rücktritt des Innenministers und beschuldigen ihn, Missstände in der Führungsspitze zu dulden.

Neue Opfer in den Diensten

Der Anwalt der Opfer hat enthüllt, dass die Zahl der Frauen, die sich über das Verhalten des ehemaligen Polizeichefs beschweren, auf vier gestiegen ist.

Die Lage in den spanischen Strafverfolgungsbehörden spitzt sich weiter zu. Ein ranghoher Polizeibeamter hat offiziell Anzeige bei der Guardia Civil gegen den ehemaligen DAO der Policía Nacional erstattet und ihm Erpressung und Druckausübung vorgeworfen. Der Fall steht im Zusammenhang mit früheren Vorwürfen sexueller Übergriffe, die der ehemalige Direktor begangen haben soll. Der Anwalt des Opfers bezeichnet die Situation als „Rubiales-Fall in der Polizei”, was auf eine systematische Vertuschung von Missbrauch hindeutet. Zudem gibt es Berichte über Vetternwirtschaft bei der Besetzung von Führungspositionen in Ceuta, was die Vertrauenskrise in die Leitung des Innenministeriums vertieft. Der spanische öffentliche Dienst und die Sicherheitskräfte kämpfen seit Jahren mit Vorwürfen der Politisierung höchster Positionen, was zu Konflikten zwischen der Regierung und den Gewerkschaften der Beamten führt. Gleichzeitig tobt in Móstoles ein politischer Sturm um den Bürgermeister Manuel Bautista von der Volkspartei. Eine ehemalige Stadträtin hat ihn der sexuellen Belästigung und des Mobbings beschuldigt. Bautista weigert sich trotz Massenprotesten vor dem Rathaus zurückzutreten und behauptet, ein „reines Gewissen” zu haben. Kontroversen lösten seine Äußerungen aus, in denen er seine Situation mit dem Schicksal von Hitlers Opfern verglich, obwohl er selbst nicht jüdischer Herkunft ist. Die linke Opposition und zahlreiche Kommentatoren verurteilten diesen Vergleich als äußerst unangemessen und zynisch. Partia Ludowa unterstützt den Bürgermeister vorerst offiziell unter Berufung auf die Unschuldsvermutung, obwohl interne Stimmen auf wachsende Image-Sorgen hinweisen. 4 — Frauen haben den ehemaligen Polizeichef der Belästigung beschuldigt Innenminister Marlaska steht unter Beschuss der Polizeigewerkschaften, die ihn beschuldigen, das Image der Truppe durch die Duldung einer „politischen und Macho-Kultur” in der Führung zu zerstören. Das Ministerium versuchte, die Emotionen zu beruhigen, indem es einen der in Druckausübung verwickelten Kommissare auf eine Büroposition in der wissenschaftlichen Polizei versetzte. Gleichzeitig wurde das Verfahren zur Auswahl eines neuen operativen Direktors eingeleitet, das dringend durchgeführt werden soll, um die sich rapide verschlechternde personelle und Image-Lage der Polizei zu stabilisieren. „Se presenta como víctima de Hitler sin ser judío” (Er stellt sich als Opfer Hitlers dar, ohne Jude zu sein) — Manuel Bautista „Es un caso Rubiales en la Policía.” (Es ist ein Rubiales-Fall in der Polizei.) — Jose Manuel Piedrafita

Mentioned People

  • Manuel Bautista — Bürgermeister von Móstoles, beschuldigt der Belästigung und sexuellen Nötigung.
  • Fernando Grande-Marlaska — Spanischer Innenminister, kritisiert für die Lage in der Polizei.
  • Alfonso Serrano — Generalsekretär der PP in Madrid, verteidigt den Bürgermeister von Móstoles.