Die britische Mannschaft hat das Finale des Männer-Curlingturniers bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo erreicht. Nach einem dramatischen Halbfinale besiegten die Briten die bisher ungeschlagene Schweiz mit 8:5. Um die Goldmedaille kämpfen sie gegen Kanada, das Norwegen ausschaltete. Im Frauenwettbewerb sicherten sich die USA und Kanada den Halbfinaleinzug und schlossen dabei unter anderem das britische Team vom Medaillenkampf aus.
Briten im großen Finale
Das Team von Bruce Mouat besiegte die zuvor ungeschlagene Schweiz mit 8:5 und kämpft um die Goldmedaille gegen Kanada.
Historischer Erfolg der Amerikanerinnen
Die Mannschaft der USA zog zum ersten Mal seit 2002 ins Halbfinale der Frauen ein, nachdem sie die Schweiz in einem Extra-End besiegte.
Ende der Träume der Gastgeber
Die Italiener schieden trotz hoher Ambitionen nach einer Niederlage gegen die Schweiz mit 5:9 aus dem Turnier aus und belegten Platz fünf.
Der Wettbewerb im Curling der Männer bei den Spielen Milano Cortina 2026 ist in die entscheidende Phase eingetreten. In den Halbfinals am Donnerstag kam es zu einer großen Überraschung, als Großbritannien unter der Führung von Skip Bruce Mouat die Schweiz mit 8:5 besiegte. Die Schweizer waren nach einer perfekten Gruppenphase, in der sie alle neun Spiele gewonnen hatten, die Favoriten. Doch die Briten, die sich dank einer Niederlage Italiens in letzter Minute für die K.-o.-Phase qualifiziert hatten, bewahrten in der Schlussphase die Nerven und holten zwei entscheidende Punkte im letzten End. Im zweiten Halbfinale besiegte Kanada unter der Leitung von Brad Jacobs Norwegen, was ein klassisches nordamerikanisch-europäisches Finale ergibt. Für die britischen Curler ist dies eine Chance, an die Erfolge von Rhona Martin und Eve Muirhead anzuknüpfen, die in der Vergangenheit Goldmedaillen für das Land gewannen. Die Schweizer unter Skip Yannick Schwaller spielen nach ihrer ersten Niederlage im Turnier mit Norwegen um Bronze. Enttäuschung herrscht im Lager der Gastgeber – die Italiener beendeten das Turnier trotz Medaillenambitionen nach einer Niederlage gegen die Schweiz im letzten Spiel der Vorrunde auf dem fünften Platz. Die Curling-Tradition bei den Olympischen Spielen reicht bis zur ersten Winterausgabe in Chamonix 1924 zurück, obwohl der Sport erst 1998 in Nagano dauerhaft ins offizielle Programm zurückkehrte. Parallel fanden die entscheidenden Spiele im Frauenwettbewerb statt. Das US-Team unter Tabitha Peterson sorgte für eine Sensation, indem es die Schweiz mit 7:6 nach einem Extra-End besiegte. Durch diesen Sieg erreichten die Amerikanerinnen zum ersten Mal seit 24 Jahren die Medaillenrunde und schlossen dabei die britische Mannschaft aus. Neben den USA qualifizierten sich Kanada, die Schweiz und Schweden für die Halbfinals. Die Wetterbedingungen in Cortina wurden zur zusätzlichen Herausforderung – heftige Schneefälle lähmten den Verkehr und zwangen einige Teams, den Transport aufzugeben und zu Fuß zum Cortina Curling Olympic Stadium zu gehen. Männer-Halbfinals - Milano Cortina 2026: Großbritannien 8:5 Schweiz; Kanada 8:6 Norwegen „Das ist ein sehr schwieriger Moment für uns. Wir hatten unsere Chance, es fehlten buchstäblich Millimeter, um das Spiel zu drehen.” — Benoît Schwarz-van Berkel 24 Jahre — warteten die Amerikanerinnen auf den erneuten Einzug ins olympische Halbfinale
Mentioned People
- Bruce Mouat — Skip der britischen Männermannschaft, der das Team ins Finale führte.
- Yannick Schwaller — Skip des Schweizer Teams, das nach einer Serie von Siegen in der Gruppenphase im Halbfinale gegen Großbritannien verlor.
- Tabitha Peterson — Anführerin des US-Frauenteams, die dem Team den ersten Halbfinaleinzug seit Jahrzehnten sicherte.