Das Internationale Paralympische Komitee hat die Entscheidung zur Zulassung von Sportlern aus Russland und Belarus zur Teilnahme an den Winter-Paralympics 2026 aufrechterhalten. Diese Entscheidung löste sofortigen Widerstand der Ukraine aus, die einen Boykott der Eröffnungsfeier ankündigte. Dem Protest schloss sich das Polnische Paralympische Komitee an und kündigte Konsultationen mit Kiew an. IPC-Präsident Andrew Parsons appelliert an die Entpolitisierung des Sports, räumt aber ein, dass das Komitee die Entscheidung der ukrainischen Sportler respektieren wird.

Russland und Belarus kehren zurück

Das IPC hat die Entscheidung aufrechterhalten, Sportler aus diesen Ländern unter neutraler Flagge an den Spielen teilnehmen zu lassen.

Ukrainischer Boykott der Zeremonie

Die Vertretung der Ukraine hat offiziell angekündigt, aus Protest nicht an der Eröffnungsfeier der Spiele teilzunehmen.

Solidarität Polens

Das Polnische Paralympische Komitee kündigte eine enge Zusammenarbeit mit der Ukraine an, um eine gemeinsame Position zu erarbeiten.

Neutralität laut IPC

Vorsitzender Andrew Parsons verteidigt die Entscheidung und appelliert, Politik vom Wettbewerb von Menschen mit Behinderungen zu trennen.

Die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees, Athleten aus Russland und Belarus die Teilnahme zu ermöglichen, hat zur schwersten Imagekrise vor den bevorstehenden Winter-Paralympics 2026 geführt. Trotz zahlreicher Proteste von europäischen Staaten, darunter Polen und die Ukraine, hat das IPC die umstrittene Entscheidung aufrechterhalten, Sportler aus Russland und Belarus unter ihren eigenen Nationalflaggen und Staatssymbolen starten zu lassen. Die Argumentation des Gremiums ist der Wunsch, Politik vom Wettkampf von Menschen mit Behinderungen zu trennen. Seit 2022, nach der Invasion in die Ukraine, wurden die Vertretungen Russlands und Belarus systematisch von den meisten globalen Sportereignissen ausgeschlossen, und der Prozess ihrer Rückkehr in den olympischen und paralympischen Wettbewerb löst in der internationalen Gemeinschaft extreme Emotionen aus.Als Reaktion auf diese Entscheidung hat die Ukraine offiziell einen Boykott der Eröffnungsfeier der Spiele angekündigt. Das Polnische Paralympische Komitee solidarisiert sich mit dieser Haltung und verweist auf die Notwendigkeit diplomatischer Konsultationen. Andrew Parsons, Vorsitzender des IPC, betonte in jüngsten Äußerungen, dass die Organisation zwar Inklusivität anstrebt, aber das Recht jeder nationalen Delegation akzeptiert, ihren Protest in Form von Abwesenheit bei den Startzeremonien auszudrücken. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der Ausschluss von Sportlern aufgrund ihres Passes Diskriminierung wäre. Die Situation bleibt angespannt, da weitere Länder Protestformen erwägen, die nicht direkt die Paraathleten selbst treffen, sondern den Widerstand gegen die Entscheidung des Komitees manifestieren sollen. Der Boykott der Eröffnungsfeier ist eine symbolische Geste mit großer medialer Bedeutung, die die internationale Gemeinschaft an den andauernden bewaffneten Konflikt erinnern soll. „We will be happy if all committees take part in the opening ceremony, but we will respect Ukraine's decision if they decide not to participate.” (Wir wären froh, wenn alle Komitees an der Eröffnungsfeier teilnehmen, aber wir werden die Entscheidung der Ukraine respektieren, wenn sie sich entscheidet, nicht teilzunehmen.) — Andrew Parsons Unterstützung für die Zulassung von Russen und Belarussen laut IPC: Für Zulassung: 74, Dagegen: 65, Enthaltungen: 132026 — Jahr der von der Krise betroffenen Winterspiele

Mentioned People

  • Andrew Parsons — Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, der die Neutralität des Sports verteidigt.