König Felipe VI. und Königin Letizia haben die 45. Ausgabe der Internationalen Messe für Zeitgenössische Kunst ARCO in Madrid eröffnet. Die Veranstaltung, die zu den wichtigsten Terminen im spanischen Kulturkalender zählt, wurde von Appellen der Kunstszene nach einer Senkung der Mehrwertsteuer auf Kulturgüter überschattet. Parallel empfing das Königspaar die Großherzöge von Luxemburg, was die intensive diplomatische und repräsentative Woche der spanischen Monarchie unterstreicht.
Eröffnung der ARCO-Messe 2026
Das Königspaar eröffnete die 45. Ausgabe der Messe begleitet von Forderungen nach Steuersenkungen für Galerien.
Besuch der Großherzöge von Luxemburg
Die Großherzöge von Luxemburg sind auf offiziellem Besuch in Spanien und wurden im Königspalast empfangen.
Abschied von Fernando Ónega
Der Tod des legendären Journalisten löste eine Welle der Anteilnahme aus, unter anderem von Julio Iglesias und der Medienwelt.
Madrid wurde am Donnerstag zum Zentrum des europäischen Kultur- und Diplomatenlebens. König Felipe VI. und Königin Letizia eröffneten die Jubiläumsausgabe, die 45. ARCO-Messe, die jedes Jahr Sammler und Künstler aus aller Welt anzieht. Die diesjährige Eröffnung zeichnete sich durch einen starken politisch-wirtschaftlichen Akzent aus, da die Kunstgalerien die Forderung nach einer Senkung der Kultur-Mehrwertsteuer erneuerten. Die Medien richteten besondere Aufmerksamkeit auf das Outfit von Königin Letizia, die sich für ein klassisches grünes Tweedkleid entschied und auf die für diese Veranstaltung typischen avantgardistischen Stylings verzichtete. Die Veranstaltung fiel mit dem offiziellen Besuch der Großherzöge von Luxemburg, Henri und María Teresa, in Spanien zusammen. Es fand ein festlicher Empfang im Königspalast statt, der zur Demonstration der engen dynastischen und persönlichen Bande zwischen Madrid und Luxemburg genutzt wurde. Es ist erwähnenswert, dass sich Großherzogin Stéphanie von Luxemburg an der Seite der spanischen Monarchin in einem Kleid mit ähnlicher Farbgebung präsentierte, was als diplomatische Geste der Sympathie gedeutet wurde. Der Besuch fügt sich in den weiteren Kontext der Repräsentation der luxemburgischen Herrscherfamilie in europäischen Staaten ein. Die Internationale Messe für Zeitgenössische Kunst ARCO wurde 1982 gegründet und hat sich seitdem von einer lokalen Initiative zu einer prestigeträchtigen Plattform entwickelt, die den Kunstmarkt Europas und Lateinamerikas verbindet.Unterdessen versank die spanische Medien- und Kulturszene in Trauer über den Tod des herausragenden Journalisten Fernando Ónega. Der legendäre Sänger Julio Iglesias veröffentlichte einen bewegenden Abschiedsbrief, in dem er den historischen Beitrag des Redakteurs zur Entwicklung des spanischen Journalismus in der Transformationszeit hervorhob. Zu Wort meldeten sich auch andere bekannte Publizisten, darunter Jesús Cintora, die Ónega als Symbol für Konsens und Professionalität bezeichneten. „Desde la tierra al cielo la distancia no es tan grande” (Von der Erde zum Himmel ist die Entfernung nicht so groß) — Julio Iglesias In Sevilla fand derweil eine Hommage an die vor Jahren verstorbene Herzogin von Alba statt. Ihre Tochter, Eugenia Martínez de Irujo, eröffnete eine Ausstellung im Palacio de Dueñas, die einzigartige Kunstwerke aus dem Leben ihrer Mutter präsentierte. Die Veranstaltung, obwohl sie den Charakter einer Gedenkfeier hatte, wurde auch zur Arena für Diskussionen über die Evolution von Traditionen, einschließlich der Haltung der Nachfahrin des Hauses Alba zur Tauromachie, von der sich Eugenia Martínez de Irujo deutlich distanzierte.
Mentioned People
- Filip VI — Der König von Spanien eröffnete feierlich die ARCO-Messe.
- Letycja — Die Königin von Spanien, Ehefrau von Felipe VI.
- Julio Iglesias — Berühmter spanischer Sänger, Verfasser eines Abschiedsbriefes an Fernando Ónega.
- Fernando Ónega — Verstorbener legendärer spanischer Journalist und Kolumnist.