Anfang März bringt polnischen Autofahrern eine Reihe restriktiver Änderungen in den Verkehrsregeln, darunter ein Verbot für den Transport von Kindern auf Elektrorollern und strengere Strafen für die Handynutzung. Gleichzeitig melden die Behörden eine Reihe gefährlicher Vorfälle, darunter einen tragischen Unfall eines 19-Jährigen in Pommern, eine Verfolgungsjagd mit einem landwirtschaftlichen Traktor, die in einem Fluss endete, und zahlreiche Fälle von Fahren unter Alkoholeinfluss, was zur sofortigen Entziehung der Fahrerlaubnis führt.
Revolution für E-Roller
Ab dem 3. März erhalten Kinder ein vollständiges Verbot, sich auf Elektrorollern fortzubewegen, was eine Reaktion auf die steigende Zahl von Unfällen ist.
Knüppel für Verkehrsrowdys
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung um 50 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften führt zum sofortigen Entzug der Fahrerlaubnis für 3 Monate.
Alkoholplage auf den Straßen
Zahlreiche alkoholisierte Fahrer wurden festgenommen, darunter ein Lkw-Fahrer und ein Flüchtender auf einem landwirtschaftlichen Traktor.
Polen tritt in eine Phase radikaler Änderungen der Verkehrsgesetzgebung ein, die ab dem 3. März 2026 in Kraft treten. Die wichtigste Neuerung ist das Verbot für Kinder, sich auf Elektrorollern fortzubewegen, um die Zahl der Unfälle mit den Jüngsten zu reduzieren. Darüber hinaus startet die Polizei die landesweite Aktion „Hände ans Steuer”, die darauf abzielt, Fahrer zu disziplinieren, die ihr Mobiltelefon während der Fahrt übermäßig nutzen. Die neuen Vorschriften führen auch die Möglichkeit des Verlusts der Fahrerlaubnis für Geschwindigkeitsüberschreitungen von mehr als 50 km/h auch außerhalb geschlossener Ortschaften ein, was eine wesentliche Verschärfung der bisherigen Regeln darstellt. Parallel dazu sind die nationalen Straßen Schauplatz dramatischer Ereignisse geworden. In der Nähe von Starzyn prallte ein 19-jähriger BMW-Fahrer gegen einen Baum, was zu schweren Verletzungen des Beifahrers führte. Es kam auch zu einer kuriosen Verfolgungsjagd in der Woiwodschaft Podlachien, bei der ein alkoholisierter Täter mit einem landwirtschaftlichen Traktor floh und die Fahrt in den Fluten eines Flusses beendete. Die uniformierten Dienste nehmen regelmäßig extrem unverantwortliche Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr, darunter einen 40-Jährigen aus Słupsk, der sich trotz vier aktiver gerichtlicher Fahrverbote ans Steuer setzte, und einen Lkw-Fahrer aus Deutschland, der mehr als ein Promille Alkohol im Blut hatte. Polen setzt seit Jahren EU-Richtlinien zur Verkehrssicherheit um und strebt die Verwirklichung der „Vision Zero” an, also die vollständige Beseitigung von Todesopfern bei Verkehrsunfällen bis 2050. Besorgniserregende Statistiken werden durch Aufnahmen aus Piła ergänzt, wo zwei Motorradfahrer in nur 20 Sekunden vier grobe Verstöße begingen, was die Polizei als verheerenden Saisonstart bezeichnet. In der Woiwodschaft Kujawien-Pommern zeigte die Aktion „Nüchterner Nachmittag”, dass das Alkoholproblem unter Fahrern ungelöst bleibt, trotz drastischer Geldstrafen und der Androhung von Vermögenskonfiszierung. Das Infrastrukturministerium kündigt an, dass dies nicht das Ende der Änderungen sei, und weitere Regelungspakete, darunter der Führerschein ab 17 Jahren unter Aufsicht eines Erwachsenen, in den kommenden Quartalen des Jahres in Kraft treten werden. „New regulations are primarily aimed at hitting the sense of impunity of road pirates and protecting unprotected road users.” (Die neuen Vorschriften zielen in erster Linie darauf ab, das Gefühl der Straflosigkeit von Verkehrsrowdys zu treffen und ungeschützte Verkehrsteilnehmer zu schützen.) — Polizeisprecher Wesentliche Änderungen in den Vorschriften 2026: Geschwindigkeit außerhalb von Ortschaften: Bußgeld und Punkte → Entzug der Fahrerlaubnis bei +50 km/h; Kinder auf E-Rollern: Keine Altersbeschränkungen → Vollständiges Verbot; Alter des Fahrschülers: 18 Jahre → 17 Jahre (mit Begleiter)
Perspektywy mediów: Liberale Medien legen Wert auf die Modernität der Vorschriften und den Schutz von Kindern und sehen in den Regelungen eine notwendige Anpassung an neue mobile Technologien. Konservative Medien kritisieren die Restriktivität des Staatsapparats und konzentrieren sich auf die Kosten von Bußgeldern und Belastungen für Berufskraftfahrer.