Neueste demografische Daten für Spanien offenbaren eine tiefe Kluft zwischen den Regionen. Während für das gesamte Land das häufigste Alter 49 Jahre beträgt, steigt dieser Wert in von Entvölkerung betroffenen Gebieten auf 63 Jahre. Diese Diskrepanz veranschaulicht das Problem der alternden Gesellschaft im Landesinneren, während Städte jüngere Bevölkerung, einschließlich Migranten, anziehen.

Dominierendes Alter im gesamten Land

Das häufigste Alter der Einwohner Spaniens beträgt 49 Jahre, was den Einfluss der Babyboom-Generation der 1970er Jahre widerspiegelt.

Dramatische Alterung des Landesinneren

In entvölkernden Gebieten, hauptsächlich im Landesinneren, steigt das häufigste Alter auf 63 Jahre, was auf eine massive Abwanderung junger Menschen hinweist.

Bevölkerungswachstum dank Migration

Trotz der Alterung der einheimischen Bevölkerung wächst die Einwohnerzahl Spaniens und übersteigt 49,5 Millionen, hauptsächlich aufgrund von Einwanderung.

Junge Migranten in Städten

In großen Zentren wie Madrid ist sogar die Hälfte der Personen im Alter von 30-34 Jahren im Ausland geboren, was die Struktur der Metropolen verjüngt.

Die Demografie Spaniens zeichnet sich durch scharfe territoriale Kontraste aus. Für das gesamte Land, unter Einbeziehung der hauptsächlich bevölkerten Küsten und Metropolregionen, beträgt das häufigste Alter 49 Jahre. Der spanische demografische Höhepunkt, genannt „Babyboom”, erreichte seinen Höhepunkt in den 1970er Jahren nach der Franco-Ära und führte zu einem signifikanten Anstieg der Geburten, dessen Echo heute in der Altersstruktur sichtbar ist. Eine völlig andere Realität zeigen die Daten für das sogenannte Spaniens Leere. In diesen Gebieten, die eine intensive Entvölkerung erfahren, steigt das häufigste Alter der Einwohner auf bis zu 63 Jahre. Dieser Unterschied von vierzehn Jahren zwischen dem nationalen Durchschnitt und dem Durchschnitt der entvölkernden Regionen ist einer der auffälligsten Indikatoren für demografische Ungleichheiten in der Europäischen Union. Junge Menschen verlassen massenhaft das Land und Kleinstädte auf der Suche nach Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten in großen Ballungsräumen. Paradoxerweise wächst die Gesamtbevölkerung Spaniens trotz dieser internen Abwanderung junger Arbeitskräfte weiter und überschreitet die Schwelle von 49,5 Millionen Menschen. Ein Schlüsselfaktor für dieses Wachstum ist die Einwanderung. Im Land leben über 10 Millionen Menschen, die außerhalb seiner Grenzen geboren wurden. Der verjüngende Effekt der Migration ist besonders in Großstädten sichtbar. Beispielsweise sind in Madrid in der Altersgruppe der 30- bis 34-Jährigen fast die Hälfte der Einwohner Personen ausländischer Herkunft. Diese Daten bestätigen, dass Spanien zu einer Gesellschaft mit zwei Geschwindigkeiten wird: einem alternden und entvölkernden Landesinneren und dynamischen, internationalen Metropolen, wo der Zustrom von Migranten die Auswirkungen des demografischen Rückgangs mildert.