Mehr als 19.000 polnische Steuerzahler haben Zahlungsaufforderungen für rückständige Einkommensteuer nach dem Verkauf von Immobilien erhalten. Das Problem betrifft Personen, die fälschlicherweise annahmen, einen Steuererlass zu erhalten, ohne die erforderlichen Formalitäten zu erfüllen. Der Bürgerbeauftragte hat sich bereits der Sache angenommen und fordert vom Finanzministerium eine systematische Lösung für das Problem unklarer Vorschriften und drastischer Geldstrafen, die nach Jahren verhängt werden.
Umfang der Steueraufforderungen
Das Finanzamt hat Zahlungsaufforderungen an über 19.000 Personen gesendet, die Immobilien verkauft haben, und fordert rückständige Steuern von 19%.
Fünfjahresbedingung
Die Steuerpflicht betrifft Verkäufe, die vor Ablauf von 5 Jahren nach Ende des Erwerbsjahres erfolgen, es sei denn, die Mittel wurden für eine neue Wohnung ausgegeben.
Intervention des Bürgerbeauftragten
Der Bürgerbeauftragte fordert vom Finanzminister eine Korrektur der Vorschriften, die für Steuerzahler zu einer finanziellen Falle geworden sind.
Die begonnene Steuererklärungszeit für das Jahr 2025 hat an das wachsende Problem der sogenannten Wohnungsfalle erinnert, in die bereits über 19.000 Bürger geraten sind. Das Finanzamt setzt die PIT-Steuer mit großer Wirksamkeit von Personen durch, die eine Immobilie vor Ablauf von fünf Jahren nach Ende des Kalenderjahres, in dem sie erworben wurde, verkauft haben. Obwohl das Gesetz Befreiungen vorsieht, haben viele Steuerzahler diese unwissentlich durch formale Fehler oder Nichtabgabe der erforderlichen Erklärungen innerhalb der Frist verpasst. Das Prinzip einer fünfjährigen Karenzzeit für den steuerfreien Verkauf von Immobilien gilt seit Jahren im polnischen Rechtssystem als Barriere gegen Marktspekulationen, doch ihre restriktive Auslegung trifft oft Privatpersonen.Die Situation ist so ernst geworden, dass der Bürgerbeauftragte interveniert hat und auf den gesetzlichen Wirrwarr sowie unklare Anweisungen der Steuerbehörden hinweist. Steuerzahler werden oft mit Zahlungsaufforderungen in Höhe von Zehntausenden oder Hunderttausenden Złoty für Transaktionen überrascht, die viele Jahre zurückliegen. Die häufigste Ursache für Probleme war das Fehlen einer Erklärung zur Meldepflicht-Befreiung oder eine unsachgemäße Dokumentation von Ausgaben für eigene Wohnzwecke. „Das Finanzamt darf Unklarheiten in den Vorschriften nicht gegen Bürger ausnutzen, die in gutem Glauben gehandelt haben.” — Marcin WiącekExperten betonen, dass der Schlüssel zur Vermeidung der 19-prozentigen Abgabe derzeit die korrekte Nutzung des Wohnungserlasses ist. Steuerzahler müssen jedoch die strenge Liste qualifizierter Ausgaben und Fristen beachten, deren Überschreitung automatisch die Zahlungspflicht der Rückstände samt Strafzinsen auslöst. Das Finanzministerium steht unter Druck, die bisherige Kontrollpraxis zu überarbeiten, die von vielen Juristen als ungerechtfertigte fiskalische Repression angesichts komplizierter Gesetze bezeichnet wird.
Mentioned People
- Marcin Wiącek — Bürgerbeauftragter, der in der Sache der massenhaften Steuerzahlungsaufforderungen interveniert.