Die Staatsanwaltschaft München hat einen 15-jährigen Schüler aus Friedberg in Bayern angeklagt, der einen rassistischen Angriff mit einem Hammer auf zwei jüngere Mitschüler verübt haben soll. Der Vorfall ereignete sich Ende letzten Jahres auf dem Schulgelände. Die Ermittler werfen dem Jugendlichen versuchten Mord aus rassistischem Motiv vor. Der Angriff verursachte bei einem der Opfer schwere Verletzungen. Der Prozess in der Sache läuft vor dem Jugendgericht München.

Rassistischer versuchter Mord

Der 15-jährige Täter aus Friedberg in Bayern wurde von der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes aus rassistischen Beweggründen angeklagt. Der Angriff mit einem Hammer ereignete sich im November letzten Jahres auf dem Schulgelände, die Opfer waren zwei jüngere Schüler im Alter von 11 und 12 Jahren.

Schwere Verletzungen eines Opfers

Eines der Angriffsopfer, der 12-Jährige, erlitt schwere Kopfverletzungen durch den Hammerschlag und musste hospitalisiert werden. Der Zustand des Jungen wurde zunächst als ernst eingestuft. Die zweite Person, der 11-Jährige, erlitt leichtere Verletzungen.

Rassistisches Motiv bestätigt

Die Staatsanwaltschaft erkannte den Angriff als rassistisch motiviert an. Im Laufe der Ermittlungen wurde festgestellt, dass der Täter von Feindseligkeit gegenüber der türkischen Herkunft der Opfer geleitet wurde. Der Täter soll bereits zuvor rechtsextreme Ansichten gezeigt und mit der Neonazi-Szene sympathisiert haben.

Prozess vor Jugendgericht

Der Fall wird vor dem Jugendgericht München verhandelt. Aufgrund des Alters des Täters, der zum Tatzeitpunkt 15 Jahre alt war, droht ihm eine Freiheitsstrafe in einer Jugendstrafanstalt und nicht in einem gewöhnlichen Gefängnis. Ein Termin für die Hauptverhandlung wurde noch nicht festgelegt.

Die Staatsanwaltschaft München hat einen 15-jährigen Bewohner von Friedberg in Bayern angeklagt und wirft ihm versuchten Mord aus rassistischen Beweggründen vor. Der Täter griff im November letzten Jahres zwei jüngere Mitschüler mit einem Hammer an. Der Angriff ereignete sich auf dem Schulgelände, wo die Opfer, ein 11- und ein 12-Jähriger, vom Täter überrascht wurden. Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass die Handlungsmotivation des Täters rassistischer Hass war, der sich gegen die türkische Herkunft der Jungen richtete. Eines der Opfer, der 12-Jährige, erlitt schwere Kopfverletzungen und musste dringend hospitalisiert werden. Sein Zustand wurde zunächst als ernst eingestuft. Die zweite Person, der 11-Jährige, erlitt leichtere Verletzungen. Presseberichten zufolge kam es zu dem Angriff, nachdem der Täter den Opfern gefolgt war und sie dann mit dem Werkzeug geschlagen hatte. Der Vorfall löste in der lokalen Gemeinschaft große Betroffenheit aus und provozierte eine Diskussion über Rassismus und rechtsextreme Gewalt unter Jugendlichen in Deutschland. Der Täter soll bereits zuvor rechtsextreme Ansichten gezeigt und mit der Neonazi-Szene sympathisiert haben, was die Ermittlungen bestätigten. Friedberg ist eine Stadt in Bayern, nordwestlich von München gelegen. In ganz Deutschland werden seit Jahren Fälle rassistisch motivierter Gewalt verzeichnet, was regelmäßig eine öffentliche Debatte über die Wirksamkeit des Kampfes gegen Hassrede und Rechtsextremismus auslöst. Gerichtsverfahren gegen Jugendliche, die schwere Straftaten aus ethnischem oder rassistischem Hassmotiv begehen, laufen in der Regel vor Jugendgerichten, die Freiheitsstrafen in Jugendstrafanstalten verhängen können. Der Prozess in dieser Sache läuft vor dem Jugendgericht München. Aufgrund des Alters des Täters, der zum Zeitpunkt der Tat 15 Jahre alt war, unterliegt er nicht der strafrechtlichen Verantwortung wie ein Erwachsener. Gemäß dem deutschen Jugendstrafrecht droht ihm eine Freiheitsstrafe in einer Jugendstrafanstalt. Ein genauer Termin für die Hauptverhandlung wurde noch nicht festgelegt. Die Schulbehörden und lokalen Behörden organisierten nach dem Vorfall Maßnahmen zur psychologischen Unterstützung für Schüler und Personal sowie zur Bekämpfung rassistischer Stimmungen. Der Vorfall in Friedberg ist ein weiterer lauter Fall rassistisch motivierter Gewalt an deutschen Schulen, der zu Reflexionen über die Wirksamkeit von Präventions- und Integrationsprogrammen anregt.