Der nordkoreanische Führer Kim Jong Un hat feierlich die Eröffnung eines neuen Wohnviertels in der Hauptstadt Pjöngjang eingeweiht. Die Investition an der Saeppyol-Straße ist für Familien von Soldaten bestimmt, die bei Militäroperationen außerhalb der Landesgrenzen gefallen sind und dabei Russland militärisch unterstützten. An der Zeremonie nahm die Tochter des Diktators, Kim Ju Ae, teil, was als weiterer Schritt im Prozess des Aufbaus eines Kults um die neue Generation der Kim-Dynastie interpretiert wird.
Eröffnung einer Siedlung in Pjöngjang
Diktator Kim Jong Un weihte ein neues Wohnviertel an der Saeppyol-Straße ein, das für Familien von Soldaten bestimmt ist, die bei Auslandseinsätzen gefallen sind.
Unterstützung für Russland kostet Leben
Der südkoreanische Geheimdienst schätzt, dass die Verluste unter den 15.000 entsandten Soldaten an der Front in der Ukraine bis zu 6.000 Tote und Verwundete betragen könnten.
Politische Rolle der Tochter des Diktators
An der Veranstaltung nahm Kim Ju Ae teil, was Spekulationen über ihre Rolle als Thronfolgerin in der nordkoreanischen Dynastie verstärkt.
Handelsaustausch mit Moskau
Im Austausch für militärische Unterstützung erhält Pjöngjang von Russland Nahrungsmittelhilfe, Treibstoff und moderne Militärtechnologien.
Die staatlichen Medien Nordkoreas berichteten über den Abschluss des Baus eines modernen Wohnviertels, das dazu dienen soll, die jungen Märtyrer zu ehren, die an der Front gefallen sind. Kim Jong Un betonte in seiner Rede, dass die neuen Häuser die Dankbarkeit des Vaterlandes für das höchste Opfer der Soldaten ausdrücken sollen. Das Regime in Pjöngjang intensiviert seine Propagandaaktionen und versucht, dem umstrittenen militärischen Engagement an der Seite Moskaus eine Aura des Heldentums zu verleihen. Nach Geheimdienstangaben Südkoreas und westlicher Staaten wurden mehrere zehntausend Soldaten aus Nordkorea an die ukrainische Front geschickt. Die Beziehungen zwischen Pjöngjang und Moskau haben sich nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 rapide vertieft, was zu einer Rückkehr zur engen militärischen Zusammenarbeit aus der Zeit des Kalten Krieges führte.Journalisten und Analysten weisen auf die Anwesenheit von Kim Ju Ae, der Tochter des Führers, hin, die ihren Vater zunehmend bei wichtigen staatlichen Ereignissen begleitet. Gemeinsame Besichtigungen der Wohnungen und Treffen mit trauernden Familien sollen das Image des Diktators aufpolieren und die Loyalität der Armee zementieren. Obwohl offizielle Mitteilungen der KCNA den Konflikt in der Ukraine nicht explizit erwähnen, wird der Begriff „Auslandseinsätze” allgemein als Bestätigung der in Osteuropa erlittenen Verluste verstanden. Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes NIS legen nahe, dass die Zahl der getöteten und verwundeten nordkoreanischen Soldaten bereits 6.000 Personen erreichen könnte. Die Investition an der Saeppyol-Straße fügt sich in die breitere Strategie Nordkoreas ein, die darin besteht, personelle und materielle Unterstützung gegen russische Raketentechnologien und Nahrungsmittelhilfe einzutauschen. Experten weisen darauf hin, dass die Versorgung der Familien der Gefallenen mit für lokale Verhältnisse luxuriösen Wohnungen dazu dienen soll, soziale Unruhen aufgrund der hohen Verluste an der Front zu verhindern. „Das neue Viertel wurde dank des glühenden Wunsches unseres Vaterlandes erbaut, dass seine perfekten Söhne, die das Kostbarste geopfert haben, ewig in unserer Erinnerung leben.” — Kim Jong Un Die Steuerung der Erzählung über die Kriegsverluste wird für die Stabilität des Regimes entscheidend, insbesondere angesichts der zunehmenden internationalen Isolation. Nordkorea bleibt eines der wenigen Länder, das die russische Aggression offen unterstützt, was sich in konkreten wirtschaftlichen Vorteilen aus dem Kreml niederschlägt. Betonung der Ausbeutung der Soldaten durch das Regime und Hinweis auf die tragischen Folgen der Entsendung von Menschen in einen fremden Krieg im Austausch gegen Militärtechnologien. | Konzentration auf die Bündnistreue gegenüber Russland sowie die innenpolitische Propaganda des Erfolgs und der Fürsorge für die Familien gefallener Helden.
Mentioned People
- Kim Jong Un — Oberster Führer Nordkoreas, der persönlich die neue Siedlung für Familien von Gefallenen eröffnete.
- Kim Ju Ae — Tochter von Kim Jong Un, die zunehmend bei offiziellen Staatszeremonien an seiner Seite auftritt.